Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

15.10.2018 | Wissenschaftliche Beiträge | Ausgabe 4/2018 Open Access

Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 4/2018

Analyse der Wechselwirkungen statischer Körperteilhaltungen mittels physiologischer Erfassung der Beanspruchung

Zeitschrift:
Zeitschrift für Arbeitswissenschaft > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dipl.-Ing. Tobias Hellig, M.Sc. Laura Johnen, Dr.-Ing. Dr. rer. medic. Dipl.-Inform. Alexander Mertens, Prof. Dr.-Ing. Verena Nitsch, Dr.-Ing. Christopher Brandl

Zusammenfassung

Die Beurteilung der Belastung durch Körperhaltung erfolgt derzeit vielfach ohne Berücksichtigung von Wechselwirkungen einzelner Körperteilhaltungen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer empirischen Laborstudie vorgestellt, welche eine systematische Analyse der Wechselwirkungen von Körperteilhaltungen des Rückens und der Schulter auf die Muskelaktivität von acht Muskeln mittels Oberflächenelektromyographie und auf das Beanspruchungsempfinden beinhaltet. An dieser Studie nahmen 50 Versuchspersonen teil. Hierzu wurden jeweils vier Stufen der Ventralneigung des Rumpfes (Schrittweite von 20°) und der Flexion der Schulter (Schrittweite von 30°) untersucht. Eine inferenzstatistische Auswertung der Ergebnisse mittels einer multivariaten Varianzanalyse mit Messwiederholung zeigte sowohl signifikante Haupteffekte der Ventralneigung und der Schulterflexion als auch signifikante Interaktionseffekte der untersuchten Variablen auf sechs Muskeln und das Beanspruchungsempfinden. Die Berücksichtigung von Wechselwirkungen bei der Bewertung von Körperhaltungen kann dazu beitragen, Muskel- und Skeletterkrankungen in Zukunft wirksamer zu begegnen.
Praktische Relevanz. Der Beitrag stellt Auswirkungen auf die muskuloskelettale Beanspruchung des menschlichen Körpers bei der Kombination von Rumpfneigung und Schulterflexion vor, deren Berücksichtigung bei der Belastungsbewertung einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung schädlicher Körperhaltungen liefert und so zu einer Reduzierung von Muskel- und Skeletterkrankungen beitragen kann.
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2018

Zeitschrift für Arbeitswissenschaft 4/2018 Zur Ausgabe

Mitteilungen

Personalien

Mitteilungen

Kurz berichtet

Premium Partner

    Bildnachweise