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Über dieses Buch

Im Rahmen einer Fallstudie im deutschen Maschinen- und Anlagenbau zeigt Julia Duwe auf, dass Führungskräfte auf gleichzeitige radikale und inkrementelle Innovation durch ihr tägliches kommunikatives Handeln Einfluss nehmen können. Das vorgestellte Modell der Ambidextrie-orientierten Führungskommunikation veranschaulicht, wie Kommunikation von Führungskräften sowohl Exploration als auch Exploitation ermöglicht, orchestriert und beide Welten verbindet. Im Zuge der Digitalisierung befinden sich Industrieunternehmen zunehmend im Spannungsfeld von Exploitation (Ausbau des bestehenden Geschäfts, inkrementelle Innovation) und Exploration (Erschließen von Neuland, radikale Innovation) – in der Wissenschaft unter dem Begriff der organisationalen Ambidextrie diskutiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Ob Preiswettbewerb oder Bedrohung durch Technologiesprünge, Investitionen in Forschung und Entwicklung oder radikale Kostensenkungsprogramme: Das Balancieren von Widersprüchen, von Unsicherheit und Veränderung ist gegenwärtig in den Führungsetagen technologieorientierter Industrieunternehmen. Allein auf Technologieführerschaft zu setzen, reicht im globalen Wettbewerb längst nicht aus. Einerseits erfordert der Kampf um internationale Kunden Radikalität in der Senkung von Herstellkosten, die Ausrichtung auf Volumengeschäft und Investitionen in Automatisierung.
Julia Duwe

Chapter 2. Begriffliche Grundlagen und Forschungsstand

Zusammenfassung
Kapitel 2 stellt die für das Verständnis interner Kommunikation im Innovationsprozess ambidextrer Unternehmen relevanten Forschungsfelder vor. Die Konzepte der Kommunikation sowie der organisationalen Ambidextrie, verstanden als dynamische Fähigkeit von Organisationen, werden aufgearbeitet und der aktuelle Forschungsstand zur internen Kommunikation im Innovationsprozess von Unternehmen dargestellt. Abschließend werden die Forschungslücke und die Forschungsfragen abgeleitet.
Julia Duwe

Chapter 3. Explorative Vorstudie

Zusammenfassung
Um erste Einblicke in das Feld der internen Kommunikation im Innovationsprozess von Technologieunternehmen zu erhalten, wurde eine explorative Vorstudie bei fünf technologieorientierten produzierenden Unternehmen durchgeführt. Die Vorstudie basiert auf der qualitativen Methode der Experteninterviews, die sich eignet, um im Vorfeld einer groß angelegten Untersuchung Orientierung im Forschungsfeld zu erhalten (vgl. Flick, 2009, S. 168). Zielsetzung der Vorstudie war es, die praktische Relevanz interner Kommunikation von Führungskräften in der Produktentwicklung von technologieorientierten Industrieunternehmen zu erfassen und erste Hinweise auf mögliche Erklärungen des Phänomens im organisationalen Kontext zu erhalten.
Julia Duwe

Chapter 4. Konzeptioneller Bezugsrahmen

Zusammenfassung
Miles & Huberman (1994, S. 18) beschreiben den konzeptionellen Bezugsrahmen als zentrales Element einer qualitativen Studie: „A conceptual framework explains, either graphically or in narrative form, the main things to be studied — the key factors, constructs or variables — and the presumed relationships among them.“ Aus der Literaturstudie heraus entwickelt und ergänzt um die Ergebnisse der explorativen Vorstudie adressiert der Bezugsrahmen die Forschungslücke der internen Führungskommunikation im Innovationsprozess ambidextrer Technologieunternehmen. Aufbauend auf drei theoretischen Säulen, dem Ansatz der kommunikativen Konstitution von Organisation (vgl. Abschnitt 2.1.2), dem Konzept der organisationalen Ambidextrie (vgl. Abschnitt 2.2) sowie dem Dynamic Capabilities Ansatz (vgl. Abschnitt 2.3) stellt er einen theoriegeleiteten Ansatz dar, um die Forschungsfragen zu beantworten.
Julia Duwe

Chapter 5. Kommunikation im Innovationsprozess von ambidextren Technologieunternehmen

Zusammenfassung
Aufbauend auf dem konzeptionellen Bezugsrahmen (vgl. Kap. 4) wird im Folgenden die Fallstudie im deutschen Maschinen- und Anlagenbau vorgestellt. Das Kapitel setzt sich aus den drei Schwerpunkten „Methodik“, „Datenanalyse“, und „Vorbereitung der Modellbildung“ zusammen und endet mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse. Besonderes Augenmerk wird im folgenden Abschnitt auf die Auswahlstrategie des Falls gelegt. Sie beschreibt die Gründe für die Auswahl des Fallkontextes, des Unternehmens und der Interviewpartner sowie die Charakteristika des Falls und der eingebetteten Einheiten.
Julia Duwe

Chapter 6. Modell der Führungskommunikation im Innovationsprozess

Zusammenfassung
Um ein Modell im Verständnis der „Theory Elaboration“ nach Ketokivi & Choi (2014, S. 234) aufzubauen, wird der konzeptionelle Bezugsrahmen aus Kapitel 4 herangezogen. Die im Bezugsrahmen adressierten zentralen theoretischen Konzepte sowie die zwischen den Konzepten vermuteten Zusammenhänge werden an dieser Stelle vor dem Hintergrund der empirischen Untersuchung neu betrachtet und Propositionen abgeleitet. Miles et al. (2014, S. 100) definieren Propositionen als zusammenfassende Aussagen, die ein konditionales Ereignis beschreiben: „an if-then or why-because proposal that gets closer to prediction or theory“.
Julia Duwe

Chapter 7. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

Zusammenfassung
Kapitel 7 fasst den Gang der Untersuchung sowie den wissenschaftlichen Beitrag der Arbeit zusammen. Die Forschungsfragen werden beantwortet und die Antworten kritisch reflektiert. Dabei werden die Grenzen der Studie dargestellt sowie die Ansätze für weiteren Forschungsbedarf herausgearbeitet.
Julia Duwe

Backmatter

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