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Über dieses Buch

Lebenszyklusanalysen, kritische Auseinandersetzung mit Beschaffungsvarianten im Bauwesen sowie Finanzierung sowie rechtliche und bilanzielle Betrachtung von Infrastrukturprojekten sind die wesentlichen Themen, die im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses und Wirkens von Professor Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Dieter Jacob stehen. Die inhaltliche Vielfalt der Beiträge des vorliegenden Werkes geben dabei das breite Forschungsinteresse des Jubilars wider. Die Erkenntnisse bilden Ergebnisse aus Forschungsarbeiten und Erfahrungen von Praktikern ab – dieser Ansatz als Leitlinie der Arbeit von Professor Jacob kann Wissenschaftlern, Fachkräften aus der Bauwirtschaft sowie Studierenden neue Perspektiven aufzeigen. Den Schwerpunkt der Festschrift bilden Beiträge zu Beschaffungs- und Finanzierungsmöglichkeiten von Bau- und Infrastrukturprojekten, Bewertung von Projekten aus der baubetrieblichen Praxis sowie ausgewählte Untersuchungen rechtlicher und steuerlicher Probleme der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Kapitel Persönliches

Frontmatter

Ein besonderes Grußwort eines langjährigen Weggefährten

Lieber Herr Kollege Jacob,

zu Ihrem 60. Geburtstag gratuliere ich Ihnen herzlich und wünsche ich Ihnen alles Gute! Ihre Kollegen in Freiberg verbinden solche Glückwünsche natürlich mit einem „Glück auf!“, aber diese Tradition haben wir an der TU Berlin wahrscheinlich schon vor etwa 100 Jahren aufgegeben. Die bergbaulich relevanten Parallelen von Freiberg und Berlin reichen zumindest zurück in das Jahr 1770, in dem die Königliche Bergakademie zu Berlin gegründet worden ist. Diese Einrichtung hatte Bestand bis 1916 und wurde dann in die Königlich Technische Hochschule zu Berlin eingegliedert. Als Alumnus der TU Berlin sind Sie somit mit Ihrer Berufung an die Technische Universität Bergakademie Freiberg den „bergbaulichen Wurzeln“ treu geblieben.

Bernd Kochendörfer

„Frau Lohse, ich hab da mal ‘ne Frage!“

Impressionen aus fünf Jahren am Lehrstuhl für Baubetriebslehre an der TU Bergakademie Freiberg

Von 2002 bis 2007 war ich wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Jacob. Ich hatte viele spannende Aufgaben, habe sehr viel gelernt und erlebt. Inzwischen bin ich Referentin für Bauwirtschaft in der RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum. Auch wenn ich nicht vom Bau komme, nach einem dutzend Jahren Arbeit über und für die Baubranche habe ich doch soviel „Baustaub an den Füßen“, dass ich mir das Recht zugestehe, einen würdigenden Rückblick auf einen Großteil der 18 Jahre Lehrstuhl zu versuchen und einige Highlights herauszustellen

Ute Juschkus

II. Kapitel Recht und Steuern

Frontmatter

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro zum 1. Januar 2015 – ein Schritt hin zur Stärkung der Tarifautonomie?

Mit dem Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns vom 16. August 2014 (fortan: MiLoG) hat der Bundesgesetzgeber ab dem 1. Januar 2015 einen flächendeckenden Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro je Zeitstunde (vgl. § 1 Abs. 2 Satz 1 MiLoG) als Mindestentgeltsatz eingeführt. Dem liegt die Intention zugrunde, „

die Tarifautonomie zu stärken und angemessene Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicherzustellen

“.

Gerhard Ring

Turnkey Model Contracts for Major Industrial Plant Projects (MIPP)

Major Industrial Plant Projects, abbreviated MIPP in the following, are large engineering projects. A MIPP is characterized by the following features (c.f. Erbe 2013: 3-6; 2014: 6): It involves planning and realizing (but not operating) an industrial process plant. It is a “Greenfield” investment requiring a Total Investment Cost (TIC) of a minimum of USD 100 million. TIC, for purposes of simplification, is understood to include the Engineering, Procurement and Construction (EPC) of a process plant. TIC comprises process engineering and equipment of over 50 %, typically 65-75 %, which, in simplified terms, represents the Engineering and Procurement (EP) part of the project. The remaining percentage of TIC is the Construction (C) part.

