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Über dieses Buch

Hendrik Lager untersucht, wie Produktionsunternehmen im Kontext der Debatte um Digitalisierung und Industrie 4.0 Umfelddynamik bewältigen. Am Beispiel der Lichtindustrie und des Maschinenbaus beleuchtet er, welche Rolle digitale Technologien sowie arbeitsorganisatorische und personelle Elemente bei der Generierung von Anpassungsfähigkeit spielen. Dabei werden Kompetenzbedarfe sowie Potentiale einer empowernden und innovativen Arbeitsorganisation zur Steigerung der Anpassungsfähigkeit von Fabriken analysiert. Die empirischen Erkenntnisse liefern einen wichtigen präzisierenden Beitrag zur Mikrofundierung des Dynamic-Capabilities-Konzepts.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Dynamisierung und Intensivierung von Markt- und Umfeldveränderungen führen zu kürzeren und unsicheren Planungshorizonten in Fabriken und zwingen Unternehmen immer häufiger, ihre Fabriksysteme kontinuierlich, reaktionsschnell und effizient anzupassen (Westkämper/Zahn 2009; Kreimeier et al. 2013; Spath et al. 2013; Bauernhansl 2014; Delbrügger et al. 2017). Zu nennen sind hier beispielsweise Entwicklungen wie Globalisierung, eine verschärfte Wettbewerbssituation, Innovationsdruck, kundenspezifische Anforderungen, demographische Entwicklungen oder auch technologischer Wandel, z. B. in Form der Digitalisierung. Entsprechend hoch – und künftig noch weiter ansteigend – sind die permanenten Anforderungen an den Umgang mit Komplexität und Unwägbarkeiten sowie an die Anpassungsfähigkeit von Produktionsunternehmen.
Hendrik Lager

Kapitel 2. Aktuelle Debatte: Anpassungsfähigkeit und digitale Technologien

Zusammenfassung
Ziel des Kapitels ist es, die aktuelle Debatte um Anpassungsfähigkeit und Digitalisierung nachzuzeichnen. Dabei werden zentrale Begriffe, Elemente und Mechanismen der Digitalisierung und Industrie 4.0 aufgezeigt. Näher beleuchtet werden zudem deren Potentiale für die Steigerung der Anpassungsfähigkeit von Fabriken wie auch von Beschäftigten.
Hendrik Lager

Kapitel 3. Organisationale Anpassungsfähigkeit: theoretische Zugänge

Zusammenfassung
Aus den vorherigen Ausführungen wurde deutlich, dass neue digitale Technologien zwar durchaus Potentiale zur Steigerung der Anpassungsfähigkeit von Fabriken beinhalten. Ein Blick auf den Stand der Forschung offenbart aber, dass das Thema der Umfelddynamik und -komplexität und damit verbunden auch das Thema der Anpassungsfähigkeit allerdings nicht gänzlich neu und auf die heutige Zeit um die Debatte um Industrie 4.0 und Digitalisierung zurückzuführen ist. Die Vielzahl an theoretischen Erklärungsansätzen anpassungsfähiger Organisationen aus dem breiten Fundus der Organisations- und strategischen Managementforschung lässt jedoch eine große Zahl an Faktoren erkennen, die für die Bewältigung komplexer und dynamischer Umfeldbedingungen relevant sind.
Hendrik Lager

Kapitel 4. Entwicklungslinien und Gestaltungsansätze von Arbeit: Potentielle Rahmenbedingungen für anpassungsfähige Fabriken

Zusammenfassung
Eine aktive Rolle von Beschäftigten bei der Generierung von Anpassungsfähigkeit in der Fabrik ist, das haben die bisherigen Ausführungen und Überlegungen verdeutlicht, an spezifische Rahmenbedingungen geknüpft. Wie in Abschnitt 2.4 dargelegt, verweisen technikkritische Stimmen zur Industrie 4.0 und Digitalisierung auf eine zu technikorientierte Debatte um entsprechende Technologien (Howaldt et al. 2018). Dabei zeigen arbeits- und sozialwissenschaftliche Konzepte und Befunde, dass eine Konzentration auf rein technikorientierte Konzepte und Ansätze zu kurz greift (vgl. Ulich 2015; Pfeiffer 2018).
Hendrik Lager

