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18.02.2019 | Anlageberatung | Infografik | Onlineartikel

Anleger suchen vor allem im Netz nach Informationen

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Vor dem Kauf eines Finanzproduktes informieren sich Anleger am liebsten im Internet. Wesentlich weniger suchen das persönliche Gespräch in der Finanzberatung, fand der DDV in einer Online-Umfrage heraus. 

Bei der Vielfalt der angebotenen Anlageprodukte und der möglichen Branchen, die eine Investition lohnen, haben Investoren die Qual der Wahl. Schwimmen sie lieber mit den Megatrends oder suchen sie nach profitablen Nischen. In jedem Fall finden die meisten die für ihre Entscheidung nötigen Informationen auf einschlägigen Portalen im Internet. Das fand der Deutsche Derivate Verband (DDV) in eine aktuellen Online-Umfrage im Februar heraus. Gemeinsam mit mehreren Finanzportalen wurden knapp 2.100 Nutzer befragt. 

Die Beratung durch einen Fachmann steht nur noch bei sieben Prozent der Teilenehmer im Vordergrund, wenn sie auf der Suche nach dem passenden Finanzprodukt sind. "Dennoch bleibt festzustellen, dass sowohl Printmedien als auch das persönliche Gespräch unerlässlich bleiben. Die Geldanlage ist ein komplexes Thema", betont DDV-Geschäftsführer Lars Brandau. 

Beratung muss bedarfsgerecht und ganzheitlich sein 

Und gerade aufgrund der vielen Einflüsse, die von anhaltenden Niedrigzinsen über die Digitalisierung bis hin zum demographischen Wandel reichen, steht die Anlageberatung der Finanzhäuser vor enormen Herausforderungen, meint Hans Nickel im Buchkapitel "Perspektiven und Trends in der Anlageberatung". Er schreibt auf Seite 155: "In diesem anspruchsvollen Umfeld müssen die Kreditinstitute und vor allem die in der Anlageberatung tätigen Mitarbeiter aber auch auf die Trends von morgen schauen, um zukunftsfähig zu sein." Springer-Autor Nickel glaubt: 

Aufgrund der veränderten Bedürfnisse und vor allem der gestiegenen Ansprüche der vermögenden Privatkunden wird ein Anlageberater im intensiven Wettbewerb nur bestehen können, wenn er seinen Kunden eine bedarfsgerechte, kontinuierliche und insbesondere themenübergreifende ganzheitliche Anlageberatung anbietet."

Anlageberatung zur Marke machen

Die Anlageberatung ist nach Meinung Nickels im Wettbewerb nur dann erfolgreich, wenn sich die Wertschöpfungskette durch eine erstklassige Professionalität auszeichnet. "Anlageberater werden zum entscheidenden Differenzierungsfaktor und ihre beispielsweise durch Zertifkate unterlegte Sachkunde zum Wettbewerbsfaktor", meint er auf Seite 156. Die Anlageberatung müsse sich zu einer "Marke" entwickeln. In diesem Zusammenhang spiele die Aus- und vor allem Weiterbildung eine wichtige Rolle.

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