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23.07.2019 | Anlageberatung | Nachricht | Onlineartikel

Frauen suchen bei Finanzfragen eher den Expertenrat

Autor:
Jan F. Wagner
2 Min. Lesedauer

Wenn um das Thema Finanzen geht, suchen Männer die entsprechenden Infos im Internet, während Frauen lieber den Bankberater fragen. Und von diesem wünschen sich Kunden vor allem eins: eine einfache Sprache.

Im Auftrag der Union Investment befragte das Marktforschungsinstitut Forsa 500 Privatkunden im Alter von 20 bis 59 Jahren. Wie es in der Erhebung heißt, verlassen sich 80 Prozent der Männer in Sachen Finanzinfos auf das Internet. Nur 44 Prozent von ihnen würden einen Bankberater zu Anlagethemen befragen. Bei den Frauen sind dagegen 62 Prozent für eine fachmännische Expertise offen. Immerhin 54 Prozent aller Befragten sehen in der Familie eine wichtige Informationsquelle, wenn es um Finanzfragen geht.

Kunden wünschen einfache Beratungssprache

Fast einig waren sich Männer und Frauen beim Thema Kommunikation mit dem Berater. 66 Prozent der Frauen und 57 Prozent der Männer sagten, der Bankberater sollte eine Sprache mit wenig Fachvokabular verwenden. Das Geschlecht des Beraters spielte dagegen keine Rolle für 95 Prozent der Befragungsteilnehmer. "Offensichtlich ist es sowohl Frauen als auch Männern wichtig, sich Expertise einzuholen und mit Experten zum Thema Geldanlage auszutauschen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Berater männlich oder weiblich ist, sondern, dass die Beratung auf die Bedarfe zugeschnitten ist“, meint Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment.

Auf die Frage, ob ein Berater das passende Finanzprodukt vorgeschlagen hätte, haben 60 Prozent der Männer und Frauen mit "Ja" geantwortet. 65 Prozent der weiblichen und 56 Prozent der männlichen Befragten waren außerdem mit dem vorgeschlagenen Produkt des Beraters zufrieden.

Mehr als die Hälfte der Männer hält das eigene Finanzwissen für gut

Wie die Analyse außerdem ergab, schätzt jeder zweite Mann (54 Prozent) sein Finanzwissen als "gut" oder "sehr gut" ein. Nur jede dritte Frau (31 Prozent) dagegen hielt sich für fit auf diesem Gebiet. Unter allen Teilnehmern meinten 45 Prozent, sie würden sich "gut" oder "sehr gut" damit auskennen. 

Und letztlich: 25 Prozent der Frauen sagt, sie würden das Thema Geldanlage völlig emotionslos betrachten. Unter den Männern sind das nur 13 Prozent. "Die Tatsache, dass Frauen gerne sachlich mit Finanzthemen umgehen, macht deutlich, dass es ihnen wichtig ist, sich sehr bewusst und damit langfristig für eine Geldanlage zu entscheiden", erläutert Guy das Ergebnis.

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