Skip to main content
main-content

20.02.2019 | Architektur | Im Fokus | Onlineartikel

Eine neue Sportarena für München

Autor:
Christoph Berger

Auf dem Standort des ehemaligen Olympia-Radstadions im Münchner Olympiapark soll eine neue multifunktionale Sportarena gebaut werden. Bis zu 11.500 Zuschauer sollen darin ab dem Spätsommer 2021 vor allem Eishockey und Basketball sehen können.

"Auch wer Teile von Landschaften gestaltet, gestaltet Landschaften. Bekannte Fälle von Landschaftsarchitektur sind zum Beispiel der Park von Schloss Versailles, der Central Park in New York, der Olympiapark in München und das Tempelhofer Feld sowie der Alexanderplatz in Berlin", schreibt Gesine Schepers im Kapitel "Wie soll der Landschaftsarchitekt mit Natur umgehen?" des Springer-Fachbuchs "Landschaftsarchitekturtheorie".

Empfehlung der Redaktion

2018 | Supplement | Buchkapitel

Wie soll der Landschaftsarchitekt mit Natur umgehen?

Der Landschaftsarchitekt geht bei der Gestaltung von Landschaften immer wieder mit Natur um. Auf welche Weise soll er dies tun? Auf diese Frage gibt der vorliegende, naturethische Beitrag eine Antwort. Zunächst kläre ich, was das Tun des …


Da wundert es nicht, dass der Siegerentwurf für eine neue multifunktionale Sportarena auf dem Standort des ehemaligen Olympia-Radstadions im Münchner Olympiapark nicht alleine von einem Architekturbüro stammt, sondern auch Landschaftsarchitekten mit im Boot sitzen. Den Auftrag zum Bau der bis zu 11.500 Zuschauer fassenden, zukünftigen Spielstätte des Eishockeyteams Red Bull München und der Basketballmannschaft FC Bayern München haben das dänische Architekturbüro 3XN aus Kopenhagen in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Latz und Partner erhalten. Bauherr des Projekts ist die Red Bull Stadion München GmbH.

Ein voll begrüntes Dach

Bei der Arena selbst wird es sich laut dem Entwurf um einen eigenständigen Solitär in ovaler Form handeln. Mit einem begrünten Dach soll sich der Bau "selbstverständlich und respektvoll" in das Gesamtensemble des Olympiaparks eingliedern. Die Fassade wird durch eine vertikale Lamellenstruktur bestimmt, die über den verglasten Eingängen nach oben schwingt.

Neben der Arena werden zudem noch drei weitere überdachte Eissportflächen für Trainingszwecke und für den nichtwettkampforientierten Breitensport entstehen – somit soll die Infrastruktur auch Angebote für den Schul-, Freizeit- und Nachwuchssport bieten.

Respekt vor der Geschichte

Bei der Bekanntgabe des Siegerentwurfs am 14. Februar 2019 sagte Jan Ammundsen, Head of Design bei 3XN, dass man sich während des Designprozesses ständig Gedanken zu den Ideen hinter dem ursprünglichen Design gemacht habe und gefragt habe, was Günter Behnischs Ansatz gewesen wäre. So sei es wichtig gewesen, eine flexible und vielseitige Arena mit starker Identität zu schaffen, die dennoch die Geschichte und Vision des ursprünglichen Olympiaparks respektiert, und die sich natürlich in den Olympiapark einfügt. Zum Teil werden diese Gedanken zum ursprünglichen Design im Kapitel "The Olympic Summer Games 1972 in Munich" des Springer-Fachbuchs "Taming Giant Projects" angesprochen.

Insgesamt wird die Arena über eine Bruttogeschossfläche von 62.500 Quadratmetern verfügen. Geplant sind zudem eine Tiefgarage in der Arena mit 220 Stellplätzen, elf Logen, Fanshops sowie Büro- und Konferenzräume.

Läuft mit dem Bau- und Genehmigungsprozess alles nach Plan, so ist die Grundsteinlegung noch für den Winter 2019 geplant, die Eröffnung wird für den Spätsommer 2021 angestrebt.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2004 | OriginalPaper | Buchkapitel

The Olympic Summer Games 1972 in Munich

Quelle:
Taming Giant Projects

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Terminmanagement

Quelle:
Bau-Projekt-Management

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Die Baugenehmigung

Quelle:
Öffentliches Baurecht praxisnah

Das könnte Sie auch interessieren

10.11.2016 | Holzbau | Im Fokus | Onlineartikel

Ein Fußballstadion aus Holz

    Bildnachweise