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Über dieses Buch

Ohne das Wissen um die eigene „Finanzpersönlichkeit“ lassen sich keine Finanzprobleme zufriedenstellend lösen! Diese Lektüre unterstützt Sie dabei, die eigene Finanzpersönlichkeit besser kennen zu lernen und mehr aus Ihrem Geld und Vermögen zu machen. Damit Sie sich beim Management Ihrer Finanzgeschäfte nicht selbst im Wege stehen, bedarf es einer dafür notwendigen Selbsterforschung. Neben nützlichen und profunden Kenntnissen zu finanz- und persönlichkeitspsychologischen Themen werden Ihnen ausgesuchte und wissenschaftlich erprobte Instrumente als Testskalen angeboten, die Sie ausprobieren können.

Auf der Basis Ihres finanzpsychologischen Profils lernen Sie darüber hinaus verschiedene Situationen mit Finanzproblemen kennen, die Sie sowohl unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Finanzziele als auch Ihrer emotionalen Bedürfnisse zu Ihrem eigenen Nutzen und Vorteil lösen können. Auch hier werden Ihnen Verfahren vorgestellt, die Sie, ohne einschlägige Vorkenntnisse zu besitzen, sofort und profitabel als „Hilfe zur Selbsthilfe“, einsetzen können.

Selbstverständlich verschafft Ihnen dieses Buch sowohl einen Einblick über die Geschehnisse an den Finanzmärkten als auch über die Gewohnheiten der Börsianer und ihren im Hintergrund wirkenden Motivationskräften wie Gier nach Geld und Profit und vieles mehr.

Das Werk ist bestens für alle interessierten „Finanzverbraucher“ geeignet, aber auch Professionelle können von den finanzpsychologischen Mechanismen und psychodiagnostischen Anwendungen profitieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Diese „Reise in die Finanzwelt“ gleicht einer Filmvorführung und lädt Sie mitunter zum Mitspielen ein. Sie sollen dabei einerseits die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte erfahren und mit den Geschäftsinteressen der Finanzindustrie umzugehen wissen, andererseits Ihre eigenen Präferenzen und Ihre „Finanzpersönlichkeit“ selbst kennen lernen. Entsprechende Instrumente und Konzepte aus dem Finanzwesen und aus der Finanzpsychologie stehen Ihnen zum Ausprobieren zur Verfügung. Die dabei erworbenen Selbsterkenntnisse und Finanzkenntnisse (u. a. auch aus Fallstudien) sollen Sie als Finanzverbraucher von einem unwissenden Finanzkunden unterscheiden und ggf. vor Schäden aus Kapitalmarktgeschäften bewahren. Denn Finanzökonomie und Finanzpsychologie gehören zusammen und bedingen sich gegenseitig, da Finanzentscheidungen im Besonderen von inhärenten Motivationskräften beeinflusst werden. Nicht zuletzt eigene empirische Studien konnten den simultanen Einfluss von Anreizen bzw. Selbstinteresse und Risikoneigung auf riskante Entscheidungen nachweisen.
Heribert Wienkamp

Kapitel 2. Die (Finanz-)Welt, in der wir leben – die makroökonomische Perspektive auf der Ebene der Finanzmärkte

Spekulanten werden von dem Anreiz getrieben, Erfolg zu haben und reich zu werden. Aber dahinter steckt ein riskantes Spiel, da auf bestimmte Ereignisse in der Zukunft gewettet wird, die keiner beeinflussen kann. Dennoch unternimmt die Finanzökonomie immer wieder den Versuch, Kursentwicklungen an den Finanzmärkten zu erklären und auf der Basis dieser Erkenntnisse Prognosen zu wagen. Aber das ist ein schwieriges Unterfangen, das nicht verlässlich funktioniert, da die Geschichte sich nicht wiederholen muss. Darüber hinaus wird der Faktor „Mensch“ komplett ausgeblendet, was sich als realitätsfremd erwiesen hat. Kursveränderungen haben ihre eigene Logik und Dynamik. Versuche, mit Hilfe bestimmter Modelle zukünftige Entwicklungen zu modellieren und einen Preis für mögliche Risiken zu kalkulieren, gestatten bestenfalls Annährungen an die Realität. Damit wurde aber das Spielfeld für Finanzwetten geschaffen. Ebenso hat sich die Annahme eines vollkommenen, effizienten Marktes als Schimäre erwiesen, da sich selbst verstärkende Prozesse die Kurse antreiben. Denn nur in den unvorhergesehenen unbestimmten Ereignissen oder in den übertriebenen Reaktionen der Börsianer liegen die Spekulationspotenziale und damit die Aussicht, Finanzwetten zu gewinnen.
Heribert Wienkamp

