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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

An den Leser

An den Leser

Das tägliche Bombardement mit Informationen, die inzwischen meist völlig ungefiltert durch eine News-süchtige Presse auf uns einprasseln, erweckt den Eindruck, als bewegten sich die Dinge in Windeseile, als verändere sich die Welt im Sekundentakt. Der Anleger bekommt das Gefühl, er müsse sich eine Brille mit TV-Schirm zulegen, nur damit er nicht den nächsten „Weltuntergang“ verpasst.

Ralf Vielhaber

Thesen, Trends et Portfolio

Frontmatter

Thesen und Trends 2004

Was Sie an den Märkten Erwartet

Wir rechnen mit einem in USA deutlich anziehenden Wachstum, dem Europa und Japan folgen, sowie einer Belebung der Binnenwirtschaft in Europa. Nach wie vor existieren jedoch Crash-Risiken.

Ralf Vielhaber

Perspektiven et Strategie

Frontmatter

Wendepunkte

Der Zukunft in die Augen Schauen

Das kommende Anlagejahr steht im Zeichen einer ungewöhnlichen Häufung von Wendepunkten: gerade erfolgten und noch bevorstehenden, augenfälligen und verborgenen, solchen mit kurz- und solchen mit langfristiger Wirkung. Manche, etwa in der Politik, sind eher Wendeprozesse, nehmen wir nur die deutsche Fiskal-, Sozial-, und Arbeitsmarktpolitik. Andere, darunter die Wende an den Zinsmärkten, ist abrupt erfolgt, entfaltet aber erst langsam ihre Wirkung.

Ralf Vielhaber

Paradigmenwechsel

Die Finanzmärkte Ordnen Sich Um

Vor einigen Jahren wurde in Hollywood ein Film mit einer damals sehr originellen Geschichte zum Überraschungserfolg. Der Name des Films: „Zurück in die Zukunft“. Dieses etwas paradox anmutende Motto hat nicht nur Kinogeschichte geschrieben, sondern enthält auch für Kapitalanleger eine klare Botschaft. Um einen besseren Blick in die Zukunft werfen zu können, sollte man sich zuvor mit der Vergangenheit beschäftigen.

Heinz Werner Rapp

Einmal Durchatmen

Die Weltwirtschaft Gönnt Sich Eine Krisen-Pause

Nach drei schweren Jahren für die Weltwirtschaft: Es geht wieder aufwärts. Das zeichnet sich — noch zaghaft zwar — in der 2. Jahreshälfte 2003 ab.

Ralf Vielhaber

Alles Timing?

Das 2. US-Quartal 2004 Wird Entscheidend

Die Perspektive der US-Wirtschaft wird 2004 maßgeblich von einem politischen Ereignis bestimmt: der Präsidentschaftswahl am 2. November. Das Rennen um das Amt des mächtigsten Mannes der Welt — oder vielleicht erstmals einer Frau? — hat schon begonnen. Auf Fundraising-Parties sind Präsident George W. Bush jun. und seine potenziellen demokratischen Gegenspieler dabei, Millionen von Dollar einzusammeln, um den heißen Wahlkampf, der im kommenden Frühjahr anlaufen wird, bestreiten zu können.

Ralf Vielhaber

Holzweg

Japan auf dem Weg zur Staatswirtschaft

Nicht wirklich. In unseren Sprachgebrauch hat sich in jüngster Zeit ein Begriff eingeschlichen, der für Sprachästheten eher ein Ärgernis ist, dessen Auftauchen in unserem virtuellen Zeitalter aber wohl unvermeidbar war. „Nicht wirklich“ hat das alte „scheinbar“ abgelöst: Geht es dir gut? Nicht wirklich. Will sagen, es geht mir ziemlich dreckig; aber in dieser Offenheit und Härte mag ich das nicht aussprechen. „Nicht wirklich“ ist die moderne Art, die Wirklichkeit zu verschleiern.

