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Über dieses Buch

Die Digitalisierung hat viele Unternehmen erfasst: Arbeitsplätze und Aufgaben verändern sich, neue Arbeitsformen und neue Stressfaktoren entstehen. Das hat auch Einfluss auf die Arbeit der Arbeits- und Organisationspsycholog*innen, also derjenigen Psycholog*innen, die in der Wirtschaft arbeiten. Dadurch verändern sich auch Karriereoptionen im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie. Neue Aufgabenbereiche sind bereits entstanden und werden parallel zu rasanten Entwicklungen in Bereichen wie beispielsweise künstlicher Intelligenz, Cybersecurity und e-Health aufkommen. Dieses Buch soll Abiturient*innen und Studienanfänger*innen, aber auch fortgeschrittenen Studierenden, die sich für die Arbeits- und Organisationspsychologie interessieren, Einblicke in die zukünftigen Arbeitsfelder dieses wichtigen Anwendungsfachs geben und somit Karriereperspektiven aufzeigen. Expert*innen aus der Praxis stellen dabei in Interviews anschaulich ihren Berufsalltag dar, schildern ihre persönlichen Werdegänge, zeigen Karriereoptionen für Psychologie-Absolvent*innen auf und geben Empfehlungen für die persönliche Entwicklung bei gegebenem Interesse für eines der Arbeitsfelder.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Mögliche Berufsfelder für angehende Arbeits- und Organisationspsycholog*innen wurden im Buch „Karriereperspektiven für Arbeits- und Organisationspsychologen“ von Bajwa und König (2018) erstmalig breitflächig beschrieben. Mit diesem Buch wollten wir interessierten Abiturient*innen sowie Studienanfänger*innen die klassischen Arbeitsfelder dieses Berufsstands vorstellen. Nach der Veröffentlichung des Buchs erreichten uns viele Kommentare von Studierenden sowie Kolleg*innen, die jenseits der klassischen Berufsfelder nach neueren Trends sowie zukünftigen Berufsfeldern für Arbeits- und Organisationpsycholog*innen fragten. Zu Recht!
Markus Langer, Nida ul Habib Bajwa, Cornelius J. König

Kapitel 2. Digitale Karriereberatung

Zusammenfassung
Digitale Karriereberatung erweitert das Aufgabenfeld von Arbeits- und Organisationspsycholog*innen und bietet enormes Potenzial zum Einbinden psychologischer Expertise. Hat man sich früher für einen Gesprächstermin bei der Bundesagentur für Arbeit angemeldet und nach solch einem Gespräch mithilfe dicker Bücher versucht, sich einen Überblick über unterschiedliche Berufsfelder zu verschaffen, so gibt es mittlerweile digitale Plattformen, die bedarfsorientiert und ohne vorherige Terminabsprache diagnostisch wie beratend bei der zukünftigen beruflichen Karriere unterstützten können. Im Rahmen dieses Kapitels wird eine solche Plattform vorgestellt, die sich erfolgreich am Markt etabliert hat.
Nida ul Habib Bajwa, Markus Langer, Cornelius J. König

Kapitel 3. Alternative Assessment Methoden in der Praxis – Serious Games

Zusammenfassung
Psychologische Diagnostik in der Personalauswahl ist eines der Hauptaufgabengebiete von Arbeits- und Organisationspsycholog*innen. Dabei konnte in der Vergangenheit eine Vielzahl von wissenschaftlich fundierten Verfahren genutzt werden, deren Zusammenhänge zur Leistung auf der Arbeit gut etabliert sind. Aufgrund immer schneller werdenden Computersystemen und höheren Bandbreiten wurden in den letzten Jahren jedoch zunehmend neuartige diagnostische Tools entwickelt, die dabei unterstützen sollen, passende Bewerber für einen Arbeitsplatz auszuwählen. Neu an diesen Methoden ist vor allem der Einbezug der Bewerberperspektive. Dabei geht es oft darum, wie man Bewerbende eine spielerische Möglichkeit gibt, sich für einen Job zu bewerben, sodass man den Bewerbungsprozess bereits für das Arbeitgebermarketing nutzen kann. In diesem Kapitel zu Serious Games werden deswegen die existierenden neuen Ansätze der psychologischen Diagnostik zur Personalauswahl vorgestellt und aufgezeigt, welche Rolle Arbeits- und Organisationspsycholog*innen dabei spielen.
Cornelius J. König, Nida ul Habib Bajwa, Markus Langer

Kapitel 4. Blended Learning

Zusammenfassung
Personalentwicklung ist ein zentrales Aufgabenfeld für Arbeits- und Organisationspsycholog*innen geworden und erfreut sich unter Absolvent*innen des Fachs großer Beliebtheit. Hier können viele Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem Studium genutzt werden, um Arbeitnehmende bei der Analyse ihrer Stärken und Schwächen zu unterstützen und an diesen zu arbeiten. Obwohl Personalentwicklung klassischerweise in Seminaren und Workshops in Präsenzform mündete, so ist spätestens seit der Corona-Pandemie klar, dass auch die Personalentwicklung sich digitalisieren muss. Im Rahmen von Blended-Learning-Formaten wird entsprechend versucht, die Vorteile von E-Learnings mit direktem Austausch sowie Präsenzsitzungen zu kombinieren, um nicht nur Kostenvorteile, sondern auch zeitnähere und bedürfnisgerechtere Maßnahmen für Arbeitnehmende zu schaffen. In diesem Kapitel wird solch ein Blended-Learning Ansatz am Beispiel eines Kreativitätstrainingsanbieters beleuchtet und Karriereperspektiven für Psycholog*innen in der digitalen Welt der Fortbildung aufgegriffen.
Nida ul Habib Bajwa, Cornelius J. König, Markus Langer

Kapitel 5. E-Health

Zusammenfassung
Seit Jahren steigt die Anzahl der Arbeitnehmenden, die aufgrund von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz fehlen. Auch Unternehmen haben die Notwendigkeit erkannt, Präventionsmaßnahmen für ihre Mitarbeitenden in den Katalog der Personalentwicklungsmaßnahmen aufzunehmen. Da der Verlauf von Erkrankungen jedoch sehr unterschiedlich ist und Maßnahmen nur dann sinnvoll greifen, wenn sie maßgeschneidert sind und rechtzeitig eingesetzt werden, hat sich mittlerweile auch im Bereich des E-Health einiges getan. So ist es absehbar, dass in der Zukunft immer mehr Angebote der psychischen Gesundheitsförderung auch digital angeboten werden, um einen Beitrag zur Prävention und zur Begleitung bei der beruflichen Wiedereingliederung nach einer Behandlung von psychischen Störungen zu leisten. In diesem Kapitel wird ein innovatives Unternehmen von Arbeits- und Organisationspsycholog*innen mit wissenschaftlichem Anspruch an digitale Gesundheitsmaßnahmen vorgestellt.
Cornelius J. König, Markus Langer, Nida ul Habib Bajwa

Kapitel 6. Usability und User Experience

Zusammenfassung
Da Technologie in immer mehr Lebensbereiche Einzug erhält, steigt die Notwendigkeit an Expertise, wie möglichst intuitiv bedienbare Systeme geschaffen werden können, die den Erwartungen und Nutzungsgewohnheiten von Menschen entsprechen. Obwohl die Themen Usability und User Experience keine neuen sind, hat sich erst in den letzten Jahren die Erkenntnis in Unternehmen durchgesetzt, dass Usability zentraler Bestandteil bei der Entwicklung neuer Produkte sein muss. Als Arbeitsbereich, der für unterschiedliche Expert*innen aus der Psychologie – von der Arbeits- und Organisationspsychologie über die kognitive Neuropsychologie hin zur allgemeinen Psychologie – attraktiv sein kann, wird das Themenfeld Usability und User Experience noch auf lange Zeit die Karriereentscheidungen von angehenden Psycholog*innen beeinflussen. In diesem Kapitel wird die Arbeit einer Arbeits- und Organisationspsychologin in einer der größten Softwarehäuser der Welt vorgestellt.
Nida ul Habib Bajwa, Markus Langer, Cornelius J. König

Kapitel 7. Die Zukunft der Arbeits- und Organisationspsychologie ist Data Science!(?)