Kapitel 3. Börsenkurse und Börsengeschäfte

Abgesehen von der recht einfachen Praxis, wie Börsenkurse bestimmt werden, scheinen die dahinter stehenden Treiber zum einen psychologischer Natur zu sein, also Meinungen, Stimmungen oder Phantasien, zum anderen hat sich die am Markt vorhandene Liquidität gerade zu Beginn von Finanzkrisen als ein limitierender Faktor erwiesen. Nur derjenige hat die Nase vorn, der eine Ahnung hat, wie die Masse der Spekulanten aktuell denkt und von welchen Zukunftsvisionen sie ausgeht; andernfalls gilt immer: Meistens kommt es anders als man denkt! Getragen wird das Geschäftsgebaren an den Finanzmärkten von verschiedenen Anlage- oder Risikostrategien, der sich Finanzprofis im großen Stile bedienen, wie z. B. von Arbitragegeschäften oder Long-Short-Strategien.
Heribert Wienkamp

Kapitel 4. Alternativen zur Kapitalmarkttheorie

Alternative Meinungen zum Börsengeschehen und zu Kursverläufen verwerfen die in der Kapitalmarkttheorie postulierte Unabhängigkeit von Kursen. Sie gehen von einer Wechselbeziehung zwischen aktuellem Kurs und den Reaktionen der Anleger aus und unterstellen eine Feedbackschleife mit z. T. sich selbst verstärkenden Prozessen, die durch das psychologische Phänomen der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ genährt werden. Ebenso geht auch die Charttechnik von einer gegenseitigen Abhängigkeit aus und konstatiert ein Trendfolgeverhalten der meisten Börsenteilnehmer – was zwar durchaus häufig zu beobachten ist, aber eben nicht immer zutrifft.
Heribert Wienkamp

Kapitel 5. Behavioral Finance als Forschungs- und Anwendungsdisziplin zwischen Finanzökonomie und Psychologie

Die Behavioral Finance unterstellt, dass subjektives Verhalten nicht grundsätzlich irrational ist, wenn es nicht den normativen Anforderungen der modernen Kapitalmarkttheorie entspricht, sondern anderen nicht unbedingt rationalen Motiven und Beweggründen folgt, die der Realität eher entsprechen. Hierzu zählen intuitive Einflüsse auf die situative Bewertung und Entscheidung, die letztlich ein jeweils individuelles Zufriedenheitskriterium erfüllen und zu (vermeintlichen) persönlichen Vorteilen führen sollen. In undurchschaubaren ambivalenten Situationen neigen Individuen dazu, ihren Instinkten oder sonstigen Eingebungen zu folgen, um überhaupt zu Problemlösungen zu kommen. Dass dabei die zur Anwendung kommenden Heuristiken als Faust- oder Daumenregeln oder instinktive hedonistische Impulse nicht immer zu optimalen Entscheidungen führen, ist eine andere Sache. Stimmungen oder sonstigen verkürzten Entscheidungsmustern wie z. B. „Schwarz-Weiß-Denken“ wird ebenfalls gerne nachgegeben, da sie zu schnellen Lösungen beitragen.
Heribert Wienkamp

Kapitel 6. Finanzpsychologie für jedermann – die mikroökonomische Perspektive auf der Ebene einzelner Börsenspekulanten

Mitunter kommt es vor, dass kollektives Verhalten auf der Makroebene irrational erscheint und nicht ohne Weiteres zu erklären ist, das Verhalten auf der Mikroebene einzelner Individuen jedoch durchaus logisch und vernünftig sein kann. Ähnlich der Behavioral Finance ist sowohl bei den bewussten als auch bei den unbewussten Reaktionen der Anleger von psychologisch bedingten Einflüssen auszugehen. Für viele Börsianer ist das Eigeninteresse der Antrieb für wirtschaftliches Denken und Handeln, das sich bis zur Gier steigern kann. Daher kann es auch sein, dass das Ego dem Handeln im Wege steht. Schuld daran sind die vorherrschenden Emotionen, die sich als unwillkürliche Erregungsprozesse verselbständigen und das Verhalten diktieren. In der Praxis wird der Egoismus ohne Skrupel ausgelebt, wenn es nur dem eigenen Vorteil dient. Hinzu kommt, dass die Börse aufgrund ihrer Anonymität ein ideales Parkett für das Ausleben versteckter Egoismen ist. Grundsätzlich muss der Anreiz, zu spekulieren und Geld zu machen, sich gegenüber der Risikoangst durchsetzen – sonst passiert nichts! Ohne persönlichen Vorteil entsteht keine Anreizmotivation, etwas zu tun oder zu riskieren.
Heribert Wienkamp

