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Anforderungsmanagement in sieben Tagen

Requirements Engineering im Zeitalter der KI

  • 2024
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch führt die Leser durch einen siebentägigen Prozess. Jeder Prozesstag widmet sich einem separaten Thema, beginnend mit der Notwendigkeit eines professionellen Anforderungsmanagements, über dessen Planung im Projekt bis hin zur Erhebung, Dokumentation, Qualitätssicherung und Verwaltung von Anforderungen. Dabei gehen die Autoren immer wieder auf den effektiven Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz ein. Es wird auf Unterschiede zwischen wasserfallähnlichen und agilen Projektvorgehensmethoden hingewiesen. Das Buch ist praxisorientiert und enthält viele Beispiele und Tipps, um das Anforderungsmanagement erfolgreich umzusetzen. Es richtet sich nicht nur an Anforderungsmanager und Requirements Engineers, sondern auch an Projektmanager, IT-Verantwortliche und alle, die sich mit dem Thema Anforderungsmanagement auseinandersetzen möchten. Die zweite, vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage enthält ein neues Kapitel mit einer umfassenden Zusammenfassung zur Künstlichen Intelligenz und speziellen Aspekten zum Prompt Engineering und dessen Anwendung im Anforderungsmanagement.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Prolog

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Das Kapitel „Prolog“ stellt den Begriff Anforderungsmanagement und das häufig als Synonym verwendete Requirements Engineering vor. Die Leser werden darüber informiert, dass sich das Buch auf IT-Projekte fokussiert und an verschiedene Zielgruppen, darunter erfahrene Anforderungsmanager, IT-Experten, Projektmanager und Fachexperten anderer Bereiche richtet.
    Der Prolog betont die Wichtigkeit von professionellem Anforderungsmanagement für den Erfolg von IT-Projekten und stellt die zentralen Figuren Linda und Jan vor, die im Buch die Themen des Anforderungsmanagements diskutieren und erläutern.
    Es wird die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) im Kontext des Anforderungsmanagements hervorgehoben und die Notwendigkeit vermittelt, Anforderungsmanagement als eine breit gefächerte, methodische und kommunikative Disziplin zu verstehen.
  3. 2. Die Notwendigkeit des AFM verinnerlichen

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel werden die Rolle des Anforderungsmanagers sowie die Herausforderungen und die Methoden des Anforderungsmanagements erläutert. Es wird aufgezeigt, wie Anforderungsmanagement zum Erfolg eines IT-Projekts beitragen kann: indem die Kommunikation und die Abstimmung zwischen den verschiedenen Stakeholdern verbessert wird.
    Das Kapitel beschreibt auch die verschiedenen Arten von Anforderungsdefekten, wie Missverständnisse, Lücken oder Fehler, und wie sie die Kosten des Projekts und die Qualität des Produkts beeinflussen können. Es wird die Notwendigkeit betont, analytische Techniken zur frühzeitigen Erkennung und Korrektur von Anforderungsdefekten anzuwenden, um spätere Kostenexplosionen zu vermeiden.
    Schließlich gibt es einen Ausblick auf die nachfolgenden Kapitel, in denen das Werkzeug-Set, welches man für das Anforderungsmanagement in IT-Projekten benötigt, vorgestellt wird.
  4. 3. Tag 1: Anforderungsmanagement starten

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel startet das fiktive Projekt zur Reorganisation eines Contact Centers, anhand dessen die Grundlagen und Methoden des Anforderungsmanagements im Verlauf des Buches erklärt werden.
    Am ersten Tag des Projekts lernen sich Linda, die Fachexpertin, und Jan, der Anforderungsmanager, kennen und analysieren die Ausgangslage des Projekts. Sie diskutieren die Probleme, die durch die mangelnde Konsolidierung und Optimierung der verschiedenen Kommunikationskanäle des Contact Centers mit den Kunden entstanden sind, und die Erwartungen der Customer Center-Leitung an das Projekt. Sie erarbeiten einen Plan für das Anforderungsmanagement, der sechs Arbeitspakete umfasst, und erläutern die Wichtigkeit der Qualitätskriterien an Anforderungen.
    Linda und Jan beschließen, die Notwendigkeit von professionellem Anforderungsmanagement im Kick-off-Meeting zu betonen und die Stakeholder von der Bedeutung einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den Anforderungen zu überzeugen.
  5. 4. Tag 2: Anforderungsmanagement im Projekt planen

