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27.11.2017 | Aus- und Weiterbildung | Im Fokus | Onlineartikel

Diese Skills machen fit für die Zukunft der Arbeit

Autor:
Michaela Paefgen-Laß

Die Datenflut braucht scharfe Analytiker und Interpreten. Wer mit den entsprechenden Kompetenzen gesegnet ist, sollte fix Karriere machen. Schon in zehn Jahren trumpfen Soft Skills. 

Generalisten und Wissensmanager vor, Kreative bitte nach hinten treten und die Datenexperten mit dem scharfen Verstand einen Schritt zurück.  Das Karriere-Netzwerk LinkedIn hat gemeinsam mit Bitcom Research bei knapp über 300 Personalentscheidern und Vorständen nach den Skills der Zukunft gefragt. Die Ergebnisse von "Berufliche Fähigkeiten der Deutschen 2017 und 2027" zeigen, die Gewinner auf dem Arbeitsmarkt von morgen müssen besser den je mit weichen Sozialfaktoren ausgestattet sein. Das erscheint logisch. Eine Umbewertung von harten und weichen Mitarbeiterkompetenzen ist auch Reaktion auf die aktuelle Digitalisierungswelle. 

Denn die intelligente vernetzte Produktion 4.0 fordert Fach- und Führungskräfte dazu auf, in Prozessen zu denken und handeln, sich damit über die Grenzen ihrer Funktionen und Disziplinen hinaus zu bewähren. Hinzu kommt die fortschreitende Internationalisierung. In Zukunft werden Chefs noch stärker nach Mitarbeitern Ausschau halten, die sich in Teams quer über den Erdball sicher bewegen können. Punktum: Funktionsübergreifendes Denken, Handeln und Kommunizieren  wird künftig die Jobprofile beherrschen. So jedenfalls lassen es die Studienergebnisse erahnen. 

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Mit Fingerspitzengefühl in die Zukunft

Noch sind die Datenexperten gefragt. Daten analysieren und interpretieren steht im Ranking der Hard Skills 2017 an der Spitze. Von den befragten Entscheidern halten 87 Prozent das für "wichtig" bis "sehr wichtig". In zehn Jahren würden sogar 91 Prozent diese hohe Einschätzung unterschreiben. Doch dann hat Wissensmanagement, derzeit für 81,7 Prozent der Befragten zweit wichtigstes Hard Skill, die Nase vorn und wird nach Prognose von 92,2 Prozent der Befragten wichtigste harte Fachkompetenz sein. Den größten Bedeutungszuwachs wird allerdings die Unternehmensführung erfahren. Noch hält jeder zweite Befragte sie für "wichtig" bis "sehr wichtig". Beim Blick in die Zukunft schließen sich weitere 23,1 Prozent an. Sozialfaktoren und Soft Skills, das deutet sich hier an, gewinnen in Jobbeschreibungen deutlich an Gewicht. 

Funktionsübergreifende Kompetenzen werden mit einem Zuwachs von 15,3 Prozent künftig an der Spitze der Soft Skills stehen (82 Prozent), gefolgt von Gesprächs- und Verhandlungsführung (79 Prozent) und Team- und Mitarbeiterführung (76,4 Prozent). Die "weichen" Fachkompetenzen geraten demnächst ordentlich in Bewegung. Zwischenmenschliches Fingerspitzengefühl wird Führungs- und Charaktereigenschaften überholen. Und wer heute meint, mit Unternehmergeist und kreativem Potential punkten zu können, wird schon in zehn Jahren das Nachsehen haben gegenüber Kollegen und Wettbewerbern mit sowohl fachübergreifender als auch interkultureller Kompetenz.

Soft Skills 2017  Soft Skills 2027
KritikfähigkeitFunktionsübergreifende Kompetenzen
EntscheidungsfähigkeitGesprächs- und Verhandlungsführung
Gesprächs- und VerhandlungsführungMitarbeiterführung
MitarbeiterführungKritikfähigkeit
UnternehmergeistInterkulturelle Kompetenz
Kreativität
Entscheidungsfähigkeit
Funktionsübergreifende Kompetenzen
Unternehmergeist
Interkulturelle Kompetenz
Präsentieren und öffentliches Sprechen
Präsentieren und öffentliches SprechenKreativität

Quelle: LinkedIn und Bitkom Research

Beschäftigungsfähigkeit ist auch Eigenverantwortung

Der technologische Wandel hält Mitarbeiter und Führungskräfte auf Trab. Nicht nur sind sie darin gefordert, den wechselnden Digitalisierungswellen – ehemals Computerisierung und Internet, heute Industrie 4.0 – gerecht zu werden. Es geht auch darum, den Anschluss an sich ständig verändernde Arbeitsumgebungen zu halten. Spezialisierung ist dabei ihren guten Ruf zu verlieren, denn sie macht immobil und abhängig. In der modernen Arbeitswelt müssen Belegschaften flexibel und damit beschäftigungsfähig bleiben. Kontinuierliche Weiterbildung und Kompetenzentwicklung helfen dabei mit. Sie bereiten Mitarbeiter auf den nächsten Karriereschritt oder neue berufliche Ziele vor. Doch reicht es nicht aus, allein den Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen. Arbeitnehmer müssen sich die Entwicklung ihrer Skills auch selbst zur Hausaufgabe machen.

Ihr bis hierher erlerntes fachliches Wissen und ihre fachlichen Kompetenzen sind als Job- und Karrieregaranten nicht mehr verlässlich, wie die Springer-Autorinnen Jutta Ramp und Silke Eilers finden. "Daneben spielt ein breites Spektrum an überfachlichen Kompetenzen, Einstellungen und Mentalitäten eine Rolle" (Seite 605).  In ihrem Beitrag "Employability und Employability Management" nehmen sie den Arbeitnehmer in die Pflicht. "Er ist gefordert, sich kontinuierlich den verändernden Rahmenbedingungen sowie den Anforderungen des internen wie externen Arbeitsmarktes anzupassen. Dazu ist die Bereitschaft allein nicht ausreichend. Auch individuelles Handeln – ohne die Unterstützung des Arbeitgebers – ist gefragt." (Seite 607)

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