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Über dieses Buch

Caroline Schäfer analysiert die aus einer langfristigen Kooperation mit wechselseitigen Abhängigkeiten resultierende Double-Moral-Hazard-Anreizproblematik und entwickelt darauf basierend für die Energiedienstleistung Energie-Performance-Contracting spezifische Anreizvertragsmodelle, welche eine Teilung des gemeinsam realisierten Einsparergebnisses vorsehen. Die modelltheoretisch abgeleiteten Gestaltungsempfehlungen für eine anreizoptimale Vertragsgestaltung sind leicht auch auf ähnlich gelagerte Dienstleistungskooperationen übertragbar.

Die Autorin

Dr. Caroline Schäfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Habilitandin bei Univ.-Prof. Dr. Alexander Baumeister am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling, der Universität des Saarlandes.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Bedeutung des Energie-Contractings für die Erschließung von Energieeffizienzpotenzialen im Gebäudebestand

Nicht nur im öffentlichen Sektor stellen sinkende Einnahmen, ein erheblicher Sanierungsstau insbesondere versorgungstechnischer Anlagen sowie ein ständig steigender Energiebedarf die wesentlichen Herausforderungen für eine wirtschaftliche Unterhaltung von Bestandsgebäuden dar und lassen die Energiekosten zu einem der wichtigsten Unsicherheitsfaktoren im Finanzmanagement werden. So haben sich die Gesamtenergiekosten an der Universität des Saarlandes beispielsweise seit 2000 mehr als verdreifacht (vgl. Abb. 1).
Caroline Schäfer

Kapitel 2. Rahmenbedingungen des Outsourcings von Energieeffizienzmaßnahmen über Energie-Contracting

Dem Gebäudesektor kommt aufgrund seines Anteils von 40 Prozent am deutschen Endenergieverbrauch und etwa einem Drittel der CO2-Emissionen eine zentrale Rolle zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele zu. Dabei ist unter Endenergie die vom Verbraucher in ihrer ursprünglichen Form (Primärenergie) oder nach Umwandlung (Sekundärenergie) bezogene Energie zu verstehen, welche wiederum beim Verbraucher vielfach zu Nutzenergie in Form von Warmwasser, Raumwärme, Prozesswärme, Kälteanwendung, mechanischer Energie und Beleuchtung nach Abzug von Übertragungsverlusten überführt und eingesetzt wird.
Caroline Schäfer

Kapitel 3. Kooperationsanreize im Energie-Performance-Contracting

Unter einer Kooperation ist im Allgemeinen „die (freiwillige) Zusammenarbeit selbstständiger Unternehmen mit dem Ziel, bei prinzipieller Aufrechterhaltung ihrer wirtschaftlichen Selbstständigkeit gewisse Vorteile aus der Zusammenarbeit zu ziehen“ zu verstehen. Im Energie-Performance-Contracting zielt die vertraglich fixierte Kooperation zwischen den zwei autonomen Parteien Contractor und Auftraggeber auf eine gemeinsame Ergebnisverbesserung – die Senkung der Energiekosten durch Verringerung des Endenergieverbrauchs – ab.
Caroline Schäfer

Kapitel 4. Anreizanalyse möglicher Vertragsmodelle im Energie-Performance-Contracting

Da Energie-Performance-Contracting-Verträge sehr individuelle bilaterale Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Energiedienstleister darstellen, liegt es letztlich im Gestaltungsspielraum der beiden Vertragspartner, miteinander angemessene Vertragsbedingungen zu vereinbaren. Aufgrund der Individualität existiert eine Vielzahl meist maßgeschneiderter Vertragskonzepte am Energie-Performance-Contracting-Markt. Da eine umfassende Darstellung aller Vertragsvarianten im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich ist, soll hier eine grundlegende Einteilung erfolgen.
Caroline Schäfer

Kapitel 5. Bestimmung anreizoptimaler Vertragsmodelle im Energie-Performance-Contracting bei Double Moral Hazard

In der Vielzahl an Arbeiten zur normativen Agency-Forschung findet sich eine große Vielfalt an Prinzipal-Agenten-Modellen, wobei im Vergleich zu Double-Moral-Hazard-Modellen der weitaus größere Teil die Lösung von (einseitigen) Moral-Hazard-Problemen mittels der Gestaltung anreizgerechter Verträge fokussiert. Da eine Verhaltenssteuerung aufgrund der Unbeobachtbarkeit der Leistungserbringung nicht direkt erfolgen kann, sucht der Prinzipal eine anreizkompatible Entlohnungsfunktion, die den Agenten dazu bringt, sich im Sinne des Prinzipals zu verhalten. Dies erfolgt in Prinzipal-Agenten-Modellen in der Regel unter der Annahme, dass der Prinzipal bei der Ausgestaltung des Vertrages seinen Nutzen unter Berücksichtigung typischer Nebenbedingungen (Restriktionen) zu maximieren versucht.
Caroline Schäfer

Kapitel 6. Notwendigkeit der Bewertung anreizvertragszentraler Eigenschaften der Contracting-Partner

Eine zentrale Aufgabe des Controllings besteht darin, vorhandene Sach- bzw. Verhaltensinterdependenzen in einem Unternehmen bzw. einer Institution zu identifizieren und deren negative Auswirkungen durch den Einsatz geeigneter Koordinationsinstrumente zu minimieren. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden Möglichkeiten der Verhaltenssteuerung durch Anreize im Dienstleistungscontrolling am Beispiel des Energie-Performance-Contractings untersucht. Insbesondere wurde analysiert, welche Auswirkungen sich aus einem Erfolgsverbund auf die Gestaltung von Anreizverträgen zur Verhaltenssteuerung der mit der Wahl ihrer Anstrengungen auf das gemeinsame Energiekosteneinsparergebnis einwirkenden Kooperationspartner ergeben.
Caroline Schäfer

Backmatter

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