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Über dieses Buch

Vor dem Hintergrund der im Rahmen der Expertenkommission der BGW Aufbruch Pflege 2006 erstellten fünf Positionspapiere zu basalen Themen der Altenpflege in Deutschland beleuchten Experten die gegenwärtige Situation und eine handlungsorientierte zukünftige Ausrichtung in den Sachgebieten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

1. Aufbruch Pflege? Philosophischer Versuch einer Annäherung an das Faktische

Zusammenfassung
Im Jahre 2006 initiierte die BGW die Kampagne „Aufbruch Pflege“ mit dem Ziel, die Situation der Pflegekräfte in der Altenhilfe in Deutschland zu thematisieren und zu verbessern.
Thomas Behr

2. Von der Strategie vorausgreifenden Denkens - Die Arbeit des Think Tank seit 2006

Zusammenfassung
Anfang 2006 startete die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Kampagne „Aufbruch Pflege“ mit einem zentralen Anliegen: Politik und Altenpflegeeinrichtungen sollen sich stärker dafür einsetzen, dass die in der Pflege tätigen Menschen in ihrem Beruf langfristig gesund und motiviert bleiben. Hintergrund dieser Forderung sind die oft schwierigen Rahmenbedingungen in Pflegeheimen und bei Pflegediensten.
Thomas Behr

Empfehlungen zu einem nationalen Aktionsplan

Frontmatter

3. Positionspapier: Nationaler Aktionsplan Pflege – Entwicklung und Umsetzung

Zusammenfassung
„Jeder Mensch hat uneingeschränkten Anspruch auf Respektierung seiner Würde und Einzigartigkeit. Menschen, die Hilfe und Pflege benötigen, haben die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen und dürfen in ihrer besonderen Lebenssituation in keiner Weise benachteiligt werden. Da sie sich häufig nicht selbst vertreten können, tragen Staat und Gesellschaft eine besondere Verantwortung für den Schutz der Menschenwürde hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“[13].
Thomas Behr

4. Expertenexpertise

Zusammenfassung
20 Jahre nach Einführung der Sozialen Pflegeversicherung zeigt sich erheblicher Modernisierungsbedarf. Die Voraussetzungen haben sich geändert: Die demografische Entwicklung, die Entwicklung der Demenz und Multimorbidität, veränderte Lebensformen und Bedarfe verlangen einen Konversionsprozess, der gleich wichtig wie die Reform der Kinderbetreuung oder der Energiewende ist. Es handelt sich um ein zentrales Zukunftsthema.
Thomas Behr

Refokussierung auf den Kernprozess der Pflege

Frontmatter

5. Positionspapier: Pflege raus aus dem Abseits – Empfehlungen zu einer Refokussierung auf den Kernprozess der Pflege

Zusammenfassung
Die mit der demografischen Entwicklung steigende Zahl potenzieller Pflegebedürftiger – sowie das wachsende Bedürfnis nach individueller Pflege – wurden von der Bundesregierung in den letzten Jahren begrüßenswerterweise erkannt und berücksichtigt. So rückten mit den Reformbestrebungen, die unter anderem durch das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz 2008 manifestiert wurden, sowie der Definition und der anstehenden Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, bedürfnis- und teilhabeorientierte Pflegeleistungen in den Fokus gesetzgeberischer Aktivitäten.
Thomas Behr

6. Expertenexpertise

Zusammenfassung
Kernprozess Pflege – das ist die Aufnahme und Prozedur einer professionellen, also therapeutischen Beziehung zwischen einem Menschen mit Pflegebedarf und einer Pflegefachperson mit einer beruflich anerkannten pflegefachlichen Qualifizierung. Die therapeutische Beziehung ist unveräußerlich. Sie mag geldwert vermarktet werden, durch Gesetze reglementiert und politisch gebunden. Sie bleibt aber im direkten Pflegeprozess zunächst frei von komplementären Bezugsgrößen wie Ökonomie, Politik oder Juristerei. Die pflegetherapeutische Beziehung bildet eine strenge und systematisch und inhaltlich gesicherte Abschirmung gegenüber äußeren Faktoren, welche die Prozesse von Gesundsein und Gepflegtsein störend beeinflussen würden. Sie ist in diesem Sinne ganz bei sich, ein Geschehen zwischen dem Menschen, welcher einen Bedarf an Pflege hat und der Pflegefachperson.
Thomas Behr

Integrierte Versorgungssysteme

Frontmatter

7. Positionspapier: Empfehlungen zur Umsetzung der Integrierten Versorgung unter Einbezug der Pflege

Zusammenfassung
Mit der Gesundheitsreform 2007, die zum 1. April 2007 in Kraft trat, sind vier wesentliche Bereiche des deutschen Gesundheitswesens in Bestandteilen neu geordnet worden. Neben der Einführung des Versicherungsschutzes für alle, der Reform der Finanzierungsordnung mit Einrichtung eines Gesundheitsfonds und der Modernisierung gesetzlicher und privater Krankenkassen, steht auch die Verbesserung der medizinischen Versorgung im Zentrum der Umgestaltung [20].
Thomas Behr

8. Expertenexpertise

Zusammenfassung
Seit das Positionspapier zur „Integrierten Versorgung“ erschienen ist, wurde und wird auch weiterhin über Möglichkeiten guter Versorgungsnetzwerke diskutiert. Es wurden Chancen gesehen, wie die Fragmentierung von Hilfen und die Trennung von Rehabilitation und Pflege aufgehoben werden könnte.
Thomas Behr

Altenpflegeausbildung

Frontmatter

9. Positionspapier: Empfehlungen zur Qualitätssteigerung und -sicherung der Altenpflegeausbildung in Deutschland

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels (vgl. hierzu 4.4.1), der deutlich gestiegenen Lebenserwartung und der damit einhergehenden Zunahme von pflegebedürftigen Menschen, wird eine Umorientierung des Denkens und Handelns in der Pflege zur Notwendigkeit: Für das Jahr 2050 prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung eine Verdoppelung der Anzahl Pflegebedürftiger auf 4,7 Millionen. Gleichzeitig steigt zunehmend der Anspruch an Qualität und Umfang der Pflegeleistungen in der professionellen Pflege. Zudem vergrößern die oft geringe Attraktivität der Pflegeberufe sowie die hohe Fluktuation auch in andere Berufe die Diskrepanz zwischen dem wachsenden Bedarf an Pflegepersonal und der Verfügbarkeit an qualifizierten Fachkräften. Mit den gestiegenen Anforderungen und Erweiterungen altenpflegerischer Tätigkeit verändern sich ebenso die Ansprüche an die Inhalte einer qualifizierten Ausbildung.
Thomas Behr

10. Expertenexpertise

Zusammenfassung
Die Pflegeberufe und darunter insbesondere der Altenpflegeberuf sind im Konkurrenzkampf um den Fachkräftenachwuchs derzeit offensichtlich auf der Gewinnerseite. „Im Schuljahr 2012/2013 haben rund 47.600 Personen eine Ausbildung in den drei Pflegeberufen begonnen. Ein Spitzenwert im Vergleich zu allen anderen Ausbildungsberufen“ - wie der aktuelle Berufsbildungsbericht ausdrücklich konstatiert [2].
Thomas Behr

Entbürokratisierung der Pflegedokumentation und psychische Gesundheit

Frontmatter

11. Positionspapier: Psychische Belastungen in der Pflege und die Rolle der Pflegedokumentation

Zusammenfassung
Die Pflegebranche gehört innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) mit 1.196.139 versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (2012) zu den größten Versichertengruppen.
Thomas Behr