Zusammenfassung
Überall wo wir digital arbeiten, kommunizieren oder uns austauschen, fallen Daten an. In der heutigen Zeit werden Daten als das „neue Gold“ gehandelt, da man sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Datenströme Erkenntnisse für die Verbesserung von Produkten, Services und Arbeitsoutputs erhofft. So hat sich in den letzten Jahren ein regelrechter Boom beim Bedarf an Experten aus dem Bereich Data Science ergeben, der nach wie vor ungebrochen ist. Neben diesen Statistik- und Technikexperten steigt jedoch auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, das nicht nur große Datenmengen beherrschen kann, sondern auch inhaltlich die gesammelten Daten interpretieren kann. Da gerade für Psychologen neuartige Datenquellen und Datenanalyseansätze auch die Frage mit sich bringen, wie diese für die psychologische Diagnostik eingesetzt werden können, wird zukünftig ein hoher Bedarf an solche Experten herrschen. In diesem Kapitel wird das Themenfeld Data Science aus dem theoretischen wie praktischen Bereich dargestellt.
Nida ul Habib Bajwa, Markus Langer, Cornelius J. König

Kapitel 8. Arbeits- und Organisationspsychologie und IT-Forschung

Zusammenfassung
Da die Digitalisierung viele Lebensbereiche erreicht hat, entsteht in vielen Bereichen ein großer Bedarf an engerer Zusammenarbeit mit Informatikern. Auch für Psychologen scheint kein Weg daran vorbeizuführen, interdisziplinärer zu denken und technische Lösungen mitzugestalten, die die Zusammenarbeit und das Zusammenleben verbessern können. Gleichermaßen bringt ein hoher Grad an Digitalisierung auch Schattenseiten mit sich, die sich in der deutlich erhöhten Notwendigkeit von cybersicherem Verhalten widerspiegelt. Große Datenmengen machen kleine Datenlecks zu einem massiven Problem für die Gesamtgesellschaft, weshalb Unternehmen hohe Summen zur Sensibilisierung ihrer Mitarbeitenden für Cybersicherheit ausgeben. Am Beispiel des Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz sowie dem CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit soll dargestellt werden, welche Formen der Expertise von Arbeits- und Organisationspsychologen in Zukunft erwartet werden und wie sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Zukunft entwickeln wird.
Markus Langer, Nida ul Habib Bajwa, Cornelius J. König

Kapitel 9. Entrepreneurial Skills: Die Grundlage der zukünftigen Arbeit von Arbeits- und Organisationspsychologen

Zusammenfassung
Für einige Absolventen der Arbeits- und Organisationspsychologie reicht es nicht, einfach nur entlang vermeintlich abgetretener Pfade ihre zukünftige Berufskarriere zu gestalten. Unternehmensgründungen gewinnen, nicht nur dank der Vielzahl von mittlerweile entstandenen Gründungszentren an Universitäten, immer mehr an Popularität. Angeregt durch staatliche Fördermaßnahmen, aber auch durch Möglichkeiten der Digitalisierung beschließen immer mehr Absolventen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Da solche Karrieren schwer planbar sind und niemand einschätzen kann, wie hoch die Erfolgschancen sind, soll dieses Kapitel anhand eines Interviews mit einem „Serial Entrepreneur“, also einem Unternehmer, der schon mehrfach unterschiedliche Unternehmen gegründet hat, innovative Geschäftsideen im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie darstellen und gleichermaßen auf die Vielfalt an Betätigungsmöglichkeiten als Unternehmer hinweisen.
Nida ul Habib Bajwa, Cornelius J. König, Markus Langer
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