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Am Tag 2 des Projekts beschäftigen sich Linda und Jan mit der Planung des Anforderungsmanagements für das Projekt „Optimierung des Customer Centers“. Sie diskutieren die notwendigen Schritte und Regeln für die erste Phase, in der ein Grobkonzept, eine Entscheidungsmatrix und eine Ausschreibung erstellt werden sollen. Sie legen unter anderem die Projektphasen, die Anforderungskategorien sowie die Notations- und Dokumentationsmöglichkeiten fest. Weiterhin erstellen sie einen Anforderungsmanagement-Plan, in dem alle ihre Vereinbarungen dokumentiert werden, und besprechen die möglichen Herausforderungen und Vorteile dieser Planung.
    Es wird außerdem erläutert, wie Künstliche Intelligenz im Anforderungsmanagement eingesetzt werden kann, und welche Aspekte für die zweite Phase des Projekts, in der die Realisierung der technischen Lösung stattfindet, zu beachten sind.
  6. 5. Tag 3: Ausgangspunkt finden

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Linda und Jan nutzen Tag 3 ihrer Zusammenarbeit, um erste Anforderungsmanagement-Artefakte zu erstellen, z. B. Glossar, Begriffsmodell, Stakeholderliste, Kontext- und Use Case-Diagramm. Jan gibt Linda auch erste Beispiele, wie Künstliche Intelligenz (KI) unterstützen kann. Unsere Protagonisten verwenden verschiedene Methoden und Werkzeuge, wie Mindmaps, UND-ODER-Bäume und Klassendiagramme, um ihre Arbeit zu strukturieren und zu visualisieren. Sie haben regelmäßige Abstimmungen mit dem Auftraggeber, der Leitung des Customer Centers, um die Ziele, Nicht-Ziele und den Umfang des Projekts zu klären.
    Am Ende des beschriebenen Tages haben sie einen verlässlichen Ausgangspunkt für die Erhebung der Anforderungen sowie für den Workshop mit den Stakeholdern geschaffen.
  7. 6. Tag 4: Anforderungen erheben

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Das Kapitel beschreibt den vierten Tag des Projekts, an dem die groben Anforderungen an die Lösung erhoben werden. Die verschiedenen Methoden, die dafür eingesetzt werden, wie Workshops, Interviews, Fragebögen und Feldbeobachtung, werden beleuchtet.
    Das Kapitel zeigt, wie die Anforderungen in verschiedene Kategorien und Notationen eingeteilt werden können, z. B. Prozessmodelle, Use Cases, Entscheidungstabellen, Architekturmodelle und Satzschablonen. Es wird die Wichtigkeit der Kommunikation, Empathie und Systematik bei der Anforderungserhebung betont. Den Lesern werden Tipps gegeben, wie man typische Herausforderungen und Risiken vermeiden kann.
    Das Kapitel endet mit einem Ausblick auf den nächsten Tag, an dem die erhobenen Anforderungen dokumentiert und analysiert werden sollen.
  8. 7. Tag 5: Anforderungen im Vorprojekt dokumentieren

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel – Tag 5 der Zusammenarbeit von Linda und Jan – beschreibt, wie man Anforderungen an ein System dokumentieren kann, indem man verschiedene Notationen und Artefakte verwendet. Es stellt einige Beispiele für Notationen wie grafische Modellierungssprachen und natürlichsprachige Satzschablonen vor. Konkret wird in diesem Kapitel erklärt, wie man Artefakte wie Use Case-Beschreibungen, Zustandsdiagramme, Regelwerke und Schnittstellenanforderungen erstellt.
    Unsere Protagonisten Linda und Jan binden diese Elemente in ein Grobkonzept ein. Sie erarbeiten weiterhin eine Grundlage für die Entscheidung zwischen einer Standardprodukt-Einführung und einer Individualsoftware-Entwicklung sowie eine Ausschreibung für das Umsetzungsprojekt.
  9. 8. Tag 6: Anforderungen im agilen Projekt realisieren

