Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Vorwort

Vorwort

Zusammenfassung
Der vorliegende Sammelband ist im Zusammenhang mit einer Fachtagung zum Thema “Arbeit und Technik” entstanden, die die Sektion “Wirtschaft und Technik” des Berufsverbandes Deutscher Soziologen (BDS) am 30. Mai 1989 in Dortmund veranstaltet hat.
Volker Eichener, Manfred Mai

Einleitung

Einleitung

Zusammenfassung
Die Soziologie ist nicht gerade mit “ewigen Wahrheiten” gesegnet. Doch eine Erkenntnis darf inzwischen nach zahllosen Fallstudien und Diskussionen als gesichert und von der soziologischen Zunft als allgemein akzeptiert gelten: Es gibt keine feste Verknüpfung zwischen Technik (etwa in Form eines Arbeitssystems) einerseits und ihres organisatorischen und sozialen Umfeldes (in Form von Produktionskonzepten und Qualifikationsinhalten) andererseits. Zwar ist die Beziehung zwischen diesen Elementen nicht völlig beliebig, aber der Raum für mögliche Optionen ist groß genug, um von einer prinzipiell offenen Beziehung zwischen Technik, Organisation und Qualifikation sprechen zu können.
Manfred Mai, Volker Eichener

Arbeit und Technik im Gesellschaftlichen Wandel

Frontmatter

Arbeit im Umbruch: Wertewandelthese und neues Arbeitsverständnis

Zusammenfassung
Der “Wertewandel” ist heute zu einer Art “Generalschlüssel” zum Verständnis sozioökonomischer Entwicklungen und Problemlagen geworden. Wer “den tiefgreifenden Wandel der Werte” als Faktum zitiert, in ihm vielleicht sogar eine “säkulare Gesetzmäßigkeit” zu erkennen vermag, der stößt weiterhin auf Zustimmung und dokumentiert obendrein, daß er auf der Höhe der Zeit ist.
Willy Wyniger

Zum strukturellen Wandel der Arbeitsgesellschaft

Zusammenfassung
Man braucht keine großen Prognosefähigkeiten, um zu erwarten, daß die “Zukunft der Arbeit” weiterhin in der Öffentlichkeit intensiv debattiert wird. Ein Grund hierfür liegt sicherlich in der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit in allen westeuropäischen Ländern. “Die Massenarbeitslosigkeit in Europa hat sich seit 1970 mehr als vervierfacht. Allein von 1980 bis 1985 hat sie sich fast verdoppelt. Wenn man von den offiziellen Statistiken ausgeht, waren in der Mitte der 80er Jahre etwa 20 Mio. Menschen in Europa arbeitslos, 1979 waren es nur 8,6 Mio. Die Arbeitslosigkeit ist anhaltend hoch und steigt oft gerade in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs weiter. Zum ersten Mal seit den 30er Jahren haben einige Regierungen gar ihre Selbstverpflichtung zur Vollbeschäftigung aufgekündigt” (Standing 1989, S. 69; vgl. auch Therborn 1985).
Rolf G. Heinze, Josef Hilbert

Technik und Stadtentwicklung — Auf dem Weg in die “Rund-um-die-Uhr”-Gesellschaft? Zeitpolitik als Feld der Zukunftsgestaltung

Zusammenfassung
Das seit Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschende Wirtschaftsmodell der industrialisierten Massenproduktion geriet in den 70er Jahren in die Krise. Eine Veränderung in der internationalen Arbeitsteilung, der Aufstieg der “Schwellenländer” und ihr Vordringen auf dem Weltmarkt, neue Techniken sowie vor allem ökologische Risiken und soziale Gefahren zunehmender Massenarbeitslosigkeit kennzeichnen eine neue “Unübersichtlichkeit”. Vom “Ende der Arbeitsgesellschaft” war die Rede.
Wilgart Schuchardt

Neuere Ansätze Arbeitsorientierter Technikgestaltung

Frontmatter

Probleme einer arbeitsorientierten Technikgestaltung

Zusammenfassung
Zu den Gemeinplätzen (nicht nur in den Sozialwissenschaften) gehört es, die Technik als das Ergebnis extern (gesellschaftlich oder politisch) gesetzter Ziele zu begreifen. Doch gerade in hochtechnisierten Gesellschaften scheint es, als sei es die Technik selbst, die diese Ziele nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen Lebensbereiche setze. In der Industriesoziologie war diese Sichtweise insofern wirksam, als technische Innovationen als die unabhängigen und die Auswirkungen auf die Organisation, Qualifikation usw. als die abhängigen Faktoren betrachtet wurden.
Manfred Mai