Kapitel 5. Forschungsdesign und Methodik

Zusammenfassung
In den vorherigen Kapiteln wurden auf Basis des Forschungsstandes Forschungsbedarfe und forschungsleitende Annahmen formuliert, die im Rahmen einer empirischen Untersuchung analysiert werden. In diesem Kapitel werden das Forschungsdesign und die Methodik dargelegt, um das Erkenntnissinteresse dieser Arbeit, die Forschungsfragen sowie forschungsleitende Annahmen empirisch zu untersuchen. Dabei werden die methodische Vorgehensweise, der Feldzugang und das Untersuchungsfeld beschrieben sowie die Methoden und Schritte der Datenerhebung und -auswertung aufgezeigt.
Hendrik Lager

Kapitel 6. Interviews und Diskussionen mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden Erkenntnisse dargestellt, die aus Interviews und Diskussionen mit Experten und Expertinnen aus der Wissenschaft gewonnen wurden. Drei Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen (WE1-3) arbeiten in Forschungsinstituten, ein Interviewpartner (WE4) verantwortet eine digitale Lern- und Demonstrationsfabrik. Ziel ist es, die Bedeutung technologischer, personeller und arbeitsorganisatorischer Aspekte bei der Generierung von Anpassungsfähigkeit und der Bewältigung von Umfelddynamik und -komplexität entlang der Forschungsfragen und forschungsleitenden Annahmen, die in den vorherigen Kapiteln herausgearbeitet wurden, auf Basis der Schilderungen und Einschätzungen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen darzustellen.
Hendrik Lager

Kapitel 7. Empirische Betriebsfallstudien und Kurzfallstudien

Zusammenfassung
Ziel dieses Kapitels ist es, aufzuzeigen, wie Produktionsbetriebe im Kontext der Debatte um Digitalisierung Anpassungsfähigkeit von Fabriken und Beschäftigten generieren und welche Strategien sie hier entwickeln. Dabei wird untersucht, welche Rolle digitale Technologien, Beschäftigte und eine empowernde Arbeitsorganisation bei der Generierung von Anpassungsfähigkeit der Fabrik spielen. Zudem werden Besonderheiten der jeweiligen Fallbetriebe nachgezeichnet.
Hendrik Lager

Kapitel 8. Diskussion: Empirische Ergebnisse und Implikationen für theoretische Ansätze

Zusammenfassung
In den vorherigen Kapiteln wurden forschungsleitende Annahmen aus einer kritischen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand abgeleitet und im Rahmen von Experteninterviews mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie von Betriebs- und Kurzfallstudien fallspezifisch empirisch untersucht. Gegenstand dieses Kapitels ist es nun, die daraus gewonnenen Erkenntnisse zusammenzufassen und fallübergreifende Quervergleiche der oben dargelegten empirischen Fallbeschreibungen anzustellen. Das Ziel ist dabei, die empirischen Befunde mit Blick auf die Forschungsfragen und forschungsleitenden Annahmen dieser Arbeit und den derzeitigen Stand der Forschung zu analysieren, zu interpretieren und kritisch zu diskutieren.
Hendrik Lager

Kapitel 9. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, welche betrieblichen Strategien zur Bewältigung von Umfelddynamik und -komplexität Produktionsunternehmen vor dem Hintergrund der Diskussion um Industrie 4.0 und Digitalisierung entwickeln. Auf Basis eines soziotechnischen Systemverständnisses galt es in diesem Kontext, zentrale Faktoren zur Generierung von Anpassungsfähigkeit von Fabriken und von Beschäftigten in den Fallbetrieben zu identifizieren. Dabei wurde untersucht, welche konkrete Rolle Beschäftigte bei der Generierung von Anpassungsfähigkeit in der Fabrik spielen, unter welchen Bedingungen sie einen Beitrag zur Anpassungsfähigkeit leisten können und welche Rolle hier Empowerment und eine innovative Arbeitsorganisation spielen.
Hendrik Lager

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