Barbara Odrich, Ralf Vielhaber

Stunde der Wahrheit

Amerikanische Geldpolitik in Euroland

Papier ist geduldig, Menschen sind es meist nicht. Jene, die damals aus Überzeugung oder Opportunismus den Maastrichter Vertrag als das feste Fundament für einen stabilen Euro bezeichneten, übersahen (bewusst) dreierlei: 1.Über die Rolle der Geldpolitik in Europa bestanden und bestehen noch heute fundamentale Auffassungsunterschiede. Manche Länder sahen und sehen in der Geldpolitik ein legitimes Instrument zur Bekämpfung von Wachstumsschwäche und Arbeitslosigkeit. Sie nahmen wieder und wieder Anstoß an der stabilitätsorientierten Haltung der Deutschen Bundesbank.2.Auch die deutsche Politik versuchte immer wieder Einfluss auf die zinspolitischen Entscheidungen der Bundesbank zu nehmen, um sich das Regieren zu erleichtern.3.In Deutschland gab es zu DM-Zeiten eine sehr aufmerksame, stabilitätsorientierte Öffentlichkeit. In Europa gibt es die nicht.

Werner Steuer

Mitläufer

Europas Weg, Zugpferd zu Werden, ist Weit

Im Herbst 2003 ist in Europa die Lage schlechter als die Stim mung. Die Europäer hoffen, die Stagnation des ersten Halb jahres — gerade 0,4% Wachstum, mehr schaffte die EU nicht — hinter sich zu lassen. Ob Holland (−0,5%), Italien (−0,1%), Deutschland (−0,1%) oder Frankreich (Nullwachstum), aber auch die lange Jahre mit hohen Wachstumsraten glänzenden Spanier oder Iren — überall schwächt sich das Wachstum deutlich ab. Besonders der private Verbrauch und die Unternehmensinvestitionen lassen nach. Zudem leiden die sonst so starken Ausfuhren seit der Abschwächung des Dollar und tragen nicht wie gewohnt zum Wirtschaftswachstum bei.

Ralf Vielhaber

Volle Ersatzbank

Nur Wenige Branchen Sind Fit

Großer Optimismus kommt nicht auf, wenn deutsche Unternehmen ihre Erwartungen für das Jahr 2004 beziffern. Zu oft wurden in den vergangenen Jahren Hoffnungen enttäuscht, und zu selten tat die Politik das, was von ihr erwartet wird: die notwendigen strukturellen Reformen umzusetzen.

Fuchs-Redaktion

Zwei Kühe

Eine Typenlehre

Politik- und wirtschaftswissenschaftliche Typenlehre:

Ralf Vielhaber

Märkte et Chancen

Frontmatter

Divide Et Impera

Richtige Aktienmischung Wichtiger Denn Je

Egal, ob Anleger risikofreudig, zurückhaltend oder betont nüchtern sind: Das Ziel ist immer, ein ausgewogenes Depot zusammenzustellen. 2004 wird diese Verhaltensweise von besonders großer Bedeutung für den Anlageerfolg sein. Denn wie bereits gezeigt, sehen wir zahlreiche Risiken. Mit der Folge einer großen Unsicherheit über die weitere konjunkturelle und strukturelle Entwicklung und hoher Kursschwankungen. Zwar gibt es über die Wirkung der zahlreichen positiven Stimulanzien (lockere Geldpolitik, niedrige Zinsen, steigende staatliche Ausgaben für Rüstung und Sicherheit) auf die Konjunktur wenig Zweifel.

Rüdiger Rentsch

Gut Aufgestellt

Die Besten Fonds für 2004

Flexibel anlegen ist Trumpf im Jahr 2004. Unter dieser Prämisse ist ein Musterdepot optimal aufgestellt, wenn hinter einen relativ großen Anteil auf Ertrag zielender Anlagen ein zur Sicherheit gedachter „Prellbock“ gestellt wird. Das Prinzip ist der traditionellen Vorgehensweise einer Bank entlehnt, die ihre Vermögensbestände absichert: Hat sie z.B. einen hohen Bestand einer bestimmten Aktie, sichert sie diesen ab, indem sie eine kleine Zahl Verkaufsoptionen (Puts) auf diese Aktie erwirbt. Dann profitiert sie auf lange Sicht von steigenden Aktienkursen — und lässt gegebenenfalls die Puts wertlos verfallen. Bricht der Aktienkurs aus (unvorhersehbaren) Gründen ein, sichern die Optionen das Vermögen nach unten ab. Die mit Aktien eingefahrenen Verluste werden dann von Optionsgewinnen aufgefangen.