Arbeitssoziologische und arbeitspolitische Aspekte ergonomischer Systemgestaltung

Zusammenfassung
Als die Datenverarbeitung in den siebziger Jahren auf breiter Basis in den Betrieben eingeführt wurde, erwies sie sich aus Arbeitnehmersicht vor allem als Gefährdung. So wurden mit ihr Tendenzen der Zerlegung und Standardisierung von Arbeitsabläufen, der Schaffung monotoner, repetitiver Restarbeiten in Automatisierungslücken, der Entwertung von Qualifikationen, der Polarisierung in dequalifizierte Systembediener und hochqualifizierte Systemspezialisten, kurzum: der Verschärfung tayloristischer Arbeitsstrukturen verbunden (vgl. vor allem die älteren Studien, die Gensior 1986 zusammenfaßt).
Volker Eichener

Humanisierungstransfer durch technische Normen und allgemein anerkannte Regeln

Am Beispiel Büroarbeit
Zusammenfassung
In weiten Bereichen der Sozialwissenschaften, die sich mit Problemen der betrieblichen Arbeitswelt befassen, wird es heute als unerläßlich erachtet, nicht nur die wissenschaftliche Fachöffentlichkeit anzusprechen. Analyseergebnisse, Gestaltungsempfehlungen oder Prognosen über zukünftige Hmanisierungsformen werden zunehmend auch auf Gewerkschaftsveranstaltungen, in vom Arbeitgeberverband herausgegebenen Anthologien, in Bürofachzeitschriften, auf Ingenieurfachtagungen usw. vorgetragen. Der Arbeitnehmer, der betriebliche Experte, der Manager und auch der Verbandsvertreter sind nicht nur Interviewpartner oder Auskunftspersonen. Sie gelten zunehmend auch als Ansprechpartner zur Umsetzung der auf den Forschungsergebnissen basierenden Sozialinnovationen. Diese verdienstvolle Öffentlichkeitsarbeit im Dienste des sozialen Fortschritts ist bisher jedoch auf halbem Wege stekkengeblieben.
Annegret Köchling

Innovative Modelle der Arbeitsorganisation und Personalentwicklung

Frontmatter

Gestaltung teilautonomer Arbeitsgruppen

Zusammenfassung
Arbeitsorganisatorische Modelle, die auf die Überwindung der tayloristischen Arbeitsteilung abzielen, sind beinahe so alt wie der Taylorismus selber. Mit Gruppenarbeit als Alternative zum Fließband wurde in der deutschen Automobilindustrie bereits 1919/20 experimentiert; sie konnte sich damals jedoch nicht gegen das tayloristisch-fordistische Organisationsmodell durchsetzen. Eine Renaissance erlebten die weitgehend selbstgesteuerten, teilautonomen Arbeitsgruppen Ende der 60er Jahre in Norwegen und Schweden, wo vor allem das Automobilwerk in Kalmar internationale Beachtung fand (vgl. Lattmann 1972, Auer und Riegler 1988).
Volker Eichener

Neue Konzepte der Personalentwicklung

Zusammenfassung
Der Rahmen für die konkreten Darstellungen geht von folgendem analytischen Grundverständnis aus, das mit einem Erfahrungswissen koinzidiert: Industrielle Organisationen sind primär wirtschaftliche Veranstaltungen in einer Wettbewerbswirtschaft. Ihr Erfolg ist weitgehend das Ergebnis einer zielorientierten Kombination und Transformation der beiden Ressourcen Finanzen und Personal. Personalmanagement ist deshalb im Kern Ressourcenmanagement, das neben Strukturierung und Strategie- bzw. Zielformulierung ein Mittel der Organisation ist, sich in turbulenten und komplexen Umfeldern zu behaupten.
Hans Werner Busch

Soziotechnische Organisationsentwicklung — Eine Weiterbildungsmaßnahme für junge Ingenieure bei der Continental AG unter dem Thema “Arbeit — Technik — Organisation”

