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07.08.2020 | Anlageberatung | Im Fokus | Onlineartikel

Finanzberatung braucht Vertrauen und eigenes Wissen

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
3:30 Min. Lesedauer

Wenn es um die Finanzberatung geht, stehen Familie, Rente und das Einkommen für Verbraucher ganz oben auf der Agenda, zeigt eine aktuelle Umfrage. Wichtig dabei sind das Vertrauen in den Berater und eigenes Know-how zur Vermögensbildung.

Wie die Vermögensberatungsgruppe in einer aktuellen Befragung unter mehr als 100 Plansecur-Beratern herausfand, ist die Absicherung der Familie für fast alle Kunden eine sehr wichtiges (69 Prozent) oder zumindest wichtiges (29 Prozent) Thema bei der Geldanlage. Auf Platz zwei rangiert die Altersvorsorge mit 57 Prozent und für gut die Hälfte (54 Prozent) ist die Absicherung des Einkommens ein essentieller Beratungsbestandteil.

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Verknünpfung von Finanz- und Lebensplanung 

"Natürlich ist jede einzelne Beratung an den individuellen Wünschen des jeweiligen Kunden ausgerichtet. Aber die Statistik liefert doch interessante Einblicke, welche Themen für sehr viele Menschen besonders wichtig sind, wenn es um ihre persönliche Finanzplanung geht", erläutert Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan die Ergebnisse. 

Und diese enge Verknüpfung mit der Lebensplanung habe auch zur Folge, dass den Beratern häufig die Rolle des "Lebenslotsen" zufalle. Davon sind 53 Prozent der befragten Finanzprofis fest überzeugt. Auf jeden Fall sei ein Gespräch über die persönlichen Finanzen Vertrauenssache.

Kunden brauchen Finanzwissen

Und es setzt nach Meinung von Springer-Autorin Claudia Müller vor allem voraus, dass sich Verbraucher immer wieder mit Finanzthemen beschäftigen. "Eine vernünftige Finanzplanung bedeutet, sich detailliert mit den eigenen Lebensplänen auseinander zu setzen. Der Zeitraum, wann die jeweiligen Pläne umgesetzt (und finanziert) werden sollen, bestimmt maßgeblich, welche Investitionsmöglichkeiten bestehen", schreibt Müller im Buch "Finanzen – Freiheit – Vorsorge". 

Auf den Seiten 83 ff. stellt sie die verschiedenen Anlageklassen vor, die der Absicherung, dem Vermögensaufbau und der Altersvorsorge dienen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Versicherungspolicen ebenso wie Tages- oder Festgeldkonten, Anleihen und Rentenfonds, Immobilen und Aktien. Zudem erläutert sie die zu ihnen passenden Zeithorizonte, die dabei helfen, die eigenen finanziellen Ziele zu konkretisieren.

Müller geht dabei unter anderem auf das sogenannte "magische Dreieck" der Geldanlage aus Rendite, Sicherheit und Liquidität anhand praktischer Rechenbeispiele ein.

Dabei ist wichtig, zu erklären, dass Investieren und Spekulieren zwei grundlegend unterschiedliche Herangehensweisen sind. Investieren bedeutet, an der zugrundeliegenden Wertsteigerung eines Werts (wie beispielsweise dem steigenden Umsatz eines Unternehmens) teilzuhaben. Spekulieren bedeutet, auf den positiven Ausgang zu wetten, ohne dass es dafür klare Indizien gibt. Im Prinzip ist das nichts anderes als auf den Ausgang eines Münzwurfs zu wetten, oder auch auf den Ausgang einer Runde Roulette: Sie können zwar eine Zeitlang Glück haben, aber am Ende gewinnt die Bank", betont sie auf Seite 84.

Investmentfonds als langfristige Geldanlage

Warum speziell Investmentfonds für die langfristige Geldanlage vorteilhaft sind, machen die Springer-Autoren Philipp Karl Maximilian Lindmayer und Hans-Ulrich Dietz anhand von fünf Kriterien fest:

  1. Diversifikation: Investmentfonds ermöglichen eine Risikostreuung in einfacher Form 
  2. Organisatorische und rechtliche Sicherheit für Anleger 
  3. Begrenzung der Risiken im Investmentvermögen 
  4. Flexibilität bei der Anlage in Investmentfonds 
  5. Anlegerschutz: Verkaufsprospekt und wesentliche Anlegerinformationen

Im Buchkapitel "Vermögensaufbau mit Investmentfonds" führen sie die wichtigsten Kategorien auf. Hierzu gehören

  • Ausschüttende und thesaurierende Fonds: Hinsichtlich der Ertragsverwendung werden ausschüttende Fonds mit (meist) jährlicher Ertragsausschüttung und Wachstumsfonds mit Zurechnung und Wiederanlage des jeweiligen Ertrags zum Fondsvermögen (thesaurierende, auch akkumulierende Fonds genannt) unterschieden. 
  • Aktienfonds: Aktienfonds sind offene Investmentfonds, die das eingelegte Kapital des Anlegers zu mindestens 51 Prozent in Aktien investieren. Die wichtigsten Anlageklassen sind Aktienfonds mit geografischen Schwerpunkten wie Deutschland, Europa, weltweit und Schwellenländer oder Aktien bestimmter Branchen oder weitere Anlagestrategien. 
  • Rentenfonds: Rentenfonds sind offene Investmentfonds, die ihre Mittel zu mindestens 51 Prozent in Anleihen ("Renten"), besonders mit den Schwerpunkten in der Währung Euro und in Anleihen von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, weltweit, in Schwellenländer und in Industrieunternehmen investieren. 
  • Zielvorgabefonds/Laufzeitfonds: Bei Zielvorgabefonds, meist in Form von Laufzeitfonds, wird ein bestimmtes Ziel, beispielsweise ein bestimmter Fälligkeitszeitpunkt, vorgegeben.


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