Kapitel 7. Sonstige Persönlichkeitsmerkmale

Über die Charaktereigenschaften von Spekulanten wurde viel geschrieben. Nach den vorliegenden Forschungsbefunden gehört sicherlich die Angst, etwas zu verpassen, wie auch die Reue, etwas falsch gemacht oder entschieden zu haben, dazu. In beiden Fällen zeigt der Spekulant Bedauern oder sogar Selbstmitleid. Dabei ist zu beachten, dass das Selbstbedauern Unzufriedenheit und infolgedessen Stress oder Druck erzeugt. Hierdurch kann es auch zum „Chasing“, also zum Erhöhen von Einsätzen kommen, um vorausgehende Verluste zu kompensieren. Für Spekulationsblasen sind hingegen primär ein Herdenverhalten, also das nahezu blinde Kopieren des Verhaltens anderer Börsenteilnehmer, und Ignoranz gegenüber Gefahrensignalen verantwortlich. Zahlreiche Beispiele aus den letzten Finanzkrisen scheinen diese Verhaltensmuster zu belegen, wobei vermutet werden darf, dass hedonistische Antriebe ebenso ursächlich sind.
Heribert Wienkamp

Kapitel 8. Ich – Identifikation mit Geld

Geld hat etwas Verklärtes an sich und wird so zum Mysterium. Es entsteht durch Stundung, ähnlich der Kreditvergabe, und wird dadurch zum Transfermittel zwischen zwei Leistungen wie Arbeit gegen Lohn oder Geld zum Einkaufen. Im merkantilen Denken ist Geld der Wertmaßstab schlechthin, weil sich daran Erfolg vs. Misserfolg, Gewinn oder Verlust etc. festmachen lässt, was wiederum mit dem herrschenden Eigeninteresse konform geht. Geld steht auch für eine übernommene Identität (also dem Ich), weil es eine Projektionsfläche für unbewusste Bedürfnisse o. ä. sein kann. Geldkrankheiten wurden daher erstmals in der Psychoanalyse zum Thema und versuchsweise erklärt. Geldneurosen finden danach ihren Ursprung in gestörten infantilen Liebesbeziehungen, die als ungelöste Konflikte die Persönlichkeitsentwicklung bestimmen. Nach der „Analtheorie des Geldes“ wird Geld zum Liebesersatz, und die unbewältigten frühkindlichen Konflikte prägen u. a. den sogenannten Analcharakter, der durch Ordnungssinn, Eigenwilligkeit und Geiz gekennzeichnet ist. Ein anormaler Umgang mit Geld kann daher die Quelle zahlreicher Persönlichkeits- und Beziehungsprobleme sein.
Heribert Wienkamp

Kapitel 9. Wanted!!! – gesucht wird die Finanzpersönlichkeit

Finanzentscheidungen müssen zur Persönlichkeit des Finanzverbrauchers passen, wenn sie kein Unbehagen erzeugen sollen. Für die Psychodiagnostik von Finanzpersönlichkeiten ist zum einen die Auswahl relevanter Persönlichkeitsmerkmale wichtig, zum anderen die Identifikation von Persönlichkeits- oder Finanztypen, wie sie in der Praxis zu beobachten sind. Leider haben sich die „klassischen“ Persönlichkeitsmerkmale für diesen Zweck als nicht verlässlich erwiesen, so dass nach anderen Merkmalen zu suchen war. So lag es nahe, aufgrund von Beobachtungen aus der Praxis sowohl die Anreizkonstrukte wie Egoismus, Anreizmotivation u. ä. als auch diverse Formen der Risikoneigung zu verwenden, um eine Beeinflussung von Risikoentscheidungen nachzuweisen. Ungeachtet dessen gibt es in der Beratungspraxis viele Verfahren, die zum Profil eines Finanzinvestors führen sollen, sowie in der Literatur einige illustre Finanztypen, die u. a. von Gier, Größenwahn und Spekulationssucht getrieben sind. Spekulanten haben immer eine eigene Zukunftsversion und sind bereit, darauf zu wetten. In der Wette mit sich selbst liegt das Erregende, was Spekulationssucht ausmacht, denn es geht irgendwann nicht mehr um den Gewinn, sondern um die Selbstbestätigung, Recht zu haben.
Heribert Wienkamp

