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2022 | Buch

Aufbruch ins Industriezeitalter – Zukunftswerkstätten der Neuzeit

verfasst von: Gerhard Zweckbronner

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Wir leben in einer von Technik geprägten Welt. Dieses Sachbuch möchte ein Grundverständnis für technische Funktionsweisen und Zusammenhänge vermitteln. Es zeigt historische Entwicklungswege bis in die Gegenwart auf und macht deutlich, vor welche Entscheidungen wir heute gestellt sind. Wer sich in unserer hochtechnisierten Welt besser orientieren möchte, dem könnte ein Blick in die Zukunftswerkstätten der Vergangenheit helfen: jener Zeiten des Aufbruchs, in denen, ausgehend vom europäischen Kulturkreis, die mentalen und wissenschaftlich-technischen Grundlagen unserer modernen Lebenswelt geschaffen wurden. Kühne Fortschrittserwartungen, weit ausgreifende Visionen, aber auch warnende Stimmen begleiten die Entwicklung bis zum heutigen Tag.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einführung
Zusammenfassung
Lässt man die rund 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte im Zeitraffertempo innerhalb eines Jahres ablaufen, dann betritt der Mensch am 31. Dezember die Erde, in der letzten Stunde vor Mitternacht. Bald danach brennen hier die ersten von ihm entfachten Feuer. Das Industriezeitalter mit seinem gewaltigen Energie- und Rohstoffhunger bricht erst eine Sekunde vor Mitternacht an.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 2. Mechanisierung des Weltbildes – Griff nach der Herrschaft über die Natur
Zusammenfassung
Heute erscheint es uns als selbstverständlich, dass die Naturgesetze universell gültig sind: im kosmischen Geschehen wie auf der Erde, die wir als Teil des Kosmos begreifen. Aber diese Erkenntnis ist erst gut 400 Jahre alt. Sie ist Kern der neuzeitlichen Naturwissenschaft.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 3. Getreue Abbildung der Wirklichkeit? – Eine Frage der Perspektive
Zusammenfassung
Mit dem Entstehen der neuzeitlichen Naturwissenschaft bildeten sich im europäischen Kulturkreis auch neue Wahrnehmungsweisen heraus. Der Sehraum gewann in der Kunst der Renaissance an Tiefe. Die neu entwickelten perspektivischen Abbildungen dreidimensionaler Gegenstände auf einer zweidimensionalen Zeichenebene entsprachen in ihrer geometrischen Konstruktion den Vorstellungen von der mathematischen Ordnung der Welt.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 4. Jupitermonde und Fliegenbeine – Blick in neue Welten durch Fernrohr und Mikroskop
Zusammenfassung
Ging es bei der Zentralperspektive um die Abbildung von Gegenständen, die das Auge ohne Sehhilfen wahrnehmen konnte, wie zum Beispiel beim Blick durch ein Fenster, so bahnten sich um die Wende zum 17. Jahrhundert Epoche machende Entwicklungen auf dem Gebiet optischer Instrumente an: Fernrohr und Mikroskop erweiterten die visuelle Wahrnehmung in ungeahntem Maße und stießen Tore auf zu völlig neuen Welten. Zugleich gaben sie Anlass, die Stellung des Menschen im Weltganzen neu zu überdenken.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 5. Mechanisierung von Kopfarbeit – Rechnen mit Maschinen
Zusammenfassung
Bis vor wenigen Jahrzehnten waren mechanische Rechenmaschinen, mit Handkurbel oder mit Elektroantrieb, unentbehrlich und allgegenwärtig: im Forschungslabor, im Ingenieur- und Konstruktionsbüro, im Vermessungsamt, bei Banken und Versicherungen, in der kaufmännischen Buchführung von Firmen oder als Ladenkasse mit Klingelton in den Einkaufsgeschäften. Dann wurden sie binnen kürzester Zeit abgelöst durch moderne elektronische Datenverarbeitungs-Geräte.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 6. Statik und Dynamik – Mechanische Gesetze für die technische Praxis
Zusammenfassung
Das revolutionär neue Weltbild des 17. Jahrhunderts hatte zunächst kaum Auswirkungen auf den Lebens- und Arbeitsalltag. Es prägte primär das Denken in Kreisen der Wissenschaftler. Im engen Austausch untereinander entwickelten sie ihre Ideen und trieben die Forschung voran.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 7. Die lebendige Kraft des Wassers – Vom Effekt zum Wirkungsgrad
Zusammenfassung
Zur selben Zeit, als Naturwissenschaftler die Wirkung statischer und dynamischer Kräfte untersuchten und sich der Lösung praktischer Probleme zuwandten, zeigte sich die Verbindung von Theorie und Praxis auch in den Maschinenbüchern. Diese Schriften erschienen nicht in der Gelehrtensprache Latein, sondern in den jeweiligen Landessprachen. Sie waren also auch an jene adressiert, die im herkömmlichen Sinne nicht als gelehrt galten.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 8. Kräfte der Luft und des Feuers – Neue Antriebsmaschinen für die Industrialisierung
Zusammenfassung
