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02.03.2018 | Antriebsmaschinen | Infografik | Onlineartikel

Wertschöpfungszuwachs bei Pkw-Antrieben

Autor:
Dieter Beste

Hybridisierung und Elektrifizierung nehmen Fahrt auf. Was die Transformation der automobilen Mobilität für die Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau bedeutet, diskutieren die Autoren einer VDMA-Studie.

In einer im Auftrag des VDMA von der FEV Consulting erstellten Studie "Antrieb im Wandel" gehen die Autoren der Frage nach, welche Auswirkungen der Wandel vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität im Maschinen- und Anlagenbau haben wird. Das Ergebnis fasst VDMA-Präsident Carl Martin Welcker knapp so zusammen: "Wichtigste Erkenntnis der Studie ist: Für den Maschinenbau birgt der Transformationsprozess der Mobilität Chancen auf zusätzliche Wertschöpfung."

Zwar erwarten die FEV-Experten in den drei betrachteten Märkten Europa, USA und China eine Verringerung des Absatzes von Verbrennungsmotoren (inklusive Hybridantriebe) im Pkw-Bereich: Dies um 10 Prozent bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2016. Dennoch verbleibt für Komponentenhersteller und Maschinen- und Anlagenbauer hier weiterhin ein substanzielles Geschäft. Denn verbesserte Antriebstechnologien – beispielsweise Effizienzmaßnahmen im Verbrennungsmotor und Getriebe – erhöhen auch die Anforderungen an die Fertigungstechnik.

Zugleich rechnen die Studienautoren in diesen drei Märkten mit einem Anteil von 22 Prozent an rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Die Auswirkungen der Elektrifizierung auf die einzelnen Fertigungsprozesse, welche bei konventionellen Antrieben dominieren, sind erheblich. So reduziert sich deren Wertschöpfung beim batterieelektrischen Antrieb im Durchschnitt um 64 Prozent (ohne Batteriezellproduktion). Im Gegensatz dazu steigt beim (Plug-in-) Hybridantrieb die Wertschöpfung um 24 Prozent – hier wird neben einem Verbrennungsmotor auch ein elektrischer Antrieb verbaut. 

1,7 Prozent jährliches Wachstum 

Entscheidend sei, was unter dem Strich rauskomme, heißt es beim VDMA: Hier führt die Studie den Nachweis, dass sich eine zu erwartende Kombination aus Hybridantrieben, einer höheren Komplexität beim Verbrennungsmotor sowie steigenden Absatzzahlen von Fahrzeugen – vor allem in China – insgesamt positiv auf die Wertschöpfung auswirkt. Die jährliche Wachstumsrate der Wertschöpfung bei Pkw-Antrieben beläuft sich demnach bis 2030 auf 1,7 Prozent, bezogen auf die drei Märkte Europa, USA und China – und dies sogar ohne Berücksichtigung der Batteriezellproduktion. Die Batteriezellproduktion biete zusätzlich ein hohes Wertschöpfungspotenzial für den Maschinen- und Anlagenbau.

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