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel schafft einen Ausblick auf das anstehende agile Realisierungsprojekt in unserer Story. Es erklärt, wie Anforderungsmanager mit UI- und UX-Designern zusammenarbeiten können, um Anforderungs- und Designartefakte zu erstellen, die die fachlichen Anforderungen und das Benutzererlebnis widerspiegeln.
    Es werden verschiedene Notationsformen und Werkzeuge vorgestellt, die in agilen Projekten verwendet werden können, wie z. B. User Journey Maps, Epics, Features, User Storys, Wireframes, Mockups, Prototypen, UML-Aktivitätsdiagramme und die Gherkin-Notation.
    Es wird ebenfalls beschrieben, wie die Zusammenarbeit in agilen Sprints organisiert werden kann, mit besonderem Augenmerk auf die Definition of Ready, die Definition of Done und das Way of Working. Als spezielle agile Methode wird das Behavior Driven Development (BDD) vorgestellt. Das Ziel des Kapitels ist es, den Lesern einen Überblick über die Spezifika agiler IT-Projekte für Anforderungsmanager zu geben und ihnen einige praktische Tipps und Beispiele zu vermitteln.
  10. 9. Tag 7: Anforderungen qualitätssichern und verwalten

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Das Kapitel beschreibt die Ziele und Methoden der Qualitätssicherung und Verwaltung von Anforderungen in unserem Beispiel-Projekt zur Verbesserung des Contact Center-Prozesses mit IT-Unterstützung. Es werden drei Themenblöcke behandelt: die Qualitätssicherung des Grobkonzepts, die Besonderheiten der Qualitätssicherung im agilen Realisierungsprojekt und die Anforderungsverwaltung.
    Die Qualitätssicherung des Grobkonzepts umfasst die Analyse und Prüfung der Anforderungen durch die Stakeholder, wobei verschiedene Review-Methoden und Tool-Unterstützung diskutiert werden. Die Qualitätssicherung im agilen Realisierungsprojekt basiert auf der ‚Definition of Ready‘-Checkliste, dem Walkthrough im Refinement-Meeting und der automatischen QS durch einen AFM-Assistenten. Auch hier werden – wie in vorangegangen Kapiteln – Unterstützungsmöglichkeiten durch Künstliche Intelligenz diskutiert.
    Die Ausführungen über Anforderungsverwaltung beinhaltet Aspekte wie Historisierung, Nachverfolgbarkeit, Versionierung und Baselines, deren Bearbeitung durch spezialisierte Anforderungsmanagement-Tools erleichtert werden können.
  11. 10. Schlusswort inklusive praktischer Tipps

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel beschließt das fiktive Projekt, in dem eine Lösung für eine fachliche Problemstellung gefunden wurde. Der Prozess „Kundenanliegen bearbeiten“ des Contact Centers einer Versicherung wurde unter anderem mit einem Omni-Channel-System verbessert. Die Aufgabenstellung des Managements wurde durch Linda und Jan erfüllt.
    Der Erfolg beim Einsatz der Methoden für das Anforderungsmanagement hängt davon ab, welcher Werkzeuge aus dem Methodenkoffer man sich abhängig von der Projektumgebung bedient. Dafür werden den Lesern noch einige letzte Tipps als Leitplanken auf den Weg gegeben.
  12. 11. Bonus: Künstliche Intelligenz und Anforderungsmanagement

    Thomas Niebisch, Jens Kawelke
    Zusammenfassung
    Dieses Bonuskapitel gibt einen Überblick über die Geschichte, das Potenzial und die Herausforderungen der KI, insbesondere der generativen KI, die Inhalte in verschiedenen Formaten erzeugen kann. Es werden auch ethische, regulatorische und ökologische Aspekte der KI diskutiert, die für eine vertrauenswürdige und nachhaltige Nutzung der Technologie wichtig sind.
    Anschließend werden verschiedene Anwendungsfälle und Vorteile der KI für das AFM vorgestellt, wie z. B. die Extraktion, Strukturierung, Verlinkung und Qualitätssicherung von Anforderungen. Schließlich werden einige spezifische Prompt Engineering-Techniken erläutert, die es ermöglichen, die Leistung von KI-Modellen zu optimieren und maßgeschneiderte Inhalte zu erzeugen.
  13. Backmatter

Titel
Anforderungsmanagement in sieben Tagen
Verfasst von
Thomas Niebisch
Jens Kawelke
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-68871-7
Print ISBN
978-3-662-68870-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68871-7

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    Bildnachweise
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