Bereits im 17. Jahrhundert begann die Suche nach neuen Möglichkeiten, Kräfte der Natur zu nutzen. Wegweisend war hier Otto von Guericke, Bürgermeister von Magdeburg und experimentierender Naturwissenschaftler. Zunächst griff er eine Frage auf, die seit der Antike Naturforscher und Philosophen umgetrieben hatte und die nun im mechanistischen Denken der Zeit erneut kontrovers diskutiert wurde: die Frage, ob es in der Natur einen leeren Raum, also ein Vakuum, geben könne oder ob alles mit Materie erfüllt sei wegen des sogenannten Horror vacui, einer Scheu der Natur vor dem Leeren.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 9. Elektrizität – Die „junge Riesin“
Zusammenfassung
Wir alle kennen das Knistern und die kleinen Schläge, mit denen sich Reibungselektrizität entlädt. Sie ist die früheste, schon in vorchristlicher Zeit bekannte Form der Elektrizität. Ihre Anziehungswirkung hatte man an geriebenem Bernstein (griech. „elektron“) beobachten können.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 10. Aufstieg in die Lüfte – Erfüllung des Traums vom Fliegen
Zusammenfassung
Noch bevor das Jahrhundert der Verkehrsrevolution zu Lande und zu Wasser endete, gab es die ersten erfolgversprechenden Versuche, sich nach dem Vorbild der Vögel in die Lüfte zu erheben. Deren Flugmechanik hatte Leonardo schon vierhundert Jahre früher studiert, als er seine Flugapparate ersann, die allerdings nicht über die Entwurfsphase hinauskamen. Als man im Zuge der Mechanisierung des Weltbildes den Körper von Mensch und Tier als Maschinerie zu verstehen suchte und erkannte, dass in lebenden Körpern dieselben Naturgesetze wirken wie in der unbelebten Natur, analysierte der italienische Arzt und Physiker Giovanni Alfonso Borelli biophysikalisch die Mechanik des Vogelflugs.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 11. Die Welt im Kopf – Von optischen Täuschungen und virtuellen Realitäten
Zusammenfassung
Fernrohr und Mikroskop zeigten bereits, wie der Gesichtssinn unsere Wahrnehmung prägt, im wahrsten Sinne des Wortes unser Welt-Bild. Zugleich machten sie aber die Grenzen des unmittelbaren Augenscheins deutlich. Auch unsere visuelle Wahrnehmungsgeschwindigkeit, unser zeitliches Auflösungsvermögen begrenzt das Bild, das wir uns von der gegenständlichen Welt machen. Sind Bewegungen zu schnell oder zu kompliziert, dann können wir ihnen nicht mehr folgen, ja wir nehmen sie oft gar nicht mehr wahr. Sie aufzuzeichnen gelang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Hilfe der Chronofotografie. Damit war Bewegung in einer Abfolge von Momentaufnahmen festgehalten. Das rasche zeitliche Nacheinander ließ sich nun auflösen in ein Nebeneinander von Einzelbildern, mit denen man Bewegungsabläufe analysieren konnte.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 12. Alles geregelt? – Mit Kybernetik ins Zeitalter der Information
Zusammenfassung
„Alles regeln, was regelbar ist, und das noch nicht Regelbare regelbar machen.“ Dieses Motto entstammt einer Denkschrift von Hermann Schmidt aus dem Jahre 1941. Sie gab den Anstoß zur Gründung eines Instituts für Regelungstechnik in Deutschland, die drei Jahre später folgte. War der Schlüssel zum Weltverständnis im 17. und 18. Jahrhundert die Mechanik gewesen, so schien nun gegen Mitte des 20. Jahrhunderts die Kybernetik das Erklärungsmuster für jegliches Geschehen zu liefern: die Lehre von der Regelung und der Informationsverarbeitung in Maschinen und Lebewesen. Weit über das Feld der Technik hinausgreifend, versprach die Kybernetik, ein „Neuland des Denkens“zu eröffnen, eines Denkens in Wirkungskreisläufen. Das eingangs zitierte Motto wurde gleichsam zum kybernetischen Imperativ.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 13. Energiequellen im Überfluss? – Eigentlich ja, aber …
Zusammenfassung
Zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Menge verfügbarer Energie gegenüber vorindustriellen Zeiten bereits gewaltig gestiegen. Mehr als zwölf Millionen Pferdestärken standen allein mit den Dampfmaschinen bereit, was nach damaliger Einschätzung der Leistung von rund hundert Millionen Menschen entsprach. Aber verglichen mit der installierten Leistung von heute ist das nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz. Aktuell liegt das Energieangebot vielhundertfach höher.
Gerhard Zweckbronner
Kapitel 14. Resümee und Ausblick
Zusammenfassung
Schauen wir kurz zweieinhalb Jahrhunderte zurück. Man bekomme Lust, auf vier Füßen zu gehen, schrieb 1755 Voltaire, der große Spötter des Aufklärungszeitalters, an Jean-Jacques Rousseau, nachdem er dessen „Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen“ gelesen hatte – nie habe jemand so viel Geist darauf verwendet, uns wieder zu Eseln zu machen. Rousseaus Schrift „gegen das Menschengeschlecht“, wie Voltaire sie nannte, war die Antwort gewesen auf eine Preisfrage der Akademie in Dijon nach dem Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen und ob sie im Naturgesetz begründet sei.
Gerhard Zweckbronner
Backmatter
Metadaten
Titel
Aufbruch ins Industriezeitalter – Zukunftswerkstätten der Neuzeit
verfasst von
Gerhard Zweckbronner
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-60542-4
Print ISBN
978-3-662-60541-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-60542-4

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