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22.01.2019 | Arbeitswissenschaft | Im Fokus | Onlineartikel

Intelligente Textilien können Bewegungen erfassen

Autor:
Dieter Beste

Smarte Kleidung wollen Forscher mit Motion-Capturing-Technologie kombinieren und auf diese Weise tragbare Sensorik unmittelbar für verschiedene Anwendungen in Sport, Gesundheit und Industrie verfügbar machen.


Xenoma, ein Spin-Off-Unternehmen der Universität Tokio, präsentierte Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zusammen mit der Forschungsgruppe wearHEALTH der TU Kaiserslautern, und Forschern des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) das Konzept eines smarten Kleidungssystems, kombiniert mit Motion Capturing. Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist es, tragbare Sensorik unmittelbar für verschiedene Anwendungen in Sport, Gesundheit und Industrie verfügbar zu machen. 

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Erstes Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine sensorische Hose, die in wenigen Augenblicken angezogen und einsatzbereit ist, um verschiedene Arten von sich wiederholenden und schnellen Bewegungen des Benutzers kontinuierlich zu erfassen. Dabei behindert sie die Bewegungen des Benutzers nicht, wie die Entwickler betonen. Auch sei das System bei Anwendungen im industriellen Umfeld robust gegenüber Veränderungen des lokalen Magnetfeldes, die beispielsweise durch Maschinen und Anlagen verursacht werden können. 

Im Unterschied zu anderen Lösungen habe wearHEALTH seine Trackingalgorithmen nämlich magnetometerfrei entwickelt, so dass sie sich praktisch unabhängig von der Umgebung in unterschiedlichen Anwendungsfällen nutzen ließen. Und "die Hardware von Xenoma stellt eine hervorragende Integration von Sensorik in Kleidung dar, so dass intelligente Wearable-Technologien tatsächlich wie normale Alltagskleidung getragen werden können", sagt Gabriele Bleser, Leiterin der Forschungsgruppe wearHEALTH an der Technischen Universität Kaiserslautern. Zusammen mit Bertram Taetz und Paul Lukowicz berichtet sie in "Developing Support Technologies" über ihre Arbeit (Seite 191 ff).

Anwendungen in der Arbeitssicherheit

Xenoma habe bereits an verschiedenen Projekten in den Bereichen Sport, Fitness, Arbeitssicherheit und Rehabilitation gearbeitet und plane nun, die Algorithmen von DFKI und wearHEALTH in eigene Produkte und Dienstleistungen sowie in Produkten weiterer Partner zu integrieren. "Die Kooperation bietet uns hervorragende Möglichkeiten, neue, innovative Technologien aus der Forschung direkt in die Anwendung und den Alltag zu bringen, so dass sie sich am Markt und als Basis für vielseitige Applikationen weiterentwickeln können", kommentiert Didier Stricker, Leiter der Forschungsabteilung Augmented Vision des DFKI.



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