Barbara Sternberger-Frey

Im Trüben Fischen

Chancen und Risiken Beim Rendite-Fang

Seit die Unsicherheit über einen Irak-Krieg und seinen Aus gang zum Alltag geworden und damit verflogen ist, haben Zinspapiere den Rückwärtsgang eingelegt. Die Kurse sind deutlich gesunken, die Renditen wieder von ihrem Rekordtiefstand in die Höhe gestiegen.

Stefan Ziermann

Die Qual der Wahl

Strukturierte Produkte für Depots mit Struktur

Strukturierte Produkte wie Diskontzertifikate, Reverse Convertibles oder Kapitalschutzprodukte sind interessante Alternativen zu herkömmlichen Anlagen wie Obligationen oder Aktien. Der Erfolg, den sie in den vergangenen Jahren im deutschen und im schweizerischen Markt verzeichnen konnten, ist ein deutliches Indiz dafür: In Deutschland und der Schweiz wurde in den letzten Jahren — trotz widrigen Börsenumfelds — ein kontinuierlicher Umsatzanstieg verzeichnet. In beiden Ländern haben sich strukturierte Produkte von Nischenprodukten (die allein für institutionelle Anleger konzipiert waren) zu ernsthaften Alternativen für den Einsatz in der privaten und institutionellen Vermögensverwaltung gemausert.

Hanspeter Wohlwend

Chancen im Rest der Welt

Absicherung Durch Unabhängigkeit

Die Performance der Emerging Market-Anleihen markierte in der ersten Jahreshälfte 2003 einen neuen Höhepunkt. Gemessen am Emerging Markets-Anleiheindex EMBI+betrug die Performance 19,5%. Zugleich haben kräftige Kursgewinne an den Börsen Lateinamerikas die Aufmerksamkeit internationaler Anleger auf die Emerging Market-Aktienmärkte gelenkt. Dieser Trend wird sich in 2004 fortsetzen. Die folgenden Trends bestimmen das Jahr 2004: Emerging Markets-Anleihen etablieren sich als eigenständige Vermögensklasse zur Diversifizierung.In den Emerging Markets wird risikobewusster diversifiziert, um längerfristig investiert zu bleiben.Wirtschaftliche Dynamik und international anhaltend niedrige Zinsen stärken die Attraktivität der Emerging Markets.

Oliver Stönner-Venkatarama

Reich wie ein Maharadscha?

Private Investments in Indien

Dem erfahrenen und risikobewussten Anleger eröffnet sich in Indien eine nahezu „ungemähte Wiese“. Das makroökonomische Umfeld ist vielversprechend und das Augenmerk liegt noch nicht auf dem Anlageland Indien. Dabei ist Indien mit einem durchschnittlichen Preis-Gewinn-Verhältnis von 13 eine sehr interessante Variante für das Wertpapier-Portefeuille.

Claudia Ossola-Haring

Investieren in China

Chancen und Risiken

Die Volksrepublik China ist mittlerweile Asiens Wachstums markt Nummer eins. In den zurückliegenden zwei Dekaden hat sich China mit seinem riesigen Verbrauchermarkt zu einem der interessantesten und strategisch bedeutendsten Märkte für internationale Investoren entwickelt. Doch das Land befindet sich in einer Phase schneller Entwicklungen. Der Reformprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Viele Unternehmen haben feststellen müssen, dass auch im Reich der Mitte das Geld nicht auf der Straße liegt. Und auch für Anleger ist der Markt zwar schillernd, aber mitnichten risikolos. Denn Chinas Wachstum hängt nicht nur vom Export, sondern auch stark von der innenpolitischen Entwicklung des Landes ab. Und hier schlummern erhebliche Gefahren.