Kapitel 10. Finanzgeschäfte mit kriminellen Elementen

Bei Kapitalanlagebetrug am „grauen Kapitalmarkt“, also außerhalb der Börse, vermischen sich Geldgier und Naivität der Anleger zu einem unglückseligen Gebräu, was zur Voraussetzung für den durch Betrug erlittenen Schaden der Investments wurde. Mit ihrer Bereicherungsmotivation wollen die Anleger unerfüllte primäre Motive wie z. B. nach Wertschätzung kompensieren. Deshalb lassen sie sich immer wieder als Opfer „übers Ohr hauen“ und lernen nichts daraus. Es heißt so schön, „Gelegenheit macht Diebe“, was ein Grund dafür ist, dass eigentlich normale gesetzestreue Bürger sich zu „kleinen“ Betrügereien wie Steuerhinterziehung, Versicherungsbetrug u. ä. hinreißen lassen. Grund hierfür ist ein latenter versteckter Egoismus, der dazu führt, in Versuchung zu geraten und scheinbar günstigen Gelegenheiten nicht widerstehen zu können.
Heribert Wienkamp

Kapitel 11. Selbstanwendungen zur Selbstanalyse

Zur Selbsterkennung und Identifikation Ihres Finanztyps empfehle ich, die ausgewählten und psychometrisch getesteten Skalen aus den „Merkmalsfamilien“ Anreizmotivation und Egoismus einerseits und Risikotoleranz und Sensationslust andererseits auszuprobieren. Im Ergebnis erhalten Sie über die Kombination der Merkmalsskalen beider Merkmalsbereiche oder Motivationsfaktoren Ihren Persönlichkeits- oder Finanztyp, der sich auf einschlägige Weise in Risikosituationen oder bei Finanzentscheidungen so verhalten soll.
Heribert Wienkamp

Kapitel 12. Anwendung von Finanztypen und Anlageempfehlungen

Vor einer Finanzberatung ist u. a. zu prüfen, ob das Risiko- oder Persönlichkeitsprofil des Finanzkunden seinen finanziellen Ambitionen und Vermögensverhältnissen entspricht. Eine weitere Informationsquelle ist natürlich auch der persönliche Eindruck, den der Berater aufgrund des gezeigten Kommunikationsverhaltens gewinnt. Produkt, Struktur und Zeitmanagement (Timing) der Investments sind für eine erfolgreiche Finanzstrategie die wichtigsten Parameter. Dabei kann ein Handlungsschema helfen, das sich an den Kriterien Sicherheit, Ertrag und Wachstum des Finanzkapitals orientiert und auf die jeweils aktuellen Bedürfnisse des Anlegers in dieser Prioritätenfolge eingeht. Sofern den Statistiken und Umfragen zu glauben ist, könnten rd. 80 % der privaten Haushalte in Deutschland ihr Finanzmanagement spürbar verbessern, wenn sie sich dafür mehr interessierten und methodisch-strategisch vorgingen. Nicht zuletzt das zweckgerichtete Sparen wird häufig vernachlässigt und unter fadenscheinigen Argumenten verdrängt.
Heribert Wienkamp

Kapitel 13. Der Finanznavigator als Antwort auf maladaptives Finanzverhalten

Relativ einfache Hilfsmittel können für Abhilfe bei Finanzproblemen und Finanzentscheidungen sorgen. Der Instrumentenkasten, der als Finanznavigator hier eingeführt wird, soll das Finanzmanagement, die Finanzplanung, die Finanzanalyse und die Finanzvorsorge unterstützen. Zunächst ist die aktuelle Finanzsituation auf Basis der laufenden Finanzdaten transparent zu machen, und ggf. sind Ansätze für ein effektiveres Finanzmanagement zu erkunden. Über dynamische Vermögensrechnungen lassen sich die finanziellen Auswirkungen bestimmter Zukunftsszenarien perspektivisch ins Visier nehmen und objektiv bewerten, ob es das ist, was im Rahmen der Finanzplanung und Finanzvorsorge angestrebt werden soll, oder ob ein Umsteuern notwendig ist.
Heribert Wienkamp

