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Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch versteht sich als eine anwendungsorientierte Einführung in die Mikroökonomie. Neben der klassischen Methodenvermittlung stehen vor allem die Anwendung dieser Methoden auf die Wirtschaftspolitik im Allgemeinen und die ökonomische Analyse des Rechts (insbesondere Patent-, Urheber-, Wettbewerbs- und Vertragsrecht) im Besonderen im Mittelpunkt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Um gegenwärtigen Problemen – wie der Flüchtlingskrise – adäquat zu begegnen, brauchen wir ganzheitliche Konzepte. Kein konzeptionelles Klein-Klein, eine umfassende Theorie. Interdisziplinarität bzw. interdisziplinäre Forschung und Lehre folgt dieser Motivation. Was können wir von der anderen Disziplin lernen? Wie kann mich das Wissen der anderen Theorie in einer anwendungsorientierten Auseinandersetzung mit meiner Disziplin unterstützen? Die „Ökonomische Analyse des Rechts“ versucht hierzu Licht ins Dunkel der beiden Bereiche Ökonomie und Rechtswissenschaft zu bringen. In der Funktion des Politikers ist es hilfreich zu wissen, wie das gegenwärtige Gesetz ausgestaltet ist. Zu wissen, wie und warum es entstanden ist oder wie es zu reformieren ist, um gegenwärtigen Herausforderungen, wie der Digitalisierung oder dem islamischen Terror zu begegnen, aber eine absolute Notwendigkeit. Die „Ökonomische Analyse des Rechts“ wendet hierzu ökonomische Methoden, wie mikroökonomische und empirische Modelle an, um entsprechende rechtspolitische Fragestellungen zu beantworten. Die Wirkung von Gesetzen bzw. Rechtsnormen und damit die ökonomische Folgebewertung steht dabei im Mittelpunkt.
Marc Scheufen

2. Das ökonomische Effizienzparadigma

Zusammenfassung
Bevor wir uns ausführlich mit den ökonomischen Methoden zur Bewertung von Rechtsnormen sowie wirtschaftspolitischen Maßnahmen beschäftigen können, müssen wir uns den Referenzmaßstab anschauen, mit dem wir beurteilen, ob eine Veränderung (Reform) einen besseren oder schlechteren sozialen Zustand hervorruft. Vor diesem Hintergrund ergeben sich eine Reihe von Fragestellungen, die wir im Laufe dieses Kapitels beantworten werden: Womit beschäftigt sich die Ökonomie? Und was ist demzufolge unter der ökonomischen Analyse (des Rechts) zu verstehen? Was wollen wir durch eine ökonomische Beratung zu rechtspolitischen Fragestellungen erreichen? Wie bewerten wir verschiedene soziale Zustände aus ökonomischer Sicht? Wie sollten wir in unserer Analyse vorgehen, um zu sinnvollen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Neugestaltung oder Reformierung der Rechtsnorm oder Wirtschaftspolitik zu gelangen?
Marc Scheufen

3. Klassische Mikroökonomik

Zusammenfassung
Wie das Pareto-Kriterium verdeutlicht, bedeutet Allokationseffizienz effizientes Handeln auf mehreren Ebenen. Mit anderen Worten: Sämtliche Wirtschaftssubjekte handeln im Sinne des ökonomischen Effizienzgedankens. In diesem Zusammenhang wird erstmals der (vereinfachte) Wirtschaftskreislauf deutlich, in dem Unternehmen und Haushalte eigennutzorientiert und trotzdem zum Wohle der Allgemeinheit handeln. Wie Adam Smith bereits betonte, lenkt der Marktmechanismus – wie eine unsichtbare Hand – das Handeln der Marktakteure in eine sozial wünschenswerte Richtung. Zu Wirtschaftwachstum kommt es, weil Haushalte und Unternehmen über den Markt interagieren.
Marc Scheufen

4. Spieltheorie

Zusammenfassung
Bisher haben wir unsere Entscheidung der Haushalte und Unternehmen immer getrennt voneinander betrachtet. Allerdings wurde im Kontext der Edgeworth-Box bereits deutlich, dass unsere Marktakteure auch miteinander interagieren, und damit miteinander verhandeln. Bei der Edgeworth-Box konnten wir bisher keine konkrete Aussage darüber machen, auf welchen Punkt sich die Haushalte bzw. Unternehmen in unserer Tauschökonomie einigen. Abhängig ist dies unter anderem von der Verhandlungsmacht der einzelnen Parteien. Solche Interaktionen lassen sich schließlich mithilfe der Spieltheorie analysieren. Die Spieltheorie blickt dabei auf eine noch relativ junge Literatur zurück und stammt urspünglich aus der Mathematik. Deshalb kann die Spieltheorie – wie auch die Mikroökonomie – zum Teil sehr mathematisch sein.
Marc Scheufen

5. Soziale Wohlfahrt und Sozialwahltheorie

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wollen wir nun der Frage nachgehen, ob es einen Punkt auf der Nutzenmöglichkeitenkurve gibt, der das gesellschaftliche Maximum der optimalen Allokationen darstellt. Man spricht in diesem Zusammenhang vom sog. Optimum Optimorum. Gibt es also eine Güteraufteilung zwischen Anton und Berta, die ihre gemeinsame bzw. soziale Wohlfahrt optimiert? Hierzu nehmen wir zunächst an, es gäbe so etwas wie ein Optimum Optimorum. Dann wird die Wahl dieses Gesellschaftsoptimums unmittelbar von unseren Werturteilen hinsichtlich der Verteilung der Wohlfahrt auf unsere Gesellschaftsmitglieder abhängen. Wir betrachten in diesem Zusammenhang zwei philosophische Denkschulen (den Utilitarismus und die Gerechtigkeitstheorie nach John Rawls) zur Ableitung einer sog. soziale Wohlfahrtsfunktion. Je nachdem, welches Weltbild (Utilitarismus versus Rawls) wir dabei zugrunde legen, wird die soziale Wohlfahrtsfunktion einen anderen Verlauf bzw. eine andere Form aufweisen und damit ein anderer Punkt auf unserer Nutzenmöglichkeitenkurve das Optimum Optimorum determinieren. n.
Marc Scheufen

6. Marktversagen und Wirtschaftspolitik

Zusammenfassung
Bisher haben wir individuelle und soziale Wohlfahrt relativ getrennt voneinander betrachtet. Bereits in Kap. 3 haben wir gesehen, dass individuelle und soziale Anreize nur dann miteinander einhergehen, wenn eine Reihe von Annahmen erfüllt sind. Als Referenzmaßstab für (Allokations-) Effizienz haben wir das Modell des vollkommenen Wettbewerbs kennengelernt. Der Vergleich von Polypol und Monopol zeigt uns dabei bereits, dass die Verletzung auch nur einer der Annahmen des Modells des vollkommenen Wettbewerbs (Polypol) zu Wohlfahrtsverlusten führt (dead-weight-loss). In diesem Zusammenhang ist die Annahme der „atomistischen Marktstruktur“ verletzt. Marktmacht führt dazu, dass der Marktmechanismus nicht zum sozial wünschenswerten Marktgleichgewicht führt. Man spricht deshalb von Marktversagen. Nun kann jede dieser Annahmen dieses Referenzmodells einen eigenen Marktversagenstatbestand begründen.
Marc Scheufen

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