Skip to main content
main-content

25.05.2018 | Arbeitswissenschaft | Infografik | Onlineartikel

Was Arbeit in Europa kostet

Autor:
Andrea Amerland

Für eine Arbeitsstunde zahlt die deutsche Wirtschaft durchschnittlich 34,1 Euro. Doch bei den Arbeitskosten gibt es zwischen den EU-Mitgliedstaaten deutliche Unterschiede: Es geht noch teurer – aber auch viel billiger.

Arbeit gilt in Deutschland als relativ teuer und die Personalkosten fressen angeblich die Unternehmen auf, heißt es immer wieder. Und insbesondere um die Senkung der Lohnnebenkosten sind in den vergangenen Jahren heiße Diskussionen entbrannt. Wie ein Vergleich mit anderen EU-Mitgliedstaaten und der Eurozone zeigt, belegt Deutschland bei den Kosten für eine Arbeitsstunde aber keinen Spitzenplatz. Das geht aus Schätzungen hervor, die Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, herausgegeben hat. 

Demnach lagen 2017 die Arbeitskosten in den EU-Mitgliedstaaten pro Stunde zwischen 4,9 und 42,5 Euro. Am meisten kostet Arbeit demnach in Dänemark (42,5 Euro). Deutschland rangiert im EU-Ranking zusammen mit Österreich auf dem siebten beziehungsweise achten Platz (34,1 Euro). 

Arbeitskosten schwanken je nach Branche

Besonders hoch sind die Ausgaben für eine Stunde Arbeitsleistung in der deutschen Industrie (40,2 Euro), während die Aufwendungen im Dienstleistungssektor mit 31,5 Euro und im Baugewerbe mit 28,2 Euro unter dem Durchschnitt lagen. Die Angaben beziehen sich auf Unternehmen mit zehn oder mehr Beschäftigten. Die Landwirtschaft oder Öffentliche Verwaltungen wurden nicht berücksichtigt. 

Die niedrigsten Arbeitskosten pro Stunde wurden in osteuropäischen Ländern, wie Bulgarien (4,9 Euro), Rumänien (6,3 Euro), Litauen (8,0 Euro), Lettland (8,1 Euro), Ungarn (9,1 Euro) und Polen (9,4 Euro) verzeichnet.

Werden Arbeitskosten berechnet, so fließen Löhne und Gehälter, aber auch Lohnnebenkosten, wie etwa die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, mit ein.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

03.01.2018 | Wirtschaftspolitik | Im Fokus | Onlineartikel

Warum der Investitionsmotor stottert

04.10.2016 | Industrie 4.0 | Im Fokus | Onlineartikel

Die deutsche Industrie im Jahr 2030

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Wieviel digitale Transformation steckt im Informationsmanagement? Zum Zusammenspiel eines etablierten und eines neuen Managementkonzepts

Das Management des Digitalisierungsprozesses ist eine drängende Herausforderung für fast jedes Unternehmen. Ausgehend von drei aufeinander aufbauenden empirischen Untersuchungen lesen Sie hier, welche generellen Themenfelder und konkreten Aufgaben sich dem Management im Rahmen dieses Prozesses stellen. Erfahren Sie hier, warum das Management der digitalen Transformation als separates Konzept zum Informationsmanagement zu betrachten
und so auch organisatorisch separiert zu implementieren ist. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise