Immobilien sind die Verlierer unter den Anlageklassen
- 13.07.2023
- Anlageberatung
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Finanzmarktexperten bewerten die Aussichten für Immobilienanlagen im Euroraum für die kommenden sechs Monate äußerst negativ. Bei anderen Assetklassen fallen die Prognosen in der Sonderbefragung im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests im Juni positiver aus.
In der Sonderfrage des ZEW-Finanzmarkttests gaben die befragten Finanzanalysten von Banken, Versicherern und großen Industrieunternehmen an, ob einer der sieben wirtschaftlichen oder politischen Faktoren ihre Einschätzung zum Rendite-Risiko-Profil der Anlageklassen gegenüber März 2023 positiv oder negativ verändert hat.
ZEW / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Die Mehrheit (88 Prozent) der vom ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW Mannheim) von Anfang bis Mitte Juni 2023 für den monatlichen Finanzmarkttest befragten 163 Analysten sehen die Entwicklung von Immobilienanlagen in den kommenden Monaten negativ oder sogar stark negativ (29 Prozent). Das Rendite-Risiko-Profil für Aktien bewerten sie hingegen als neutral. Und das von Unternehmens- als auch Staatsanleihen fällt sogar leicht positiv aus. Damit haben sich die Ergebnisse mit Blick auf Aktien und Anleihen im Vergleich zur März-Umfrage verbessert.
Auch Kryptoanlage erhalten schlechte Noten
Ähnlich schlecht wie bei Immobilien fallen auch die Prognosen für Kryptoanlagen aus. Hier sagen 85 Prozent eine negative oder sehr negative Entwicklung voraus. Gegenüber Gold haben die Teilnehmenden eine positive oder sogar sehr positive Einstellung (62 Prozent) und zu Rohstoffen immerhin eine neutrale Haltung (85 Prozent).
Dabei spielen den Studienautoren zufolge unterschiedliche Faktoren für die Anpassung eine Rolle. In Bezug auf die Immobilienmärkte sagen 67 Prozent der Experten, dass sich die Geldpolitik der EZB negativ oder sogar stark negativ (22 Prozent) auf ihre Erwartungen ausgewirkt habe. In geringerem Ausmaß sahen die Befragten auch die wirtschaftliche Entwicklung, die Marktbewertung und den politischen Rahmen als belastende Faktoren an.
Wirtschaftliche Aussichten stark eingetrübt
Insgesamt gab das Panel mit minus 8,5 Punkten eine um 2,2 Zähler bessere Bewertung ab als im Mai. Die Einschätzung der gegenwärtigen konjunkturellen Lage für Deutschland ging dennoch sehr stark zurück, betonen die Studienautoren. Sie sinkt um 21,7 auf aktuell minus 56,5 Punkte. Auch wenn sich die Konjunkturerwartungen leicht verbessert haben, gilt das nicht für den wirtschaftlichen Ausblick. "Vielmehr soll die jetzige, ziemlich schlecht bewertete konjunkturelle Situation bis etwa Jahresende unverändert bestehen bleiben oder sich sogar noch etwas verschlechtern", heißt es in der Untersuchung.