Barbara Odrich

Weniger Arbeit

Emerging Market-Derivate als Alternative

Mit Emerging-Markets-Anleihen konnten Anleger seit 1990 deutlich mehr Rendite erzielen als mit Bundesanleihen oder europäischen Aktien. So erwirtschaftete der EMBIGD — ein breit gefasster Index von Emerging-Markets (Emma-)Anleihen — zwischen 31. Dezember 1990 und 31. Juli 2003 jährlich 14,5%. Die Renditen von Bundesanleihen und Aktien betrugen dagegen „nur“ 8,3% bzw. 8,9%. Einer der Gründe für die Renditestärke der Emma-Anleihen liegt darin, dass viele Investoren im Blick auf das allgemeine Risiko dieser Anleihen Zurückhaltung üben. Denn in der Vergangenheit bescherten zahlreiche Krisen den Emerging Markets negative Schlagzeilen, was Anleger — private wie institutionelle — verständlicherweise nervös machte.

Jonathan Bayliss, Michele Maffei

Edelmetalle

Der Neue Megatrend der Geldanlage?

Das Szenario von Keynes wurde in den 90iger Jahren erstmals in Japan Realität. Mitte 2002 wurde die Deflation durch die mächtigste Zentralbank der Welt, die Federal Reserve, als Thema wieder salonfähig gemacht. Selbst unter Währungshütern mehren sich die Stimmen, man müsse die Notenpresse anwerfen und den Geldwert der Papierwährungen verwässern, um einer Deflationsspirale nach japanischem Muster vorzubeugen.

Markus Mezger

Standorte

Über Regionale Immobilienmärkte in Deutschland

Immobilien sind nicht die Schrittmacher einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung, sondern auf Gedeih und Verderb den regionalen Marktbedingungen ausgeliefert. Wächst die Wirtschaftleistung einer Region, dann steigt die Nachfrage nach Büroflächen und üblicherweise ziehen Mieten und Kaufpreise an. Das Angebot reagiert darauf — manchmal schneller, manchmal langsamer, manchmal zu schwach und manchmal zu stark, aber in jedem Falle steht die Nachfrage im Vordergrund. Auf dem Wohnungsmarkt wirken zwar darüber hinaus weitere fundamentale Trends (s. u.). Aber in besonders dynamischen Regionen reicht die aus der Wirtschaftsstärke resultierende Zuwanderung auch alleine, um Wohnungsknappheit hervorrufen zu können. Die praktische Frage lautet zwar, welche regionalen Märkte sind für Investoren attraktiv oder welche Märkte versprechen eine nur geringere Rentabilität. Mit dem Begriff Regionen beziehen wir uns stets auf Großregion, meist der Kernstadt und ein weit abgegrenztes Pendler-Umland. Beantwortet werden kann diese Frage aber erst, nachdem eine Antwort auf die Vorfragen gefunden wurde: Welche Regionen entwickeln sich dynamisch? Und tun sie das nachhaltig?

Ulrich Pfeiffer

Zum Umgang mit Geld

Frontmatter

Zu Beginn

10 Fragen an die Bank

Natürlich: Auch die Beziehung zur Bank ist mehr als eine reine Geschäftsbeziehung. Die Chemie muss stimmen, damit man sich dauerhaft versteht. Doch in erster Linie ist es ein verstandesmäßiges Verhältnis. Drum prüfe, wer sich länger bindet. Ein Kunde sollte, wenn er zum ersten Mal ein Geldhaus seiner Wahl betritt, immer folgende 10 Fragen parat haben: 1.Wie viele Kunden betreut ein Berater durchschnittlich und über welche Berufserfahrung und Qualifikationen müssen Berater verfügen?2.Auf welche Bereiche erstreckt sich die Beratung und inwieweit sind auch komplexe Vermögensstrukturen darstellbar?3.Wie ist der Beratungsansatz der Bank organisiert und strukturiert?4.Wie stellt die Bank sicher, dass die tatsächlichen Bedürfnisse des Kunden erfasst werden und auch im Interesse des Kunden bewertet werden?5.Wie gewährleistet die Bank eine neutrale oder am Interesse des Kunden ausgerichtete Beratung?6.Wie diszipliniert erfolgt der Anlageprozess und auf welcher Basis gehen die Kernkompetenzen des Asset Management in die individuellen Bedürfnisse der Mandate ein?7.Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis der Bank einzuschätzen?8.Wie sichert die Bank dem Kunden den Zugang zu den bestmöglichen Produkten am Markt?9.Wie wird die Kontinuität in der Betreuung sowie Diskretion im Umgang mit Kundendaten sichergestellt?10.Welche strategische Ausrichtung und Positionierung verfolgt die Bank im deutschen Markt und wie unterscheidet sie sich von ihren Mitbewerbern?

Roland Schubert

Umgang mit Risiko

Investieren in Unruhigen (Börsen-)Zeiten

Dreh- und Angelpunkt in jedem Portfolio wird in Zukunft die Steuerung des Risikos sein. Angesichts der Entwicklung der Kapitalmärkte in den letzten Jahren haben sich Risikofähigkeit und Risikowille vieler Anleger drastisch verändert. Gleich geblieben sind dagegen die traditionellen Rendite/RisikoBilder der Kunden: Obligationen werden als risikoarm, Aktien und alternative Anlagen als risikoreich eingestuft. Zudem wird das Risiko nur zum Zeitpunkt des Kaufs geprüft, später meist nicht mehr.

Reiner Schrupkowski

Mit dem Trend

Behavioral Finance am Aktienmarkt

An der Börse gibt es ausgeprägte Kalenderanomalien: Fast jedes Jahr verhalten sich die Anleger in einem bestimmten Monat in einer Art und Weise, die rational nicht zu erklären ist. Ein derartiger Monat ist der September. Eine Studie der Wharton School of Economics für die Periode von 1890 bis 1997 belegt den Sachverhalt recht eindrücklich: Ein am ersten Handelstag im Jahre 1890 investierter Dollar im Dow Jones Industrial Average, der bis zum 31. Dezember 1997 gehalten worden wäre, hätte 179,74 Dollar gelöst. Ein Investment dieser Art bis jeweils zum letzten Handelstag im August und ein Wiedereinstieg am ersten Handelstag im Oktober wären per 31. Dezember 1997 681,92 Dollar wert gewesen. Wer einen Dollar am ersten Handelstag im September im Dow Jones Industrial Average investiert und am letzten Handelstag im September verkauft hätte, fände am 31. Dezember 1997 nur noch 26 Cents vor!

Alfons Cortés

Dritter Hebel

Auf den Wechselkurs Spekulieren

Der größte Markt der Welt hat rund um die Uhr geöffnet. Gehandelt wird von Sonnenaufgang in Sydney bis Sonnenuntergang in New York — also 24 Stunden am Tag, außer an den Wochenenden. Knapp 1.500 Mrd. US-$ rasen dabei täglich von Hand zu Hand um den Globus.

Wolfgang Stobbe

Maßanzug Statt Konfektion

Zur Optimalen Anlage die Passende Entnahme

Bequem, flexibel und dennoch ertragreich — so sollte ein optimaler Fonds-Entnahmeplan für Ruheständler aussehen. Denn wer ein Fondsdepot bereits besitzt, kann sich aus dem angesparten Vermögen im Alter eine stattliche Zusatzrente finanzieren. Das geht relativ einfach: Anleger eröffnen ein Konto bei einer Investmentgesellschaft, wählen einen oder mehrere Fonds aus, überweisen ihr Kapital und teilen der Gesellschaft mit, welchen Betrag sie monatlich erhalten wollen. Danach läuft alles automatisch. Selbst größere Vermögen lassen sich auf diese Weise bequem „verrenten“. Und wer sein Vorsorgevermögen ohnehin über Jahre hinweg in einem Fondssparplan angespart hat, kann diesen nahtlos in einen Entnahmeplan umwandeln.