Zusammenfassung
Eine wissenschaftliche Ausbildung führt nahezu zwangsläufig zu einer auf die jeweilige Disziplin hin verengten Sicht. Der Grund hierfür ist einfach: Eine Wissenschaft definiert sich dadurch, daß sie nach bestimmten Regeln Wissen gewinnt und systematisch ordnet. Für Absolventen technischer Studiengänge bedeutet dies, daß sie für die Ausübung ihres späteren Berufes als Ingenieure eine Sichtweise mitbringen, die Gegenstand und Methode ihres Studienfaches widerspiegelt. Kurz: Es ist eine Sichtweise, die darauf abzielt, betriebliche Prozesse primär technisch zu lösen.
Lothar Schäffner

Perspektiven Einer Regionalisierten Innovationspolitik

Frontmatter

Arbeitnehmer als Träger betrieblicher Innovationsstrategien, Innovationsprozesse und Strukturwandel im Ruhrgebiet

Zusammenfassung
Es ist chic geworden, von der Zukunft zu sprechen. Eine Zukunft, die “anders” sein soll — aber wie? Plagen sich nicht stattdessen zahlreiche Bevölkerungsgruppen mit ihren alltäglichen Problemen und stehen mehr oder weniger hilflos vor dem Zwang, pragmatische Lösungswege zu beschreiten? Wie kann es vor diesem Hintergrund gerechtfertigt sein, den Arbeitnehmer in das Zentrum einer innovationsorientierten Regionalpolitik zu stellen, ihm die Aufgabe zu Übertragen, für sichere Arbeitsplätze in erneuerten Wirtschaftsbereichen zu streiten?
Klaus Kost

Gründer- und Technologiezentren in Nordrhein-Westfalen

Zusammenfassung
An den vielerorts aufgebauten Gründer- und Technologiezentren wird deutlich, daß sich die Kommunen neuerdings in der Technologiepolitik engagieren. Technologiepolitik wird als ein neues Handlungsfeld der Kommunen angesehen. In Nordrhein-Westfalen ist die Unterstützung von Gründer- und Technologiezentren (GTZ) gleichzeitig ein integraler Bestandteil der Landespolitik.
Helmut Voelzkow

Die Zukunft der Arbeit aus der Sicht der Sozialpartner

Frontmatter

Die Entwicklung von Arbeit und Technik aus der Sicht der Wirtschaft

Zusammenfassung
Die Darstellung der Entwicklung von Arbeit und Technik in einem kurzen Referat und von einem Juristen vorgetragen, kann nur Schlaglichter auf dieses überaus wichtige Thema in unserer Gesellschaft werfen. Den “Juristen” erwähne ich deshalb besonders, da ich mir nicht anmaßen möchte, bei einer Analyse über den Wert der Arbeit und sein Zusammenwirken mit der Technik eine umfassende Antwort geben zu können. Über den Wert der Arbeit für Gesellschaft und Indivi-dium sinnieren Theologen, Philosophen, Psychologen, Ökonomen und sicherlich nicht zuletzt Soziologen schon so lange, wie es diese Wissenschaften überhaupt gibt. Am einfachsten hat es wohl der Techniker, der die Arbeit formelhaft darstellt: “Arbeit ist gleich Kraft mal Weg, gemessen in Kilowatt-Stunden.”
Thomas M. Klischan

Anspruch und Grenzen gewerkschaftlicher Technikgestaltung

Zusammenfassung
Die Gewerkschaften haben Fortschritte in der Aneignung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und deren industrielle Anwendung stets als einen wichtigen Faktor verstanden, um eine Gesellschaft ohne materielle Not, wirtschaftliche Abhängigkeit und soziale Benachteiligungen zu verwirklichen. Solange die Nutzung neuer Technik dazu beitrug, die Arbeit zu erleichtern, und Rationalisierungseffekte eher zu Verschiebungen in der Beschäftigungsstruktur als zum Anwachsen von Arbeitslosigkeit führten, konnte sich die gewerkschaftliche Politik auf eine Schutzfunktion für Einkommen, Gesundheit und Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschränken. Die Risikodimensionen technischer Innovationen schienen kalkulierbar, die später erkannten nachteiligen Folgen noch korrigierbar.
Hans-Joachim Schabedoth

Backmatter

Weitere Informationen