Anita Erbe

Das BauFordSiG – Anforderungen – Wirkungsprinzip – Auswirkungen auf die Praxis einer Bau-GmbH

Als zum 01.01.2009 nach langen Beratungen und Änderungen das Forderungssicherungsgesetz als Artikelgesetz in Kraft getreten ist, konzentrierte sich die Wahrnehmung der durch das Gesetz betroffenen Bauwirtschaft und Handwerkerschaft zunächst auf die diversen Änderungen im Werkvertragsrecht sowie der Abschaffung der Privilegierung der VOB gegenüber Verbrauchern. Beinahe unbeachtet blieben die Änderungen im Rahmen des BauFordSiG, die das bis dahin in der Praxis de facto unbekannte Gesetze über die Sicherung der Bauforderungen (GSB) weitgehend umgestaltet haben.

Dirk Neunzehn

Übertragung von Immobilienvermögen unter Berücksichtigung des Erbschafts- und Schenkungsgesetzes (ErbStG)

Privates Immobilienvermögen an die nächste Generation zu übertragen ist auf vielerlei Wegen möglich: Erwerb durch Todesfolge, Schenkung zu Lebzeiten, Überführung in ein Unternehmen, Gründung einer Stiftung u.a. Doch jedwede Übertragung unterliegt zu einem bestimmten Zeitpunkt dem Erbschaftssteuer- und Schenkungsgesetz (ErbStG). Jedoch fällt die Höhe der Erbschaftssteuerbelastung für die Erben sehr unterschiedlich aus. In dem folgenden Artikel werden die erheblichen Unterschiede der Erbschafts- und Schenkungssteuer bei verschiedenen Gestaltungsmodellen anhand eines fiktiven Immobilienvermögens veranschaulicht. Auch wenn es für den Erblasser nicht ein rein steuerliches sondern auch ein sehr emotionales Thema ist, ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit und eine strategische Planung der Vererbung des Immobilienvermögens sinnvoll, um die Erbschaftssteuerbelastung zu optimieren.

Tanja Kessel, Martti Kessel

Steuerliche Behandlung Öffentlich-Privater Partnerschaften

Der Nachweis der wirtschaftlichen Beschaffung ist die Grundvoraussetzung für die Umsetzung einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP). Dabei stehen je nach Infrastrukturbereich und Objektkategorie verschiedene vertragliche Modelle zur Auswahl. Allen Projektrealisierungen gemein ist die Suche nach einer wirtschaftlich tragfähigen und rechtlich belastbaren Vertragsform. Dabei sollten neben rein juristischen und organisatorischen Erwägungen auch steuerliche Überlegungen eine Rolle spielen, da sie die Wirtschaftlichkeit eines Projektes wesentlich beeinflussen können.

Corinna Hilbig, Sven Schumacher

III. Kapitel Kooperationen in der Baubranche

Frontmatter

Die Bauarbeitsgemeinschaft und Kartellrecht

Die Bauarbeitsgemeinschaft (ARGE) ist grundsätzlich eine beliebte Form des Zusammenschlusses zur Lösung von Bauaufgaben und stellt eine spezifische Kooperationsform dar. Dabei schließen sich zwei oder mehrere rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Bauunternehmen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, um einen Bauauftrag gemeinsam durchführen zu können.

Wolfgang Bayer

Interorganizational relationships and performance of SMEs in the construction sector: Past research and future directions

Today, competitive relationships between firms are often complemented with relationships based on cooperation (Ots, 2012). Cooperation is increasingly emphasized as a critical factor in successfully running an organization. It permits firms to enlarge their resources, enhance their knowledge, reduce their costs, and improve their general performance (Racela and Thoumrungroje, 2014). Moreover, by establishing a cooperative relationship firms can create a new or unique set of resources that can be difficult to imitate (Fink and Kessler, 2010). In turbulent environments, cooperation between firms may provide the opportunity to overcome, or at least limit, barriers to firms’ growth (Czerwińska-Lubszczyk et al., 2013). Because small and medium enterprises (SMEs) have limited resources, cooperation might offer a number of benefits.

Anna Michna, Roman Kmieciak, Agnieszka Czerwińska-Lubszczyk

Grenzüberschreitende Bauarbeitsgemeinschaften deutscher und polnischer Bauunternehmen in Polen

Die Zusammenarbeit

„… zwischen meist wenigen, rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen zur Steigerung der gemeinsamen Wettbewerbsfähigkeit …“

wird im Allgemeinen als Unternehmenskooperation bezeichnet. Dabei können diese in verschiedenen Ausprägungen vorkommen, wie zum Beispiel als strategische Allianz, Interessengemeinschaft sowie Joint Venture. In der deutschen Baubranche hat sich besonders die Bauarbeitsgemeinschaft als am weitverbreitetste Kooperationsform herausgebildet. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung werden dabei auch immer häufiger Arbeitsgemeinschaften zwischen in- und ausländischen Unternehmen gebildet.

Martina Walther, Armin Ilka, Torsten Claaßen

IV. Kapitel Ausgewählte Sachverhalte des Rechnungswesens

Frontmatter

Erfassung langfristiger Auftragsfertigung im externen und internen Rechnungswesen

Unternehmen mit langfristiger Auftragsfertigung stehen vor dem Problem, dass sich die mit der Fertigung verbundenen Aufwendungen über mehrere Perioden erstrecken, die Umsatzerlöse regelmäßig aber erst bei der Endabnahme, d.h. mit Übergang der Chancen und Risiken, anfallen. Es stellt sich in diesem Fall die Frage, ob eine Gewinnrealisierung bereits während der Fertigung und nicht erst am Ende erfolgen sollte. Grundsätzlich ist diese Frage bereits dann relevant, wenn sich die Fertigung über einen Bilanzstichtag erstreckt, sie ist aber umso wichtiger, je länger der Fertigungszeitraum ist. Klassische Beispiele sind der Anlagenbau, der Hoch- und Tiefbau sowie der Schiff- und Flugzeugbau.

Silvia Rogler

Die Unternehmen der Bauwirtschaft vor dem Hintergrund der europäischen Harmonisierung der Rechnungslegung

Im Jahr 1494 hat der italienische Mathematiker und Franziskanermönch Luca Pacioli ein Buch mit dem Titel „Summa de Arithmetica, Geometria, Proportioni et Proportionalità“ veröffentlicht, in dem unter anderem auch ein Abschnitt über die Methodik der doppelten Buchführung enthalten ist. Mit dieser Publikation war der Siegeszug der Doppik nicht mehr aufzuhalten.

Constanze Stuhr

Mehr Haushaltsmittel für den Straßenbau durch die Bilanzierung des Straßeninfrastrukturvermögens?

Die auskömmliche Finanzierung von öffentlichen Investitionen steht immer wieder im Mittelpunkt von politischen Diskussionen. Auch Prof. Dr. Jacob beschäftigt sich seit Jahren eingehend mit der Finanzierung von anlagenintensiven öffentlichen Investitionen. Dieser Arbeitsschwerpunkt ist ebenfalls bei den möglichen Finanzierungseffekten der Infrastrukturbilanzierung anzutreffen.

Reinhardt Stuhr

V. Kapitel Baubetriebliches Controlling

Frontmatter

Baumarktökonomische Positionierungsstrategien und risikoorientierte Bauprojekt-Kalkulation – methodische Weiterentwicklungen des Controlling-Gedankens für bauausführende Unternehmen

Das BWI-Bau - Institut der Bauwirtschaft ist ein Dienstleistungsunternehmen, das im Dreiklang der Leistungsfelder "Beratung - Weiterbildung - Information" bundesweit für Verbände und Unternehmen der Wertschöpfungskette Bau tätig ist. Hierzu zählt auch der Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Hochschulen.

Ralf-Peter Oepen, Christian Keidel

Termincontrolling im Bauwesen unter Beachtung der HOAI

Um Bauprojekte erfolgreich abwickeln zu können, sind zahlreiche Planungsaufgaben zu erfüllen. Im Rahmen der Projektentwicklung werden in einer Machbarkeitsanalyse erste konzeptionelle Planungen durchgeführt. In der Analyse werden auch erste Terminüberlegungen angestellt, um dem künftigen Bauherrn erste zeitliche Vorstellungen für eine Projektrealisierung zu geben.

Rainer Schach, Martin Schmuck, Anne Harzdorf

VI. Kapitel Kostenansätze bei Lebenszyklusbetrachtungen

Frontmatter

Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei öffentlichen Hochbauvorhaben

Kosten- und Bauzeitüberschreitungen, gerade bei prominenten Großprojekten, stehen derzeit im Blickpunkt des Interesses. Bei der Ursachenforschung können strukturelle Defizite bei der Planung und Abwicklung dieser großvolumigen und komplexen Bauvorhaben eine Rolle spielen. Eine erfolgreiche Projektabwicklung ist maßgeblich von der Qualität der zugrunde gelegten Bedarfsplanung des Nutzers, aber auch von einer gewissenhaften Grundlagenermittlung und Projektvorbereitung aller übrigen Beteiligten abhängig. So hat der Bundesrechnungshof wiederholt methodische Fehler bei der Beschaffung festgestellt. Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen (WU) können ein sinnvolles Planungsinstrument bei der Beurteilung von Investitionsentscheidungen sein, wenn grundlegende Prinzipien eingehalten werden.

Stefan Rein, Ines Gottschling

Ist der Erfolg öffentlicher Hochbauprojekte objektiv messbar?

Hochbauprojekte der öffentlichen Hand werden, selbst wenn diese, wie bei Öffentlichen Privaten Partnerschaften (ÖPP) durch Private vorfinanziert werden, letztendlich immer aus Steuergeldern bezahlt. Gemäß Art. 20 Abs. 2 Grundgesetz geht jede Staatsgewalt vom Volke aus. Jede Entscheidung des Verwaltungsträgers muss sich daher bis zum Volkssouverän zurückverfolgen lassen. Da jeder Steuerzahler einen Anspruch darauf hat, dass seine finanziellen Beiträge tatsächlich dem Gemeinwohl dienen, bedarf es auch einer transparenten Erfolgskontrolle.

Axel Scheel-Siebenborn

VII. Kapitel Beschaffungsvarianten bei öffentlichen Bauvorhaben

Frontmatter

Öffentlich-Private Partnerschaften – (Kein) Stein des Weisen?

Öffentliche Infrastrukturen sind volkswirtschaftlich für die Wachstumsdynamik und das nachhaltige ökonomische Potenzial eines Gemeinwesens von erheblicher Bedeutung. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie wurde und wird aber gerade in Zusammenhang mit Begründungen für den Einsatz von innovativen Methoden und Verfahren zur Planung, Realisierung und Finanzierung der erforderlichen Investitionen angeführt und hervorgehoben, um nicht nur dem eigenen Handlungsdruck steigender Infrastrukturerfordernisse etwa in Forschung und Bildung zu genügen, sondern auch im internationalen Maßstab mitzuhalten.

Hans-Georg Napp

Deutschland diskutiert über die Mobilisierung privaten Kapitals für öffentliche Infrastrukturvorhaben – eine Chance für Öffentlich Private Partnerschaften?

1. CDU/CSU und SPD haben sich in ihrer Koalitionsvereinbarung darauf verständigt, den Prozess der

Haushaltskonsolidierung

in der neuen Legislaturperiode fortzuführen. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble hat dem Ziel eines „ausgeglichenen Bundeshaushalts“ absoluten Vorrang eingeräumt. Und das mit Erfolg: Schon 2014 konnte der Bundesfinanzminister eine „schwarze Null“ im Bundeshaushalt vorweisen. Die Anforderungen der ab 2016 für den Bund, ab 2020 aber auch für die Länder geltenden

„Schuldenbremse“

gem. Art. 109 Abs. 3 Grundgesetz konnten damit schon ein Jahr früher erfüllt werden als geplant.

Heiko Stiepelmann

Public Private Partnerships: Erfahrungen aus der Praxis

Die öffentliche Diskussion, welche Beschaffungsvariante eigentlich die am besten geeignete ist, um vor allem prestigeträchtige Großvorhaben zu verwirklichen, wird von Mal zu Mal öffentlich medienwirksam diskutiert, vor allem dann, wenn wieder einmal neue Hochrechnungen zu den tatsächlichen Kosten und neuste wahrscheinliche Fertigstellungstermine bekannter Bauvorhaben verlautbart werden.

Christoph Winter

Einflussfaktoren auf die Instandhaltungskosten bei PPP-Projekten

Die Instandhaltung stellt neben den infrastrukturellen Dienstleistungen den größten Kostenblock innerhalb der Betriebskosten einer Immobilie dar. Durch eine optimierte Instandhaltung lässt sich die ökonomische Performance einer Immobilie nachhaltig verbessern. Oftmals gerät die Instandhaltung allerdings erst nach Fertigstellung der Immobilie in den Fokus, sodass vorhandene Einsparpotentiale ungenutzt bleiben.

Sandra Arendt, Marius Mählmann

Wirtschaftliche Dotierung von Instandhaltungsbudgets am Beispiel von 370 konventionellen und 7 PPP-Kitas

(1) Bei bundesweit untersuchten 370 konventionellen Kitas beträgt das durchschnittliche Instandhaltungsbudget 0,7 % der Herstellungskosten p.a. (zuzüglich 0,2 % Personal- und Sachkosten), womit lediglich eine Ausfall- beziehungsweise Abwartestrategie betrieben werden kann. Bei den befragten 7 PPP-Kitas liegt das Budget dagegen im Schnitt bei 1,4 % p.a. (zuzüglich 0,1 % Personalkosten). Damit kann eine deutlich hochwertigere Instandhaltungsstrategie gefahren werden.

Jörg Christen, Sandra Dusch

Ist der Betrieb integral geplanter ÖPP-Schulgebäude auch wirtschaftlich?

Betrachtet man die ÖPP-Schulgebäude neuester Generation in Bayern, beinhaltet die Umsetzung nachhaltigen Bauens gleichzeitig maximale Energieeffizienz unter bezahlbaren wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Nachhaltiges Bauen wird nicht allein über die Energieeffizienz definiert, sondern ist vielschichtig zu berücksichtigen. Um diesem Gedanken der Nachhaltigkeit nachzukommen, ist eine optimale Ausrichtung nur dann möglich, wenn der Lebenszyklusgedanke konsequent von allen am Projekt Beteiligten verwirklicht wird.

Johannes Huismann

Die Angebotsbearbeitung der Bau- und Betriebsaufgabe von ÖPPHochbau-Projekten – Ziele, Kalkulationsschritte und Erfolgsfaktoren im Spannungsfeld der beteiligten Parteien

Öffentlich Private Partnerschaftsprojekte (ÖPP) im Hochbau sind meist sehr komplexe und aufwendige Vorhaben deren erfolgreiche Realisierung hohe interdisziplinäre Anforderungen an alle Projektbeteiligten und späteren Partner stellt.

Markus Koch, Björn Börner

Lebenszyklusmodelle bei kommunaler Straßeninfrastruktur am Beispiel Ortsumfahrung Kuhbier B 189

Neben den traditionellen Bauverträgen gewinnen in Deutschland zunehmend alternative Beschaffungsmethoden zur Umsetzung und langfristigen Finanzierung neuer und bestehender Verkehrswege des Bundes, der Länder und der Kommunen an Bedeutung. Aus den gewünschten Effizienzen des Lebenszyklusansatzes, durch innovative Möglichkeiten des privaten Auftragnehmers und insbesondere über eine optimierte Risikoverteilung sollen wirtschaftliche Vorteile gegenüber einer konventionellen Baurealisierung erschlossen werden und der Straßenbauverwaltung eine auf Langfristigkeit angelegte Aufgabenwahrnehmung zukommen.

Dirk Kronsbein, Daniel Grosser, Arne Sangerhausen

Outputorientierte Vertragsformen bei kommunaler Straßeninfrastruktur

In der Bundesrepublik Deutschland wird ca. 89 % der Straßeninfrastruktur durch Kommunen und Länder als Baulastträger bewirtschaftet. Die Erhaltung und Bewirtschaftung der vorhandenen Straßen stellen die Kommunen jedoch vor große finanzielle Herausforderungen. In den Medien wurde in den letzten Jahren sehr intensiv über kaputte Straßen und den Investitionsstau berichtet. Diese Problematik ist also insbesondere für kommunale Infrastruktur relevant.

Clemens Müller

Überlegungen zu einem Entwicklungsmodell für Public-Private- Partnerships im grenzüberschreitenden Raum

Grenzregionen leiden sehr häufig unter dem Fehlen einer für eine dynamische Entwicklung erforderlichen Infrastruktur. Dies hängt damit zusammen, dass diese Regionen durch die Grenzziehungen über keinen einheitlichen Wirtschaftsraum verfügten, der für die Unternehmen einen uneingeschränkten Zugang gewährte. Nicht nur sprachliche Barrieren existierten, sondern sehr starke institutionelle Barrieren waren vorhanden, die ihre Ursache in unterschiedlichen nationalen Rechtssystemen hatten. Darüber hinaus gab es auch kulturelle und soziale Unterschiede, die sich durch die Grenzziehungen historisch entwickelt hatten.

Horst Brezinski, Robert Keßler, Olivier Zieschank

Infrastrukturinvestitionen während der Eurokrise – PPP in Italien, Spanien und Portugal – Eine Bestandsaufnahme

Im historischen Verlauf geht die derzeit andauernde Staatsschuldenkrise in Europa aus der im Jahr 2008 durch den Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgelösten Finanzkrise und dem daraufhin einsetzenden weltweiten Konjunkturabschwung hervor. Europa und die Welt durchlebten seither zunächst eine Krise der Finanzmärkte, die sich vorwiegend in einer Bankenkrise und der Insolvenz einiger Finanzinstitute kennzeichnete. Eine Krise der Realwirtschaft folgte ab 2009, die sich in einem negativen Wirtschaftswachstum abzeichnete und sich ab 2012 mit einer zweite Delle fortsetzte.

Juliane Boller

Comparative preliminary assessment for public investment projects Use of socio-economic benefits (or "wider benefits")

The Bergakademie Freiberg seems now to be strongly committed to the PPP historybuilding in Germany … and in Europe. Many things have been said in favour of PPP and against PPP in many countries in Europe and in the world. Generally, this kind of judgments is more of an overall emotional perception of the business world than the result of a case by case objective reasoning based on the motivation of the proper use of public funds.

Robert Stakowski

VIII. Kapitel Infrastrukturfinanzierung

Frontmatter

Perspektiven der Finanzierung von PPP-Vorhaben mit Hilfe von Projektanleihen

Public Private Partnerships (PPPs) als Variante der Realisierung öffentlicher (Infrastruktur-) Vorhaben wurden aus deutscher Sicht erst um die Jahrtausendwende zum Thema für Wissenschaft und Praxis. Das zugrundeliegende Prinzip, die Kompetenzen verschiedener Beteiligter mit harmonierenden Interessen so zu kombinieren, dass sich für beide ein (Effizienz-)Vorteil gegenüber Handlungsalternativen einstellt, hat in der Ökonomie demgegenüber eine sehr lange Tradition und findet sich nicht zuletzt in den Wesensmerkmalen der Projektfinanzierung als strukturierte/cashflow-basierte Finanzierung unternehmerischer Vorhaben, die sich durch große Volumina wie Risiken auszeichnen.

Andreas Horsch, Sylvia Fiedler

Mobilisierung von privatem Kapital für Infrastrukturinvestitionen mittels geschlossener Publikums-AIFs

Zum Jahresende 2014 kündigte Finanzminister Schäuble Milliarden-Investitionen zur nachhaltigen Stärkung der Substanz und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland für künftige Generationen an. Hierbei sollen in den kommenden Jahren 2016 bis 2018 rund 3,3 Milliarden Euro pro Jahr, insbesondere in die Bereiche Bildung, öffentlicher Hochbau und Verkehrsinfrastruktur investiert werden. Hintergrund der verstärkten öffentlichen Infrastrukturinvestitionen sind die anhaltende Investitionsschwäche und der Investitionsrückstand in Deutschland, der sich nach den Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) seit dem Jahr 1999 auf bereits rund eine Billion Euro beläuft.

Susanne Effenberger, Martin Eilbacher

Sustainable highway infrastructure funding in Developing Countries: A case study of Jamaica

Investing in a country’s transport infrastructure can contribute to economic growth, improve human welfare and has considerable potential for directly reducing poverty. Yet current investment, particularly in developing countries, is frequently insufficient to fund infrastructure needs. Public financing derived from taxation has often proved inadequate forcing developing countries to borrow funds from multilateral and bilateral development agencies to finance infrastructure development and maintenance. Consequently most developing countries carry a burden of debt payment accounting for a large proportion of their annual expenditure.

Nigel Smith, Tesfaye Mulu

Debt Funds speziell für die Assetklasse Infrastruktur

Neben Niedrigzinsen und Solvency-II-Richtlinien erhöhen die geplanten Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank … den Druck [auf deutsche Lebensversicherer]

“ und „

Die Einführung von Basel III hat im europäischen Bankensektor schon im Vornhinein einen Deleveraging-Prozess ausgelöst

“ sind Meldungen, wie sie nahezu tagtäglich in den Medien in den Jahren 2013-2015 erschienen und das turbulente Geschehen auf dem Finanzmarkt treffend beschreiben.

Marcel Gawlitta

Diskontierungszinssätze für sehr langfristige Projekte

Der Jubilar, Herr Prof. Dr. Dieter Jacob, hat sich in Forschung und Praxis über viele Jahre hinweg mit Öffentlich Privaten Partnerschaften (ÖPP) auseinandergesetzt. Im Rahmen eines ÖPP-Projektes arbeitet die öffentliche Hand bei der Realisierung eines Infrastrukturprojektes mit privaten Partnern zusammen. Häufig handelt es sich um sehr langfristige Projekte wie Schulbauten, Straßen oder Brücken. Vor der Umsetzung eines öffentlichen Bauprojektes muss die Vorteilhaftigkeit des Vorhabens in einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung (WU) geprüft werden.

Ursula Walther

IX. Kapitel Neue Technologien und Praxisanwendungen

Frontmatter

Breitbanderschließung im ländlichen Raum

Das Internet ist aus unserem privaten und geschäftlichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Dabei ist Internet mit hoher Bandbreite bereits heutzutage für Gewerbetreibende und zunehmend auch für Privathaushalte unerlässlich. In vielen Branchen bildet die Nutzung von Breitbandzugängen schon heute eine wichtige Arbeitsgrundlage und stellt einen wesentlichen Standortfaktor dar. Und es ist absehbar, dass der Bedarf an Bandbreite durch immer neue Anwendungsmöglichkeiten und datenintensivere Inhalte auch weiterhin stark steigen wird (Kapitel 2). Diese Entwicklung erfordert mittelfristig die Investition in eine moderne Breitbandinfrastruktur.

Ulrich Koltermann, Mark Siegemund

Metering & Monitoring – Intelligente Gebäude

Die Europäische Union setzt sich mit der Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU folgende Ziele:

Minderung des Primärenergieverbrauchs um 20 % bis 2020, gegenüber 2008;

Minderung des Primärenergieverbrauchs um 50 % bis 2050, gegenüber 2008.

Fabian Theis, Frank Katzemich

Entwicklung von Anforderungskriterien an eine Prozessoptimierungssoftware im Asphaltstraßenbau zur Umfrage unter Bauunternehmen, privaten und öffentlichen Auftraggebern sowie Softwareherstellern

Der Asphaltstraßenbau unterliegt heute enormen Anforderungen. Immer anspruchsvollere Bauvorhaben müssen in immer kürzerer Zeit realisiert werden. Gleichzeitig erzeugt der starke Wettbewerb in der Branche einen erheblichen Kostendruck. Um zukünftig am Markt bestehen zu können, wird die Bauindustrie die an sie gestellten Anforderungen jedoch nur durch eine Steigerung der Effizienz sowohl bei der Planung als auch bei der Abwicklung von Straßenbauvorhaben erfüllen können. Bei Bewertung der Ist-Situation muss jedoch festgestellt werden, dass die im Straßenbau erreichte Prozessqualität, insbesondere im Hinblick auf Termintreue und Kostensicherheit, nur sehr unbefriedigend ist.

Martin Haberl

Der Gotthard-Basistunnel – Bau und Instandhaltung

Die erste Gotthardbahn wurde 1882 eröffnet. Mit der Gotthardbahn wurde die Reisezeit von Basel nach Chiasso von 3,5 Tagen auf 10,5 Stunden reduziert. Um 1970 betrug die Reisezeit nach verschiedenen Verbesserungen an der Bahnlinie, wie des Baus einer Doppelspur und der Elektrifizierung, nur noch 4,25 Stunden.

Johannes Tröndle

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