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Über dieses Buch

Band 1 des ARL Readers Planungstheorie behandelt zwei der einflussreichsten planungstheoretischen Metaerzählungen des späten 20. Jahrhunderts: „Kommunikative Planung“ sowie „Neo-Institutionalismus und Governance“. Mit ihnen verbindet sich die erfolgreiche Überwindung einer technokratisch-rationalistischen Vorstellung von Planung. Kommunikation, Macht und Konflikt werden zu zentralen Kategorien der Auseinandersetzung mit der Planungsrealität.
Der ARL Reader Planungstheorie leistet eine umfassende und doch pointierte Bestandsaufnahme des Diskussionsstandes. Als Sammelwerk präsentiert er Debatten bestimmende Originaltexte bekannter Autoren. Diese werden durch namhafte Planungswissenschaftler eingeordnet und kritisch diskutiert. Damit bietet der Band einen so bisher nie da gewesenen Überblick über die Grundlagen der aktuellen planungstheoretischen Debatten für Studierende der Raum- und Planungswissenschaften sowie fachlich interessierte Wissenschaftler und Praktiker.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung – Zum Stand der deutschsprachigen Planungstheorie

Zusammenfassung
Die Planungsdisziplin hat sich seit ihren Anfängen in den 1950er und 1960er Jahren zu einer in Forschung, Lehre und Praxis relevanten Wissenschaft entwickelt. Parallel zur Entwicklung der Stadt- und Raumplanung entwickelte sich auch das Nachdenken über Planung, sowohl innerhalb der räumlichen Planung als auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Dies führte zur Herausbildung von Planungstheorien, deren Vermittlung heute im Curriculum aller Planungsstudiengänge verankert ist.
Thorsten Wiechmann

2. Kommunikative Planung

Zusammenfassung
In dem 2012 von Frank Fischer und Herbert Gottweis veröffentlichten Band The Argumentative Turn Revisited: Public Policy as Communicative Practice zieht Mitherausgeber Frank Fischer eine Bilanz des in dem nahezu gleichnamigen Band aus dem Jahr 1993 angekündigten „Argumentative Turn in Policy Analysis and Planning“ (damals noch gemeinsam mit John Forester). In beiden Büchern kamen auch Planungswissenschaftler zu Wort, und man kann sagen, dass die argumentative Wende , so wie sie von Frank Fischer, John Forester, John S. Dryzek und Patsy Healey in dem Band beschrieben und angewandt wurde, deutliche Spuren in der Planungspraxis und auch in der Planungstheorie hinterlassen hat. Es kann also auch hier Bilanz gezogen werden.
Karsten Zimmermann

3. Neoinstitutionalismus und Governance

Zusammenfassung
Theorien, Konzepte und analytische Frameworks des Neoinstitutionalismus und der Governance-Forschung wurzeln nicht in den Planungswissenschaften. Ihre planungstheoretische Relevanz erhielten diese beiden Forschungsrichtungen folglich erst, nachdem sie von Planungswissenschaftlern für ihre Zwecke entdeckt und weiterentwickelt sowie auf planungspraktische empirische Kontexte bezogen wurden. Planungstheoretische Texte sowohl des Neoinstitutionalismus als auch der Governance-Forschung sind jeweils stets eingebettet in ein weites Feld sozial- und vor allem politikwissenschaftlicher Forschungsansätze, die selbst oftmals nur marginale planungstheoretische Bezüge aufweisen.
Ludger Gailing, Alexander Hamedinger

Backmatter

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