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Liebe Leserinnen und Leser,
leider müssen wir unser Heft mit einer traurigen Nachricht beginnen. Unser Ehrenmitglied der Deutschen Statistischen Gesellschaft (DStatG), Dr. Almut Steger, ist am 23. September 2025 nach kurzer Krankheit verstorben. Almut Steger hat die DStatG über viele Jahre intensiv begleitet und beeinflusst. Für ihre herausragenden Tätigkeiten in der DStatG – so war sie von 1984 bis 1988 Geschäftsführerin und von 1989 bis 2006 Schatzmeisterin der DStatG – wurde sie 2016 zum Ehrenmitglied der DStatG ernannt. Walter Krämer (2025), ihr langjähriger Wegbegleiter in der DStatG und neben Heinz Grohmann Mitherausgeber des Jubiläumsbandes ‚Statistik in Deutschland – 100 Jahre Deutsche Statistische Gesellschaft‘, ehrt ihr akademisches Lebenswerk mit einem Nachruf in dieser Ausgabe des AStA-WiSoStA.
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Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Statistik (DAGStat), deren Mitglied auch die Deutsche Statistische Gesellschaft ist, veranstaltet seit vielen Jahren regelmäßig Symposien zu statistisch-methodischen, aber auch zu statistisch-politischen Themen. 2023 stand dies unter dem Thema ‚Beschleunigung umweltpolitischer Entscheidungen durch verlässliche Daten und effiziente statistische Methoden‘. Eine Reihe von Vortragenden dieser Veranstaltung haben nun mit Ickstadt et al. (2025) die Ergebnisse der Veranstaltung in dem gleichnamigen Beitrag in diesem Heft veröffentlicht. Als Vorankündigung können Sie sich den 27.02.2026 vormerken. Das DAGStat-Symposium 2026 trägt den Titel Datenethik und KI. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.dagstat.de/aktivitaeten/dagstat-symposien/datenethik-und-ki.
Ein Thema, das weiter in den Blickpunkt rückt und auch polarisiert, sind Online-Surveys und ihre Selektivitäten. Prücklmair und Rendtel (2025) analysieren anhand einer Simulationsstudie verschiedene Selektionsmuster für Online-Surveys. Die Simulationen laufen auf Daten des European Social Surveys, und die Ergebnisse werden extern mit den Bundestagswahlergebnissen von 2017 verglichen. Eines ihrer Ergebnisse ist, dass die Kalibrierung nach dem Internetzugang, entgegen früheren in der Literatur auffindbaren Ergebnissen, an Bedeutung abgenommen hat.
Auch Siems und Münnich (2025) konzentrieren sich in ihrem Artikel zu generalisierten Varianzfunktionalen auf eine Simulationsstudie. In dieser Studie werden alle gängigen Ansätze zur Schätzung von generalisierten Varianzfunktionalen miteinander unter diversen Datenstrukturen verglichen. Dieser Artikel ist eine wertvolle Übersicht über die Chancen, aber auch Fallstricke generalisierter Varianzfunktionale und kann mit seinen Handlungsempfehlungen in der Praxis herangezogen werden.
Trinkaus, Kauermann, und Windmann (2025) beschreiben unterschiedliche Möglichkeiten der Fortschreibung von qualifizierten Mietspiegeln via Stichproben. Sie ordnen diese aus statistischer Perspektive hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Qualität ein. Ihre Anwendung in München zeigt, dass die Fortschreibung sich erst ab einer Stichprobengröße von 1500 Wohnungen im Vergleich zu einer Neuerstellung stabilisiert. Aufgrund der drängenden Wohnraum- und Mietpreisproblemen in Deutschland bleibt das Thema der Mietspiegel akutell und relevant.
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Auch für diese Ausgabe hat Ulrich Rendtel (2025) wieder ein Interview geführt. Diesmal war seine Gesprächspartnerin Frau Prof. Dr. Katrin Ickstadt, der Titel des Interviews lautet ‚Rohdaten müssen raffiniert werden‘. Katrin Ickstadt ist Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik und langjährige Dekanin der Fakultät Statistik der TU Dortmund. Dort ist sie Lehrstuhlinhaberin für ‚Mathematische Statistik und biometrische Anwendungen‘.
Die Herausgeber
Jan Pablo Burgard, Markus Zwick
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