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10.05.2018 | Architektur | Im Fokus | Onlineartikel

Ein repräsentatives Entrée für Düsseldorf

Autor:
Christoph Berger

Schon lange wartet man in Düsseldorf darauf, dass das Bahnhofsumfeld und insbesondere der Konrad-Adenauer-Platz neu gestaltet werden. Am 20. April 2018 wurden nun die besten Entwürfe gekürt.

Dabei gab es gleich zwei erste Preise. Denn: Zwei Arbeiten überzeugten mit unterschiedlichen Qualitäten im Realisierungs- beziehungsweise in den Ideenteilen. Beide lagen in der Gesamtbewertung so eng beieinander, dass sich die Jury zu diesem Schritt entschloss.

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Die Planung der Arbeitsgemeinschaften GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, mit Vössing Ingenieurgesellschaft mbH und RKW Architektur + punktete bei der Jury vor allem durch die Platzgestaltung. Der Entwurf besteche durch die hohe Realisierungsfähigkeit und dadurch, dass nahezu alle Ideen der Bürgerbeteiligung darin Eingang gefunden hätten, hieß es in der Begründung. Zu Beginn des Wettbewerbs hatte eine umfangreiche Bürgerbeteiligung stattgefunden, deren Ideen zahlreich und kontrovers waren.

Bürgerbeteiligung und Bahnhof der Zukunft

Der zweite Entwurf zeige im Vergleich dazu die beste Idee für einen Bahnhof der Zukunft in Düsseldorf, so die Jury. Er stelle eher das historische Bauwerk in den Mittelpunkt seiner Planungen und stelle so ein Einvernehmen mit dem Denkmalschutz her. Entworfen wurde dieser Plan vom Team Planorama Landschaftsarchitektur, mit Hoffmann – Leichter Ingenieurgesellschaft mbH und Mono Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB.

Die Jury hatte aus Freiraum-, Verkehrs-, Stadtplanern und Architekten sowie Vertretern der Kommunalpolitik, der beiden Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und DB Station & Service AG sowie aus Bürgervertretern bestanden.

Qualität, Orientierung und Sicherheit

Die gewünschten Lösungen des im Jahr 2017 ausgeschriebenen Wettbewerbs "Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes und Revitalisierung des Bahnhofsumfeldes" sollten vor allem zwei Punkte erfüllen. Zum einen sollten sie städtebaulich attraktiv sein, zum anderen sollten sie durch kürzere Umsteigewege zu mehr Kundenfreundlichkeit führen. Der Bahnhof und sein Umfeld brauche Qualität, Orientierung und Sicherheit, sagte zudem Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf, bei der Siegerkür. Auch im Kapitel "Bausteine der Stadt" des Springer-Fachbuchs "Städtebauliches Entwerfen" geht es um Plätze und ihre Funktionen. Zu Bahnhofsvorplätzen heißt es da unter anderem: "Bahnhofsvorplätze sind in erster Linie 'eine Verkehrsschleuse, ein Transformator, der Fußgänger, Radfahrer, Bus- und ÖPNV-Reisende und schließlich Autoreisende auf die Bahn und zurück bringt. Dafür sind die Omnibusbahnhof-, Straßenbahnhaltestelle, Fahrradstellplätze, Vielfach-Vorfahrten, Kurzparkplätze, Taxistandplätze und Dauerparkplatzflächen nötig'". Charakteristisch sei zudem, dass sich der Bahnhofsvorplatz meist zwischen dem Bahnhof und dem Stadtzentrum befinde.

Im nächsten Schritt des Realisierungswettbewerbs wird die Landeshauptstadt Düsseldorf nun ein Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträger-Teams führen – drei, da auch die Arbeit des Trägers des 2. Preises ein zukunftsfähiges Konzept für den Bahnhofsvorplatz und sein Umfeld zeigt. Dieses stammt von Foundation 5+ Landschaftsarchitekten und Planer bdla Achterberg Herz Rohler GbR mit Ingenieurbüro Kühnert sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH und Netzwerkarchitekten GmbH. Zudem wird die DB Station & Service AG die prämierten Beiträge des Ideenteils für das Hochhaus und das Empfangsgebäude intern prüfen und bewerten. Die Entwicklung des Areals rund um den Konrad-Adenauer-Platz soll hingegen gemeinschaftlich mit der Stadt Düsseldorf vorangebracht werden.

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