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Über dieses Buch

Boden-, Luft- und Grundwasserverunreinigungen durch gesundheitsgefährdende Abfallstoffe, z. B. durch Ablagerung auf industriell genutzten Flächen und auf Deponien oder durch Leckagen von Tanklagern, Rohrleitungen oder Abwasserkanälen sind in vielen industrialisierten Ländern zu einem ernsten Problem geworden. Ein in Wissenschaft und Praxis der Sanierung von Altlasten erfahrenes Herausgeber- und Autorenteam gibt einen am Stand der Technik und am ökonomisch Machbaren orientierten und kritisch bewerteten Überblick über die Sanierungstechnologien. Für Industriebetriebe jeder Branche, für Zulassungs- und Gewerbeaufsichtsämter, Behörden für Abfall, Abwasser, Umweltschutz oder Altlastensanierung in Bund, Ländern und Gemeinden, für Unternehmen der Sanierungs-, Tiefbau- und Geotechnik, für Politiker, Unternehmer und Verwaltungsspitzen ist das Werk ein wertvoller Ratgeber. Aus dem Inhalt: Rechtliche Fragen und Öffentlichkeit.- Erfassen und Bewerten.- Sanierungsverfahren.- Überwachung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
In den letzten Jahren sind Fragen des Bodenschutzes sowohl in der Öffentlichkeit als auch auf politischer Ebene in zunehmendem Maße diskutiert worden. Während früher Ablagerungen (z. B. Staubniederschlag) auf Pflanzen und dem Erdboden im Vordergrund der Betrachtungen standen, hat sich das Augenmerk, begünstigt durch die ständig leistungsfähiger werdende Analytik, in der letzten Zeit den Flächen zugewandt, die durch menschliche Aktivität (Düngung von Ackerboden, Ablagerungen, gewerbliche Tätigkeit) mit ortsfremden, schädlichen Stoffen belastet worden sind, von wo sie emittiert werden. Diese Altlasten genannten Bodenverunreinigungen haben einen überraschend großen Umfang angenommen, den nicht einmal ein Fachmann hätte vorausahnen können.
H. H. Weber

2. Rechtliche Fragen und Öffentlichkeit

Zusammenfassung
Im Gegensatz zum Schutz des Wassers und der Luft vor Gefahren der Verunreinigung hat der Bundesgesetzgeber bisher kein Gesetz zum Schutz des Bodens erlassen. Erste Ansätze des Bodenschutzes enthält die Bodenschutzkonzeption der Bundesregierung vom 06.02.1985 [1]. Rechtsgrundlagen für die Ermittlung, Gefährdungsabschätzung und Sanierung von Altlasten können nur aus anderen Umweltgesetzen und aus dem allgemeinen Verwaltungsrecht abgeleitet werden.
W. D. Sondermann

3. Erfassen und Bewerten

Zusammenfassung
Altlasten lassen sich im wesentlichen untergliedern in
  • stillgelegte Ablagerungsplätze,
  • ehemalige unkontrollierte Ablagerungen („Wilde Kippen“),
  • Verfüllungen mit kontaminiertem Material,
  • belastete Gelände stillgelegter industrieller Anlagen und
  • Bereiche von Schadstoffanreicherungen (durch Kriegseinwirkungen, Unfälle, defekte Abwasserkanäle oder unsachgemäße Lagerung umweltrelevanter Stoffe).
T. Cordt, K. Herklotz

4. Sanierungsverfahren

Zusammenfassung
Wenn die Untersuchungen über die Vorgeschichte der Altlast, die Ausdehnung der Bodenbelastung, die Schadstoffkonzentration an der Quelle und auf den Pfaden zum Schutzgut beendet sind, d.h. ausreichende Kenntnis über die Altlast vorhanden ist und das Gefahrenpotential feststeht, können die Überlegungen zur Sanierung beginnen.
H. H. Weber

5. Überwachung

Zusammenfassung
Altlasten und kontaminierte Standorte sind vielfach unkalkulierbar hinsichtlich ihrer stofflichen Zusammensetzung und der sich darin abspielenden Reaktions- und Transportvorgänge. Damit verbunden ist eine vergleichbare Unkalkulierbarkeit über deren Emissionen und den damit in Zusammenhang stehenden Risiken. Zwar kann durch eine umfassende Bestandsaufnahme real auftretender Emissionen der Stoffrahmen in gewissem Umfang eingegrenzt werden. Dennoch werden auch umfangreiche und fachgerechte Sanierungsmaßnahmen niemals einen völligen Gefährdungsausschluß garantieren. Daraus leitet sich ganz selbstverständlich die Forderung nach einer Überwachung ab, die dem gegebenen Risikopotendal gerecht wird.
K. Gronemeier, H. Hamer, M. Zingk

Backmatter

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