Kapitel 14. Finanzberatung

Bei einer guten Vorbereitung kann eine Finanzberatung für alle Beteiligten zu einer „Win-Win-Situation“ beitragen. Zugleich würden auch die neuen normativen Anforderungen einer Anlageberatung erfüllt. Bisher herrschte allerdings in den Finanzhäusern ein eher produkt- oder sachbezogener als ein personenbezogener Beratungsansatz, was insbesondere das Risikoprofiling und die Klassifizierung nach Risikogruppen betraf. Psychometrische Risikotests sind zur Erhebung der geforderten Risikobereitschaft eher noch die Ausnahme als die Regel. Gerade das Risiko ist etwas, was den meisten Menschen Angst macht, da es mit Unsicherheit und Verlustängsten behaftet ist. Erschwerend kommt hinzu, dass das Risiko im psychologischen Sinne verschiedene Formen annehmen kann, z. B. eine Risikoeinstellung zu etwas, Risikobereitschaft als Skala in einem Test, Sensationslust in Verbindung mit Nervenkitzel oder unangemessenes Verhalten. Vorgeschlagen wird, bei Klienten nach Risikoaversion, Risikofreude und Risikobewusstsein zu differenzieren, wobei es auch Mischformen gibt. Entscheidend ist, dass die Produktempfehlungen zum Risikoprofil des Finanzverbrauchers passen und seinen Zielen und Ambitionen gerecht werden.
Heribert Wienkamp

Kapitel 15. Finanzdispositionen „auf eigene Faust“

Finanzverbraucher können heute schon per Online-Banking über das Internet die meisten ihrer Finanzdispositionen inkl. Wertpapiergeschäften abwickeln, ohne jegliche Beratung. Wenn Sie zu Ihrem Schutz einige Vorsichtsregeln beherzigen, ist es sinnvoll und durchaus möglich, selbst sein Wertpapierdepot zu managen, was Ihnen hier am Beispiel von Aktien demonstriert wird. Unerlässlich dabei ist, die Aktienauswahl nach „belastbaren“ Kriterien und Kennziffern vorzunehmen.
Heribert Wienkamp

Kapitel 16. Finanzmärkte und Finanzkrisen

Anders als börsennotierte Finanzmärkte erfordern nicht-börsennotierten Märkte für eine erfolgreiche Spekulation zuweilen ein spezifisches, manchmal sogar intimes Wissen, um erfolgreich zu sein. Zu dem gesicherten Wissen aus der Ökonomie gehört, dass Konjunkturentwicklungen auf die Kurse von Wertpapieren einen direkten und massiven Einfluss ausüben können. Man denke nur an die sprunghaft veränderte Nachfrage nach Gold als „Angstwährung“ in Krisenzeiten. Einige Krisenforscher wandten sich strikt dagegen, von einer „geregelten“ Zufälligkeit von Finanzkursen auszugehen, die einer Wahrscheinlichkeitsverteilung folgt. Ihrer Ansicht nach sind die auf Basis einer statistischen Normalverteilung erwarteten Ergebnisse mit ihren Abweichungen nur ein Spezialfall der Realität, denn sie bilden unregelmäßige extreme Zufallsereignisse nicht adäquat ab, die dann umso heftiger für Überraschungen sorgen. Auch wenn die fraktale Geometrie ein mathematisches Rüstzeug zur Erforschung solcher extremen Zufälligkeiten liefert, ist es heute noch nicht möglich, den zukünftigen Kurs von Wertpapieren zu modellieren und zu prognostizieren. Sie liefert allerdings eine Sensibilität dafür, was mit einer geringen Wahrscheinlichkeit ggf. in welchen ungefähren Zeitabständen alles passieren könnte.
Heribert Wienkamp

Kapitel 17. Resümee mit Fallbeispielen

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre „Reise in die Finanzwelt“ beendet. Was haben Sie dann am Ende gesehen und erlebt? Manches war Ihnen sicherlich bekannt, andere Dinge, wie die z. B. im Hintergrund agierenden Motivationskräfte, wie die Geld- und Profitgier haben Sie anhand zahlreicher Beispiele erfahren. Doch auf dem Höhepunkt der Reise standen Sie selbst mit Ihrer Finanzpersönlichkeit im Zentrum des Geschehens. Verlässliche und psychometrisch geprüfte Merkmalsskalen aus meinen eigenen Studien hatten es Ihnen erlaubt, mehr Erkenntnisse über sich selbst als Finanz- und Risikopersönlichkeit zu gewinnen, damit Sie sich später bei Ihren Finanzanlagen nicht selbst in die Quere kommen. Zudem können Ihnen praxisrelevante Analyse- und Planungsmethoden in Ihren finanziellen Angelegenheiten helfen, Ihre Einkommens- und Vermögenssituation zu ordnen und Ihre Finanzpläne mit viel Selbstmotivation umzusetzen. Der Mehrwert dieses Lernkonzeptes liegt in der „Hilfe zur Selbsthilfe“, da das angebotene Instrumentarium inkl. Fallstudien ohne weiteres auf andere Finanzprobleme übertragbar ist. Am Ende sollten Sie mehr Kompetenzen, Selbsterkenntnis und Zufriedenheit in Ihren finanziellen Dingen gewonnen haben.
Heribert Wienkamp

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