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11.12.2019 | Antriebsstrang | Infografik | Onlineartikel

Elektromobilität krempelt Markt für Antriebskomponenten um

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Der Markt für Antriebskomponenten wächst bis zum Jahr 2025 auf 435 Milliarden Dollar, so eine aktuelle Studie. Gewinner sind dabei vor allem die alternativen Antriebe. 

Weltweit strengere CO2-Grenzwerte und eine steigende Nachfrage nach Elektroautos werden den Markt für die Hersteller von Antriebssträngen bis 2025 grundlegend verändern. Das prognostiziert die Studie "Reboost" des Beratungsunternehmens McKinsey & Company. So soll die Nachfrage nach Komponenten für Verbrennungsmotoren bis 2025 zurückgehen: um jährlich rund fünf Prozent für Benzinmotoren und um rund sieben Prozent für Dieselmotoren

Große Gewinner sind hingegen alternative Antriebe: Die Nachfrage nach Komponenten für sogenannte Mild-Hybride (Start-Stopp-Automatik, Bremskraftrückgewinnung und elektrische Unterstützung des Verbrennungsmotors) soll laut Studie um 78 Prozent pro Jahr wachsen. Auch die Segmente für die Ausrüstung von Hybridfahrzeugen (für kurzes rein elektrisches Fahren, plus 14 Prozent), für Plug-in-Hybride (Laden der Batterie am Stromnetz möglich, plus 30 Prozent) und Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor (batterieelektrisch oder Brennstoffzelle, plus 26 Prozent) legen deutlich zu. Trotz der aktuell schwierigen Lage der Zulieferer: Insgesamt soll der Markt für diese Produkte stärker wachsen als der Automarkt: von 316 Milliarden US-Dollar 2018 um 4,7 Prozent jährlich auf 435 Milliarden Dollar 2025. 

Jedes zweite Fahrzeug in China und Europa 2030 mit E-Antrieb

Ein weiteres Studienergebnis: Die drei großen Fahrzeugmärkte China, USA und Europa werden sich bei der Elektrifizierung deutlich unterscheiden. In einem aggressiven Szenario mit zunehmender Regulierung auch auf Städteebene, mit einem massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur und höherer Kundenakzeptanz könnten im Jahr 2030 in China bereits 57 Prozent aller Neufahrzeuge mit einem E-Antrieb ausgestattet sein. In Europa läge der Anteil mit 51 Prozent leicht darunter, die USA folge mit 42 Prozent.

Größere Vielfalt bei Antriebsarten 

"In den kommenden Jahren werden wir eine Revolution bei den Antriebssystemen sehen", sagt Andreas Cornet, Seniorpartner im Münchener Büro von McKinsey und Autor der Studie. "Nach 100 Jahren mit nur zwei Antriebssträngen – Benzin und Diesel – werden wir im nächsten Jahrzehnt eine viel größere Vielfalt erleben: von elektrisch unterstützten Verbrennungsmotoren bis hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen und Wasserstoffautos", so Cornet. Dabei habe jede Technologie ihre Vor- und Nachteile. Deshalb werde es auch für den klassischen Verbrennungsmotor noch jahrelang attraktive Komponentenmärkte geben, um mit der weiteren Regulierung und der notwendigen Effizienzsteigerung Schritt zu halten.

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