Barbara Sternberger-Frey

Rente auf Pump

Vorsorge mit Kreditfinanzierten Versicherungen

Auf dem deutschen Markt werden verschiedene Modelle von kreditfinanzierten Altersvorsorgeprodukten angeboten. Sie nennen sich „Kombi-Rente“, „Europlan“, „Sicherheits-Kompaktrente“, „Konzeptrente“ oder auch „System-Rente“. Jeder Anbieter unterscheidet sich im Detail von seinem Wettbewerber. Dennoch haben alle Angebote eines gemeinsam (siehe Abbildung): Es wird heute ein großer Geldbetrag in eine „Rentenversicherung“ eingezahlt. Der Begriff „Rentenversicherung“ stimmt nur teilweise, da einige Anbieter auch Lebensversicherung oder Investmentfonds verwenden. Daher wird im Text alternativ der Begriff „Rentenbaustein“ verwendet. Die Besonderheit des „Rentenbausteins“: Der Großteil der Einzahlung in die Versicherung erfolgt aber nicht aus Eigenkapital, sondern mittels Bankkredit.

Jörg Richter

Guter Rat?

Rating Geschlossener Immobilienfonds im Überblick

Die Immobilienanlage erlebt eine Renaissance. Angesichts der Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten im zurückliegenden Jahr sind die Anleger vermehrt ins Betongold abgewandert, meist in Form offener, aber auch geschlossener Immobilienfonds. Damit wächst das Bedürfnis nach objektivierbaren Informationen über die Immobilienanlage-nicht zuletzt in Fonds. Der (umstrittene) Lösungsansatz: Rating.

Manuel Fernandes-Stacke

Vergeben und Vergessen?

Steueramnestie mit Haken und Ösen

Welcher Finanzminister hätte sie nicht gern, die riesigen Auslandsvermögen der Deutschen. Genaue Zahlen gibt es nicht, das liegt in der diskreten Natur der Sache, aber eine hohe dreistellige Milliardensumme in € ist mit Sicherheit nicht zu hoch gegriffen. Seit Jahren versuchen deshalb Finanzminister Eichel und seine Vorgänger, insbesondere der in der Schweiz vermuteten, oftmals unversteuerten, Gelder deutscher Anleger habhaft zu werden. Doch bei Politikern und Bankern unserer südlichen Nachbarn bissen sie bisher auf Granit. Die Schweizer, wohl wissend, dass absolute Diskretion zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren des Finanzplatzes Schweiz gehört, zeigten sich bisher gegenüber Drohungen sowie Schalmeienklängen deutscher und anderer Finanzminister taub. Das schweizerische Bankgeheimnis stehe nicht zur Disposition, ließ man den benachbarten Staaten kühl ausrichten.

Sigurd Fleischer

Alte Ziele, Neue Wege

Die Künftige EU-Zinsbesteuerung und Ihre Lücken

Der Europäische Rat hat mit seiner Richtlinie vom 3. Juni 2003 die Details zur neuen EU-weiten Regelung der Besteuerung von Zinserträgen verabschiedet.

Wolfgang Schweißgut

Vermögen Mit Verantwortung

Stiftungen: Philanthropisches Engagement Heute

Seit Jahrtausenden fühlen sich Menschen für die Gesellschaft verantwortlich und setzen ihr Vermögen für altruistische Zwecke ein. Besonders Stiftungen haben sich darin bewährt, Gutes zu tun. In dem Maße, in dem sich der Staat aus seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen zurückzieht, umso mehr ist das Engagement Einzelner gefordert, werden sich gerade die Leistungsträger unserer Gesellschaft zusehends ihrer Verantwortung für die Allgemeinheit bewusst.

Cordula Haase

Unter den Hammer

Mehr Geld für Omas Schätzchen

Spätestens seit Bundesfinanzminister Hans Eichel auch bei kleineren Erbstücken noch Steuern herausschlagen will, ist Vorsicht beim Verkauf von Omas Kaffeeservice in Deutschland geboten: Denn wer mehr als zwei Stücke an den Mann oder die Frau bringen will, gilt für Eichels Finanzbeamte schnell als Händler und gibt Anlass zum Abkassieren von Einkommen- und Gewerbesteuer. Wenn es sich nicht gerade um Meter hohe Barockschränke handelt, empfiehlt sich deshalb der Weg nach Großbritannien. Dort gibt es mit und neben den weltberühmten großen Auktionshäusern wie Christie’s und Sotheby’s eine lange Tradition und eine besondere Kultur im Handel mit Antiquitäten, Kunst und Kitsch.

Peter Odrich

Backmatter

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