12. Expertenexpertise

Zusammenfassung
Die Ergebnisse des BGW-Workshops zu psychischen Auswirkungen der Pflegedokumentation zeigen, dass die unzureichende Möglichkeit selbst über Art und Umfang der Dokumentation zu entscheiden (Fremdbestimmung) und die damit einhergehende unzureichende Handlungsrelevanz der Dokumentationsinhalte (Entfremdung) wesentliche Gründe für psychische Belastungen sind. Eine Befreiung aus den strukturellen Zwängen, die die derzeitige Form der Pflegedokumentation fördern, fällt schwer, weil die Pflege selbst nur unzureichende Entscheidungsmacht über die Regularien hat, die zur Pflicht geworden sind. Es ist erstaunlich, mit welcher Beständigkeit es die Berufsgruppe der Pflegenden seit Jahren erträgt, dass andere vorgeben zu wissen, was richtig für sie ist.
Thomas Behr

Der demografische Wandel und die Situation der Pflegenden

Frontmatter

13. Einflüsse demografischer Veränderungsprozesse auf die Arbeitssituation der Altenpflegekräfte – Faktenlage

Zusammenfassung
Die deutsche Gesellschaft (über-)altert. Kontinuierlich steigende Lebenserwartung bei anhaltend niedrigen Geburtenraten führen zu drastischen Verschiebungen der Altersstruktur. Lag der Anteil der 60-80-Jährigen 1991 noch bei 16,6 Prozent, erreichte er 2012 bereits 21,5 Prozent. Der Anteil der über 80-Jährigen lag bei 5,4 Prozent [14].
Thomas Behr

14. Interview Bundesminister a.D. Dr. Heiner Geißler

Zusammenfassung
Die Situation im deutschen Pflegewesen ist unbefriedigend und dringend reform- und verbesserungsbedürftig. Von diesem Urteil ausgenommen ist die überwiegende Mehrheit der ca. eine Million Menschen, die in der Pflege arbeiten und trotz aufreibender Arbeitsbedingungen eine sehr gute Arbeit leisten. Die Pflege in Deutschland ist insgesamt unterfinanziert, bürokratisiert und ökonomisiert.
Thomas Behr

15. Interview Prof. Dr. jur. habil Thomas Klie

Zusammenfassung
Wie in anderen Politikfeldern auch zeigt die Große Koalition Handlungsfähigkeit. Sie geht zügig, wenn auch eher symbolisch eine Pflegereform an. Wie bei der Mütterrente gibt es mehr Geld. Allein das zusätzlich zur Verfügung gestellte Geld entspricht eher einer Tariferhöhung denn einer Beitragssatzanhebung, die der Forderung „Mehr Geld ins System“ wirklich Rechnung tragen würde. Die Große Koalition hat für die Legislaturperiode zwei Reformschritte in der Pflegeversicherung angekündigt. In einem zweiten Schritt soll der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt werden.
Thomas Behr

16. Interview mit Pflegepraktikerin Renate Neumüller

Zusammenfassung
Es muss etwas Sinnstiftendes in der praktischen Arbeit der Pflege geben, wenn man bis ins hohe Alter noch in einem Pflegeheim in der Altenpflege arbeitet und arbeiten will! M. Isanovic ist Pflegedienstleiterin in einer großen Einrichtung der Diakonie Fürstenfeldbruck und sie führt ein Gespräch mit ihrer Mitarbeiterin Renate Neumüller, die mit 77 Jahren noch stundenweise in der Pflege arbeitet .
Thomas Behr

Fazit

Frontmatter

17. Schlusswort des Herausgebers

Zusammenfassung
In dem vorliegenden Werk sind die grundlegenden Themen, die die Altenpflege heute beschäftigen, umfassend dargestellt. Die damit zusammenhängenden Probleme und Problemlagen wurden von Experten differenziert erörtert und Lösungswege aufgezeigt. Die Frage bleibt: Aufbruch Altenpflege? Wohin? Die Merkmale einer krisenhaften Situation sind nicht zu verkennen und alle sind sich einig, dass es so nicht weiter gehen kann.
Thomas Behr
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