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29.04.2019 | Originalarbeit | Ausgabe 7-8/2019 Open Access

Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft 7-8/2019

Austrocknung von Bächen – eine Gefahr für die Wasserqualität?

Zeitschrift:
Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft > Ausgabe 7-8/2019
Autoren:
Mag. Dr. Gabriele Weigelhofer, PD DI Dr. Michael Tritthart
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Wasserknappheit stellt eine der größten Herausforderungen für das Gewässermanagement im 21. Jahrhundert dar. Bereits jetzt zählt ein Großteil des weltweiten Gewässernetzes zu den intermittierenden, also phasenweise austrocknenden, Fließgewässern. Durch die fortschreitende globale Erwärmung werden Fließgewässer zunehmend auch in gemäßigten Klimazonen wie Österreich über längere Perioden trockenfallen. Das Projekt PURIFY (2018–21) hat zum Ziel, die Auswirkungen von Austrocknung auf die Wasserqualität und die Selbstreinigungskapazität von Bächen in verschiedenen Regionen Österreichs zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die sich positiv auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber Austrocknung auswirken. