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19.01.2017 | App-Entwicklung | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Apps den Finanzmarkt wandeln

Autor:
Eva-Susanne Krah

Mobile Applikationen sind aus der Finanzwelt und dem Handel nicht mehr wegzudenken. Auch 2017 wird ein erfolgreiches Jahr für Apps werden. Das zeigen die jüngsten Zahlen der Marktforscher.

Die Marktanalysten von App Annie errechneten für das vergangene Jahr 2016 weltweite Verbraucherausgaben in mobilen App Stores in Höhe von 52 Milliarden US-Dollar. Die Downloads wuchsen weltweit vom Jahr 2015 auf 2016 um 15 Prozent. Vorangetrieben wird die Entwicklung durch Kooperationen, Börsengänge oder Firmen-Akquisitionen von Digital-Konzernen. Unternehmen aller Branchen nutzen Apps, um Umsatzströme anzukurbeln, neue zu erschließen und ihre Kunden zu binden. 2017 wird nach Schätzungen der Marktforscher ein weiteres erfolgreiches Jahr, denn neben Plattform-Innovationen und weiterem Wachstum von so genannten Mobile-First-Anbietern, zu denen auch Fintechs gehören, werden aus Sicht der Marktanalysten von App Annie auch immer mehr Unternehmen aus traditionellen Branchen an Investments im Mobilsektor nicht mehr vorbeikommen. 

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Die Marktforscher prognostizieren, dass die Gesamtausgaben für mobile Apps die Schwelle von 166 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Insbesondere bei Shopping-Applikationen haben neben den USA Länder wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien mit die höchsten Wachstumsraten bei der Zahl der Sessions in Shopping-Apps erzielt.

Banken setzen auf Apps

Mobile Banking-Apps stehen besonders im Fokus des Servicenutzens für Bankkunden. Ähnlich wie im Handel verändern die mobilen Angebote längst das Banking-Verhalten der Kunden. Die Analyse "2016 Retroperspektive" von App Annie belegt, dass genossenschaftliche Banken und öffentliche Sparkassen in Deutschland bei mobilen Applikationen die Nase vorne haben, wenn es um die App-Nutzung ihrer Kunden geht. Auf den vorderen Rängen stehen Sparkassen und die VR-Banking-App, gefolgt von der Postbank mit den "Finanzassistent", wie die nachstehende Tabelle verdeutlicht:

Ranking der App-Nutzung im Banking-Bereich

1. Sparkasse

2. VR-Banking

3. Postbank Finanzassistent
4. Sparkasse+
5. Meine Bank
6. ING-Diba Banking + Brokerage
7. S-push-TAN
8. Commerzbank
9. DKB Banking
10. ING-Diba Kontostand

Quelle: App Annie

Mobile Endgeräte werden immer mehr zur Schnittstelle für Bankgeschäfte, meint Schalk Nolte, Geschäftsführer von Entersekt, im Bankmagazin-Interview "Mehr Sicherheit für Banking-Apps" zum Fintech des Monats (Ausgabe 1-2016). 

Finanzbranche muss Innovationen vorantreiben

Neue Wettbewerber aus dem Fintech-Sektor, die Zahlungs- und andere Finanzservices anbieten, etwa Paypal, Credit Karma oder Venmo, werden laut App Annie das "Komplettservicemodell" im Privatkunden-Banking in den nächsten Jahren aufbrechen. Die Finanzbranche müsse dem mit Innovationen und nachhaltigen Wachstumsimpulsen etwas entgegensetzen, sonst sei dem Privatkunden-Banking keine Zukunft beschieden, glauben die Marktforscher. Einen Vorteil gegenüber neuen Marktplayern sehen sie in der über lange Zeit aufgebauten Kundenbasis, über die Kreditinstitute verfügen. Während in den USA vornehmlich die Millenials zu den Powerusern von Apps gehören, geht es in anderen Märkten wie Deutschland darum, auch ältere User vom Gebrauch der mobilen Apps zu überzeugen. Hierzulande verzeichnet der Markt, obwohl eher weniger bereit, digitale Bankentechnologien zu adoptieren, laut App Annie ein starkes Wachstum bei den App-Sessions der Kunden. 

Der Springer-Autor Stefan Brinkmann führt in seinem Beitrag "Mobile Banking - Einordnung und Entwicklung des mobilen Kanals im Multikanalvertrieb" vor Augen, dass insbesondere dem Handels- und Finanzsektor noch große Umbrüche bevorstehen. Finanzen würden auch in Deutschland zunehmend mobil. "Als Fernbedienung für unser Leben" spreche das Smartphone über Apps mit Geschäften, Banken oder anderen Gadgets. Dadurch sei in kürzester Zeit ein neuer Lifestyle entstanden.

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