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29.03.2016 | Aus- und Weiterbildung | Im Fokus | Onlineartikel

Nichts wissen macht was

Kontinuierliche Weiterbildung bringt nicht nur Karrieren voran, sondern auch Unternehmen. Kompetenz- und Wissensmanagement sind wichtiger denn je. Denn auch Mitarbeiterbindung, Recruiting und das Arbeitgeberimage profitieren davon.

"Wenn Sie glauben, permanente Weiterbildung sei teuer, versuchen Sie es mit Inkompetenz", hat der britische Staatsmann Winston Churchill einmal gesagt. Das Schlimme ist: Viele Unternehmen vernachlässigen das Thema Kompetenzaufbau tatsächlich. Im Zuge der digitalen Transformation rächt sich das gründlich. Rund ein Drittel der Mitarbeiter kann mit den Anforderungen der Digitalisierung nicht mithalten und fühlt sich überfordert, hat unlängst eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Bank ergeben. 

Gleichzeitig ist das Interesse an Weiterbildungsmaßnahmen so groß wie nie, zeigt eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag des ILS Institut für Lernsysteme. Insbesondere die unter 30-Jährigen sind überdurchschnittlich engagiert. Denn die Aufgabenkomplexität wachse nahezu in allen Berufszweigen, so Ingo Karsten, Geschäftsführer des ILS.


Fortbildungen machen Arbeitgeber attraktiver

Berufliche Weiterbildung ist oft auch ein Thema in Vorstellungsgesprächen. Am häufigsten werden fachliche Weiterbildungen, Aufstiegsfortbildungen sowie Angebote zu Führungsthemen thematisiert. HR-Verantwortliche gehen davon aus, dass die Nachfrage bei Bewerbern künftig noch steigen wird. Somit werden Fortbildungen und Know-how-Aufbau zu wichtigen Instrumenten in der Personalentwicklung. Dies geht aus der aktuellen TNS Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2016" hervor, die im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt wurde.

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Erfolgreiches Kompetenzmanagement

Für Firmen ist es im Grunde genommen eine Win-Win-Situation, wenn sie strategisch in den Kompetenzaufbau ihrer Mitarbeiter investieren. Denn sie steigern damit die Performance und erreichen besser ihre Ziele, schreiben Werner Sauter und Franz-Peter Staudt. Die Springer-Autoren definieren im Beitrag "Rolle des Kompetenzmanagements" folgende Kernpunkte eines erfolgreichen Kompetenzmanagements


Was Kompetenzmanagement 2.0 leistet

Sauter und Staudt leiten aus den Kernpunkten die zukünftigen Ziele des strategieorientierten Kompetenzmanagements 2.0 ab. Dieses leistet demnach einen wesentlichen Beitrag, um

  • die strategischen Unternehmensziele zu erreichen,
  • Personalmaßnahmen konsequent an der Unternehmensstrategie auszurichten,
  • Kompetenzentwicklungsmaßnahmen gezielt an den Strukturen und Prozessen der Enterprise 2.0 auszurichten,
  • notwendige Kompetenzen zur Zielerreichung zu identifizieren und transparent zu machen,
  • bereits vorhandene Kompetenzen sichtbar zu machen,
  • die Mitarbeiter entsprechend ihren Kompetenzen einzusetzen,
  • soziale Medien entschlossen zur Entwicklung der unternehmensweiten Kompetenzen einzusetzen,
  • den Austausch von Erfahrungswissen im Unternehmen aktiv zu unterstützen (Wissensmanagement),
  • die Netzwerkbildung im Unternehmen und mit Partnern zu fördern,
  • Rekrutierungsprozesse und die Personalauswahl zu optimieren,
  • Kompetenzentwicklungs-Maßnahmen individuell und zielgenau durchzuführen,
  • verschiedene Personalprozesse, von der Personalauswahl bis zur Nachfolgeplanung, zu integrieren und Friktionen abzubauen,
  • die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu steigern,
  • Leistungsträger langfristig ans Unternehmen zu binden,
  • die Qualität zu steigern und
  • die Innovationsfähigkeit zu fördern.

Fazit: Berufliche Weiterbildung sorgt für zufriedene Mitarbeiter. Denn nicht selten folgen auf das Weiterbildungsengagement eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung, hat die Forsa-Umfrage ergeben. Zudem werden Arbeitgeber für Bewerber attraktiver, wenn sie in Vorstellungsgesprächen Entwicklungsperspektiven durch Fortbildungen anbieten können. Insofern müsste das Churchill-Zitat wie folgt abgewandelt werden: "Wenn Sie glauben, permanente Weiterbildung sei teuer, versuchen Sie es mit Kompetenzmanagement."

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