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Über dieses Buch

Die Arbeit in interkulturellen Teams wird im Zuge des Zusammenwachsens der Welt zu einem „globalen Dorf“ immer mehr zur Regel. Mit Hilfe eines systemtheoretischen Modells, der „Interkulturellen Personalen Systemtheorie“ (IPS), untersucht Sandra Boedeker interkulturelle, mexikanisch-deutsche Teams. Dabei analysiert die Autorin nicht nur das Individuum, sondern auch die Interaktion im Team, eingebettet in den Kontext des Unternehmens. Sie arbeitet die Problem- und Erfolgsfaktoren heraus und entwickelt ein pädagogisches Konzept zur Unterstützung der Arbeit in interkulturellen Teams.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung und Zielstellung

Interkulturelle Teams werden im heutigen Zeitalter globaler Verflechtungen immer mehr zur Regel. Unternehmen erwarten von neuen, internationalen Standorten eine Verringerung der Kosten (preiswertere Produktion, finanzwirtschaftliche Vorteile der Kapitalnutzung) bzw. gesteigerte Gewinne (Erschließung neuer Märkte, innovative Produkte) und installieren interkulturelle Teams vor allem in ihren Betrieben im Ausland, aber auch im eigentlichen Mutterland eines Konzerns (vgl. Bronner/ Jedrzejczyk 2008, S. 81; Cramer 2007, S. 1; Thomas 2003, S.526; Zeutschel 2003, S.461; Pausenberger 1994, S. 9f.).
Sandra Boedeker

2. Begriffsklärung „Interkulturelles Team“

Auf den ersten Blick erscheint der Begriff „Interkulturelles Team“ nicht weiter definitionsbedürftig zu sein. Im Alltagsverständnis bezeichnet „Team“ einfach eine Gruppe von Menschen, die „etwas“ gemeinsam tun. Interkulturalität wird als das Zusammentreffen verschiedener Kulturen verstanden. In Kombination bilden also Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, die gemeinsam etwas tun, ein „Interkulturelles Team“ (vgl. Puck 2007, S. 20). Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass diese Erklärung des Konstruktes für den alltäglichen Gebrauch scheinbar ausreicht, als Grundlage für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung jedoch viel zu ungenau ist: Was unterscheidet ein Team von einer Gruppe? Welche Merkmale kennzeichnen den Begriff „Team“ darüber hinaus? Was ist „Interkulturell“ auch in Abgrenzung zu ähnlichen Termini wie z. B. „Multikulturell“?
Sandra Boedeker

3. Forschungsstand „Arbeit in interkulturellen Teams“

Durch die stärkere Thematisierung der Interkulturalität in Unternehmen in den letzten dreißig Jahren, ist mittlerweile im großen Umfang Literatur zu interkultureller Team- bzw. Zusammenarbeit in Organisationen entstanden:
Sandra Boedeker

4. Systemtheorie als theoretischer Rahmen

Der theoretische Rahmen der Arbeit soll in Anlehnung an die Personale Systemtheorie konzipiert werden. Dafür ist jedoch, um der Besonderheit interkultureller Fragestellungen Rechnung zu tragen, eine Weiterentwicklung notwendig, die sowohl Aspekte der allgemeinen als auch der soziologischen Systemtheorie (Luhmann, Willke) aufgreift. Für den Entwurf der „Interkulturellen Personalen Systemtheorie“ (IPS) soll hier also zunächst eine historische Einführung in das systemische Denken gegeben werden, um daran anknüpfend die allgemeine Systemtheorie darzustellen. In einem zweiten Schritt folgt die soziologische Perspektive nach Luhmann sowie in der Ausdifferenzierung Willkes. Dann rückt als wichtigste Grundlage die Personale Systemtheorie nach König/ Volmer in den Fokus. Auf dieser Basis kann schließlich die Interkulturelle Personale Systemtheorie entwickelt werden.
Sandra Boedeker

5. Entwicklung des Erhebungsdesigns

Als erste Frage stellt sich die nach dem geeigneten empirischen Zugang zur Untersuchung der Arbeit in interkulturellen Teams. Generell sind drei Argumentationsquellen zu berücksichtigen:
  • Die Untersuchungsmethoden der vorliegenden Feldstudien zu interkultureller Teamarbeit,
  • die forschungsrelevanten Implikationen aus dem theoretischen Rahmen,
  • die eigene Zielstellung.
Sandra Boedeker

6. Das Auswertungsdesign

Prinzipiell stehen für die Bearbeitung qualitativer Daten verschiedene methodische Optionen offen. Dabei sind quantitative Verfahren für das qualitative „Rohmaterial“ weniger geeignet, weil sie, soll es um anspruchsvollere Ergebnisse gehen als eine Häufigkeitsanalyse, in der Regel statt der meist nur nominalskalierten qualitativen Daten eine Skalierbarkeit auf Ordinal-, Intervall- oder sogar Kardinalniveau voraussetzen, bzw. diese an das Material herantragen müssen (vgl. Mayring 2010, S. 13ff.). Zudem lassen diese Designs „Besonderheiten“, z. B. kreative (Einzel-)Ideen zu unterstützenden Maßnahmen (Leitfrage 4), ntergehen, anstatt sie herauszustellen (vgl. Mayring 2010, S. 19).
Sandra Boedeker

7. Ergebnisse der Untersuchung

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden anhand des Kategoriensystems dargestellt und unter Rückgriff auf den bisherigen Stand der Forschung (Kap.3) diskutiert. Die Interviewzitate besitzen exemplarischen Charakter.
Sandra Boedeker

8. Pädagogisches Unterstützungskonzept für interkulturelle Teams

In Anbetracht des zu entwerfenden pädagogischen Konzeptes zur Unterstützung der Arbeit in interkulturellen Teams sind drei Konsequenzen aus den in Kap. 7.4 diskutierten Erfolgs- und Problemfaktoren zu ziehen:
Sandra Boedeker

9. Fazit

Sandra Boedeker

Backmatter

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