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09.03.2018 | Antriebsstrang | Nachricht | Onlineartikel

Skoda Vision X kombiniert CNG-, Benzin- und E-Antrieb

Autor:
Christiane Köllner

Skoda gibt in Genf einen Ausblick auf sein kleinstes SUV. Die Studie Vision X kombiniert einen mit CNG betriebenen Vierzylinder-Turbomotor mit einem Elektroantrieb.

Ausblick auf ein drittes Modell der SUV-Familie: Der tschechische Automobilhersteller Skoda präsentiert auf dem Genfer Automobilsalon 2018 (6. bis 18. März) eine Studie mit CNG-, Benzin- und Elektromotoren. Die Skoda Vision X zeigt neben dem neuen Design der Marke ein neuartig konfiguriertes Hybridsystem. Die Crossover-Studie kombiniert ein mit CNG (Compressed Natural Gas) und Benzin betriebenen Aggregat sowie zwei Elektromotoren. 

Beim Hybridsystem wird erstmals ein Verbrennungsantrieb mit einem Riemen-Startergenerator und einem Elektromotor an der Hinterachse kombiniert. Letzterer kann auf kurzen Strecken allein für Vortrieb sorgen und übernimmt darüber hinaus eine unterstützende Boost-Funktion beim Anfahren. Auf die Straße oder auch auf unbefestigtes Terrain gelangt die Kraft also über die Vorderräder, die Hinterräder oder bei Bedarf über alle vier Räder. Das Hybridsystem des Skoda Vision X soll auf einen nach EU-Testzyklus (NEFZ) ermittelten kombinierten CO2-Emissionswert von 89 Gramm pro Kilometer kommen.

CO2-Ausstoß von 89 g/km

Als Verbrennungsmotor dient ein 1,5 Liter großer G-TEC-Antrieb mit vier Zylindern und Turboaufladung, der speziell für die Nutzung von CNG entwickelt wurde. Der CNG-Antrieb erzeugt eine Höchstleistung von 96 kW (130 PS) sowie ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Ein CNG-Tank befindet sich unter dem Rücksitz, der zweite hinter der Hinterachse. Der CNG-Antrieb wirkt auf die Vorderachse, an der Hinterachse gibt es einen Elektromotor. Dieser wird bei Bedarf zugeschaltet – um zusätzliche Kraft beim Anfahren zu aktivieren (Boost-Effekt) oder um die Traktion auf glattem Untergrund und abseits befestigter Straßen zu verbessern. Die Kapazität des Energiespeichers für den Elektromotor soll ausreichen, um die Konzeptstudie auf einer Strecke von bis zu zwei Kilometern rein elektrisch zu fahren. Die Skoda Vision X ist der erste Skoda-Allradler, der ohne Kardanwelle auskommt.

Unterstützt wird der CNG-Antrieb von zwei Elektromotoren. Der Verbrennungsmotor verfügt mit dem riemengetriebenen Starter-Generator (RSG) über einen Elektromotor und sorgt im Zusammenspiel mit dem zweiten Elektromotor an der Hinterachse für kontinuierlichen Allradantrieb. Dieser bezieht seine Energie aus einem 48-Volt-Lithium-Ionen-Batteriesystem. Dank Rekuperation lädt sich die Lithium-Ionen-Batterie während der Fahrt auf. Wie für Elektromotoren typisch steht das maximale Drehmoment von 70 Nm direkt beim Start zur Verfügung. 

Die Studie fährt je nach Bedarf mit Vorderrad-, Hinterrad- oder Allradantrieb. Der Hinterradantrieb bringt 1.000 Nm auf die Straße, die Reichweite beträgt auch aufgrund eines zusätzlichen Benzinreservetanks bis zu 650 Kilometer. Die Systemleistung der beiden Antriebseinheiten soll eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 9,3 Sekunden ermöglichen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.

Elektromobilitätsstrategie 

In der globalen Wachstumsstrategie der Marke spiele die Elektromobilität laut Skoda eine Schlüsselrolle. Die Elektrifizierung der Skoda-Modellpalette soll 2019 mit der Einführung des Skoda Superb mit Plug-in-Hybridantrieb starten. Zusätzlich zur Fertigung von Elektroautomobilen produziert das Werk in Mladá Boleslav ab 2019 auch Elektrokomponenten für Plug-in-Hybridmodelle mehrerer Volkswagen-Konzernmarken. Kurz darauf soll dann das erste rein elektrisch betriebene  Skoda-Serienfahrzeug folgen. Bis 2025 will die Marke ihr Angebot an Hybridfahrzeugen und rein batterieelektrisch betriebenen Modellen in verschiedenen Segmenten umfangreich erweitern.


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