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2024 | Buch

Analyse der 7. MaRisk-Novelle zum Umgang mit Klima- und Umweltrisiken

Schlussfolgerungen für mittelständische Banken im Licht der EZB-Anforderungen zur vollständigen E(SG)-Umsetzung

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Über dieses Buch

Die Europäische Zentralbank stellte in ihrer Mitteilung vom 02. November 2022 klar, dass alle Banken die regulatorischen Anforderungen zum Umgang mit Klima- und Umweltrisiken bis spätestens Ende 2024 vollständig erfüllen müssen. Mit der 7. Novelle hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ESG-Risiken in ihre Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der Banken übernommen.

In diesem Werk werden die aufsichtlichen ESG-Erwartungshaltungen von EZB, EBA und BaFin dargelegt und miteinander verglichen. Die Arbeit zeigt Ansätze auf, wie mittelständische Institute angemessen mit Klima- und Umweltrisiken in der Banksteuerung umgehen können. Dabei wird deutlich, dass in einer konsequenten institutsspezifischen Umsetzung, neben der Reduzierung möglicher Risiken, auch viele Chancen in Form neuer Geschäftsfelder, gesteigerter Ertragschancen und Imagegewinn liegen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Nachhaltigkeit nimmt weltweit, und im Besonderen in der Europäischen Union einen immer höheren Stellenwert ein. Ausgehend von den Sustainable Development Goals (SDGs) der UN, dem Pariser Klimaabkommen und dem Green Deal der Europäischen Union rückt dieses Thema verstärkt in den Fokus der Bankenaufsicht. Der EU-Sustainable Finance Strategie folgend, veröffentlichten in den vergangenen Jahren bereits EBA und EZB diverse bankaufsichtliche Erwartungshaltungen und Anforderungen für Kreditinstitute zum Umgang mit Klimarisiken, um diesem drängenden Thema zu begegnen. Mit der 2023 veröffentlichten 7. MaRisk-Novelle stellt nun auch die BaFin verbindliche Anforderungen an Kreditinstitute zum Umgang mit Klima- und Umweltrisiken.
Thomas Böhm
Kapitel 2. Definitorische Grundlagen
Zusammenfassung
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Risiko meist im negativen Sinne verwendet und im unternehmerischen Bereich nicht selten mit negativen finanziellen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Auch die wissenschaftliche Forschung wendet diese negative Einordnung (Risiko im engeren Sinne) häufig an. Problem dieser veralteten Definition von Risiko als negative Abweichung vom Erwartungswert im Kontext des globalen Klimawandels ist zum einen ein möglicherweise unbekannter bzw. nicht exakt bestimmbarer Erwartungswert aufgrund fehlender langfristiger Daten.
Thomas Böhm
Kapitel 3. Theoretische Bestandsaufnahme – Darstellung und Vergleich der ESG-Erwartungshaltungen von EZB, EBA und BaFin
Zusammenfassung
Mit dem im November 2020 veröffentlichten Leitfaden zum Umgang mit Klima- und Umweltrisiken hat die EZB umfassende Erwartungen zur Ermittlung, Steuerung, Überwachung und Meldung derartiger Risiken formuliert. Die 13 darin formulierten Erwartungen sind für den aufsichtlichen Dialog mit SIs heranzuziehen.
Thomas Böhm
Kapitel 4. Ansätze zum Umgang mittelständischer Banken mit den aufsichtlichen Erwartungshaltungen zu E(SG)-Risiken in der Banksteuerung
Zusammenfassung
Die BaFin verwendet in den MaRisk zwar grundsätzlich den Begriff ESG-Risiken, jedoch hat sie in ihrem Schreiben an die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft vom 29. Juni 2023 klargestellt, dass die von ihr geforderten wissenschaftsbasierten Szenarien i. d. R. zunächst nur den Klimawandel und weitere Umweltrisiken abdecken werden können. Aufgrund des eingeschränkten Umfangs konzentriert sich diese Arbeit deshalb im weiteren Verlauf überwiegend auf den Umgang mit Environmental- (Klima- und Umwelt-) Risiken in der Banksteuerung mittelständischer Institute.
Thomas Böhm
Kapitel 5. Zusammenfassung und Ausblick
Zusammenfassung
Die drastischen Auswirkungen des Klimawandels sind unübersehbar und auch die Corona-Pandemie sowie aktuelle Migrationsbewegungen verdeutlichen, dass der menschliche Eingriff in Natur, Umwelt und Lebensräume schwerwiegende, teilweise unumkehrbare Folgen hat. Hohe Kosten sind der wesentliche Grund, weshalb der Markt selbst kein stärkeres nachhaltiges Handeln hervorbringt. Daher ist es verständlich, dass Deutschland und die EU versuchen, diese Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen.
Thomas Böhm
Backmatter
Metadaten
Titel
Analyse der 7. MaRisk-Novelle zum Umgang mit Klima- und Umweltrisiken
verfasst von
Thomas Böhm
Copyright-Jahr
2024
Electronic ISBN
978-3-658-45068-7
Print ISBN
978-3-658-45067-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-45068-7