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Über dieses Buch

Philipp Kissing untersucht die kommunale Finanzwirtschaft im Kontext einer komparativen Mehrjahresanalyse. Hierzu nimmt er detaillierte Haushaltsprüfungen mehrerer Städte vor, um sowohl austeritätsbezogene Maßnahmen als auch deren Treiber zu identifizieren. Neben dem finanzwirtschaftlichen Leidensdruck der Kommunen als zentrale Determinante, die insbesondere auf haushaltstechnischen Vorgaben beruht, skizziert der Autor in der Maßnahmenkonkretisierung ein einheitliches kaskadenartiges Vorgehensmodell.

Der Autor:

Philipp Kissing studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Mannheim und Münster und erlangte seinen PhD in Paris. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit im Risiko- und Investmentmanagement eines Versicherungskonzerns promovierte er ferner mit einer komparativen Studie zur kommunalen Finanzwirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Grundlagen und Forschungsgegenstand

Zusammenfassung
Die Debatte um die ‘richtige’ Wirtschaftspolitik wurde bereits über viele Jahre geführt. Insbesondere der Aspekte konjunkturpolitischer Maßnahmen in Abgrenzung zur öffentlichen Haushaltskonsolidierung ist noch heute in Europa mit einem nicht unerheblichen Maß an Meinungsdiversität verbunden. Die wirtschaftstheoretische Sichtweise der 1960iger und frühen 1970iger Jahre in der Bundesrepublik Deutschland war stark geprägt durch die Arbeit von John Maynard Keynes bzw. der Weiterverarbeitung seiner Ideen durch John Hicks zum IS-LM Modell.
Philipp Kissing

Kapitel 2. Stadt Hamm

Zusammenfassung
Zahlenmaterial zur Beurteilung der Bevölkerungsgröße und deren Entwicklung im Beobachtungszeitfenster liegt auf Basis der im Stadtarchiv Hamm analysierten Unterlagen in Ausprägung der Volkszählung vom 27.05.1970 und auf Grundlage der leicht divergenten Fortschreibungsmethoden des Statistischen Amts der Stadt Hamm als auch des Landesamts für Datenerfassung und Statistik Nordrhein-Westfalen für die Folgejahre vor. Demnach wies die Stadt Hamm per 27.05.1970 eine Wohnbevölkerung von 169.858 Personen aus. Diese Wohnbevölkerung stieg nach der Fortschreibungsmethodik des Landesamts für Datenerfassung und Statistik Nordrhein-Westfalen per 31.12.1976 auf 171.765 Bewohner nur leicht, während die Fortschreibungsmethodik des kommunalen Amts für Statistik der Stadt Hamm eine deutlich stärkere Wachstumsdynamik im identischen Zeitfenster aufwies und eine Wohnbevölkerung von 178.754 Bewohnern nahelegte.
Philipp Kissing

Kapitel 3. Stadt Münster

Zusammenfassung
Die Stadt Münster wies 1978 im Kontext der Vergleichsstudien dieser Ausarbeitung die höchste Bevölkerungszahl aus. Obgleich die Einwohnerzahl durch den Zweiten Weltkrieg stark dezimiert wurde, erreichte diese in den 1950iger Jahren das Vorkriegsniveau, um sich vor der kommunalen Neugliederung bei einem Wert von 200.000 Personen einzupendeln. Im Haushalt der Stadt Münster von 1978 wurde besagte sprunghafte Erweiterung durch die Änderung des kommunalen Zuschnitts sichtbar und eine ortsansässige Bevölkerung von 265.159 Personen per 01.01.1977 ausgewiesen.
Philipp Kissing

Kapitel 4. Stadt Gronau

Zusammenfassung
Die Angaben zur Wohnbevölkerung respektive deren Zusammensetzung auf Basis der analysierten Archivalien des Stadtarchivs Gronau enthalten in Bezug auf deren quantitative Entwicklung detaillierte Angaben, in qualitativer Hinsicht jedoch lediglich rudimentäre Informationen. Die einzelnen Haushaltssatzungen und Haushaltspläne umfassen Angaben zur Bevölkerungsentwicklung auf Basis von Volkszählungen, aber auch Datenangaben unter Verwendung von Extrapolationen von Datenpunkten auf Basis einschlägiger Fortschreibungsmethoden des Amts für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen. Aus dem vorliegenden Zahlenmaterial geht hervor, dass Gronau und Epe, deren Zahlenmaterial bis zum kommunalen Zusammenschluss im Jahr 1975 getrennt vorliegt, im Jahr 1945 einen Einwohnerstand von 17.477 Bewohner (Gronau) bzw. 7.501 Bewohner (Epe) aufwiesen. Insgesamt ergibt sich hieraus ein Stand an Einwohnern von 24.978, der bereits mit der Volkszählung von 1950 bei 34.297 festgestellt wurde.
Philipp Kissing

Kapitel 5. Stadt Soest

Zusammenfassung
Während Rückschlüsse zur Zusammensetzung der Wohnbevölkerung aus den analysierten Unterlagen der Stadt Soest überwiegend nur mittelbar geschlossen werden können, ist die konkrete Bevölkerungsentwicklung im Rahmen der Darstellung diverser statistischer Angaben sowohl differenziert über den betrachteten Zeitraum als auch in teils mehrjährigen Abständen seit dem Jahr 1933 in den ergänzenden Angaben zu den Haushaltssatzungen ersichtlich. Die in den Haushaltssatzungen der Jahre 1978 bis 1982 vorliegenden Angaben zur Wohnbevölkerung beruhen hierbei sowohl auf Volkszählungen sowie zur Extrapolation von Datenpunkten auf amtlichen Fortschreibungsmethoden des Amts für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen.
Philipp Kissing

Kapitel 6. Komparativer Vergleich und Forschungsergebnisse

Zusammenfassung
Obgleich zu Beginn einer jeden Studie bereits eine umfassende Darstellung zur kommunalen Lagebeschreibung erfolgte, ist die Ausprägung der kommunalen Parallelität respektive Divergenz in ihrer beobachtbaren Ausgangssituation im Vergleich für eine komparative Analyse bei der Bewertung der Einleitung von Austeritätsmaßnahmen unerlässlich und soll im Rahmen dieses Kapitels verkürzt auf ihre zentral einflussnehmenden und weitgehend nicht interdependenten Faktoren zusammengefasst werden. Es sei zunächst darauf hingewiesen, dass bei der Extraktion derartiger Kriterien stets die Gefahr im Sinne eines Hysteron-Proteron besteht; dieser Zirkelschluss jedoch durch geschickte Auswahl der Faktoren zumindest auf ein hinreichend geringes partielles Maß reduziert werden kann. Als beispielhaft sei die Gestaltung der kommunalen Hebesätze genannt.
Philipp Kissing

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