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11.01.2017 | Antriebsstrang | Nachricht | Onlineartikel

Achsantriebssystem eAxle von Bosch feiert in Detroit Premiere

Autor:
Benjamin Auerbach

Auf der NAIAS zeigt Bosch den Prototyp eines Antriebssystems, das Getriebe, E-Maschine und Leistungselektronik in einem Gehäuse vereint. Der Antrieb soll dem Markt für Elektrofahrzeuge einen weiteren Schub geben.

Aktuell besteht ein Antriebsstrang für Elektro- oder Hybridfahrzeuge aus einzelnen Komponenten. Die Bosch-Ingenieure haben nun auf der NAIAS ein Achsantriebssystem präsentiert, das die Komplexität des Antriebs sowie des Antriebsstrangs reduzieren und damit letztlich günstiger und effizienter machen soll. Im sogenannten eAxle sind Getriebe, E-Maschine und die Leistungselektronik in einem einzigen Modul zusammenfasst. Damit ließen sich Kosten reduzieren, da bei der Herstellung beispielsweise auf viele Stecker, Kabel, Dichtungen und Lager verzichtet werden könne. Nach Angaben Boschs ergäbe sich durch eAxle einen Vorteil von etwa fünf bis zehn Prozent im Vergleich zu den Einzelkomponenten.

Vom Klein- bis zum Sportwagen einsetzbar

Das Leistungspotenzial der E-Achse sei skalierbar und soll ein Spektrum von 50 bis 300 kW (68 bis 408 PS) sowie 1000 bis 6000 Newtonmeter Drehmoment am Rad abdecken. Die E-Achse könnte also vom Kleinwagen bis zum Sportwagen einsetzbar sein. Der in Detroit ausgestellte Prototyp leistet 150 KW (204 PS) und 3800 Newtonmeter Drehmoment am Rad. Auch bei Hybridfahrzeugen könnte die E-Achse in Kombination mit Downsizing-Motoren Verwendung finden. Das Gewicht des Achsantriebs liegt bei 90 Kilogramm.

Im Vergleich zum Verbrennungsmotor: Statt in den kompletten Motorraum wird eAxle direkt an die Achse montiert. Damit werde ein Großteil des Platzes von Motor und Getriebe eingespart. Die E-Achse sieht Bosch als wesentliches Antriebsteil für den Massenmarkt der Elektromobilität ab 2020.

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