Skip to main content
main-content

14.11.2017 | Anlagenbau | Nachricht | Onlineartikel

Niederflur-Spritzgießaggregat für den hybriden Leichtbau

Autor:
Andreas Burkert

Für das wirtschaftliche Fertigen lokal endlosfaserverstärkter Spritzgießbauteile nutzt das Fraunhofer ICT ein neuartiges Niederflur-Spritzgießaggregat. Dies wurde zusammen mit Arburg entwickelt.

Zur Herstellung und Erforschung moderner, funktionsintegrierter Hybrid-Bauteile nutzt das Fraunhofer ICT jetzt eine neue Anlagentechnik. Das zusammen mit dem Industriepartner Arburg entwickelte Niederflur-Spritzgießaggregat kann als modulare Einheit an vertikalen Schließeinheiten eingesetzt werden. "Durch Integration in die vorhandene, parallelitätsgeregelte 3600-Tonnen-Presse des Instituts können nun bisher nicht fertigbare Bauteildimensionen und -komplexitäten realisiert werden“, teilt das ICT mit.

Für die beiden Projektleiter am Fraunhofer ICT, Tobias Joppich und Sascha Kilian, besteht der Vorteil der Anlage vor allem in "den erweiterten Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Fertigung lokal endlosfaserverstärkter Spritzgießbauteile sowie funktionsintegrierter, flächiger Bauteile aus Tape oder Organoblech“. Das sogenannte Bolt-On-System wird dabei mithilfe einer zentrischen Säulenanbindung direkt mit dem Werkzeug gekoppelt und erlaubt dadurch eine außerordentlich flexible Anbindung an verschiedene vertikale Schließeinheiten. 

Anlagenlayout lässt sich schnell an geänderte Anforderungen anpassen

Dem ICT zufolge ist eines der charakteristischsten Merkmale des Niederflur-Aggregates die Trennbarkeit der Spritzgießeinheit von der hydraulischen und elektrischen Versorgungseinheit. Damit kann sowohl der Einsatzort wie auch das Anlagenlayout schnell an geänderte Anforderungen angepasst werden. Zusätzlich ist es denkbar, verschiedene Aggregate mit einer Versorgungseinheit zu verwenden. Ebenfalls integriert ist das FDC-Verfahren (Faser-Direkt-Compoundieren) von Arburg.

Hierbei werden Faserrovings am vorderen Teil des Spritzaggregats geschnitten und direkt der Thermoplastschmelze zugeführt, um so langfaserverstärkte Bauteile wirtschaftlicher herstellen zu können. Das neue Aggregat ist Unternehmensangaben zufolge die weltweit größte FDC-Einheit des Maschinenherstellers.

Das Niederfluraggregat wurde im Rahmen des öffentlich geförderten Verbundvorhabens BMBF-MoPaHyb entwickelt. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines modularen Anlagenkonzepts zur flexiblen Herstellung von strukturellen Hybridbauteilen. Im Fokus steht dabei die Möglichkeit einer schnellen Anpassung des Anlagenlayouts und der Fertigungslinie. Der entwickelte Ansatz soll eine wirtschaftliche Fertigung bei kleinen Losgrößen und gleichzeitiger Bauteilderivatisierung ermöglichen.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

in-adhesivesMKVSNeuer Inhalt

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Industrie 4.0 und die Möglichkeiten des Digitalen Zwillings

Die Welt der industriellen Automatisierung erlebt gerade einen bedeutenden Umbruch – hin zur Industrie 4.0. Der Ansatz, Dinge zu bauen und danach irgendwie hinzubiegen, hat viel zu lange die Entwicklung neuer Projekte bestimmt. Stattdessen brauchen die Hersteller einen systemorientierten Ansatz, der sich bereits in Entwicklungsprozessen multidisziplinärer Systeme bewährt hat. Jetzt gratis downloaden!

Marktübersichten

Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen.