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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung und Überblick

Zusammenfassung
In der Betriebswirtschaftslehre existieren zahlreiche Ansätze und Theorien, die Individuen dabei helfen sollen, “möglichst gute” Entscheidungen zu treffen. Während die jeweiligen Entscheidungsprobleme ganz unterschiedlichen betrieblichen Bereichen entstammen können, ist das anzuwendende Instrumentarium von dem jeweiligen Bereich im Grunde unabhängig, denn die (normative) Entscheidungstheorie ermöglicht gerade die einheitliche Strukturierung und damit auch die “standardisierte” Lösung von Entscheidungsproblemen. Damit ist die Entscheidungstheorie (oder Entscheidungslehre) ein “klassisches” Teilgebiet der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre; gleichzeitig ist die Theorie der (richtigen) Entscheidungen aber von allgemeinem Interesse, da jeder in seinem Alltag, beruflich ebenso wie privat, ständig mit diversen Entscheidungssituationen konfrontiert ist. Insbesondere spielen psychologische Erkenntnisse eine große Rolle, denn Entscheidungen werden - auch im unternehmerischen Kontext — von Individuen getroffen, die sich dabei oftmals mehr durch psychologische Faktoren leiten lassen, als es die klassische Theorie anerkennt.1
Kathrin Fischer

2. Rationalitätskonzepte und Erwartungsnutzen-Theorie

Zusammenfassung
da sich die Entscheidungstheorie aus verschiedenen Teilgebieten sukzessive entwickelt hat, ist der Zeitpunkt, zu dem sie ihre Eigenständigkeit als Disziplin erlangte, nicht klar und eindeutig anzugeben. Während die Arbeit von von Neumann und Morgenstern (1944) als der „Beginn der Spieltheorie“ gelten kann, liegen die „Wurzeln“ der Entscheidungstheorie aber mit Sicherheit deutlich früher: So wird das Konzept der Nutzenfunktion und des erwarteten Nutzens, welches bis heute die präskriptive Entscheidungstheorie im Rahmen der Betrachtung von Risikosituationen prägt, in seinen Grundzügen bereits 1738 von dem Mathematiker Daniel Bernoulli bei der Untersuchung des „St. Petersburger Spiels“ entwickelt. Die axiomatische Fundierung des Konzepts erfolgt aber wiederum durch von Neumann und Morgenstern, was den engen Zusammenhang der Gebiete Spiel- und Entscheidungstheorie verdeutlicht.1
Kathrin Fischer

3. Alternative Modelle zur Beurteilung risikobehafteter Alternativen

Zusammenfassung
Diese negative Einschätzung von Tversky und Kahneman, den “Vätern” der bekanntesten deskriptiven Theorie, der Prospect Theorie, ist sicherlich nicht in Frage zu stellen. Die axiomatisch zu fordernden Eigenschaften rationalen Verhaltens werden, so zeigte die Diskussion im vorangehenden Kapitel, von Entscheidungsträgern in der Regel nicht erfüllt, was zwangsläufig zu Abweichungen des realen Verhaltens von diesen “Normen” führen muß. Daher kann das Ziel nur die Entwicklung “möglichst guter” Ansätze sein, die zum einen vernünftig (dies aber in einem gegenüber dem EU-Prinzip abgeschwächten oder veränderten Sinne) und zum anderen dem realen Entscheidungsverhalten angemessen sind.
Kathrin Fischer

4. Ausblick und Schlußbetrachtung

Zusammenfassung
Im folgenden soll in einem Ausblick diskutiert werden, welche Bedeutung die in dieser Arbeit dargestellten Überlegungen und Erkenntnisse hinsichtlich der EU-Theorie und neuerer deskriptiver Ansätze für die Prinzipal-Agent-Theorie haben bzw. haben könnten. Es wird auf diverse, in der Literatur vorgetragene Kritikpunkte an den normativen Modellen der Prinzipal-Agent-Theorie eingegangen und aufgezeigt, inwieweit die betreffenden Aspekte mit der in Kapitel 2 dargestellten Kritik am EU-Prinzip in Verbindung stehen. Dabei wird deutlich, daß der Einsatz deskriptiver Konzepte im Kontext der Prinzipal-Agent-Ansätze ein fruchtbares künftiges Forschungsgebiet darstellen kann, da ihre Integration in diese Ansätze eine verbesserte Abbildung realen Verhaltens erlaubt.
Kathrin Fischer

Backmatter

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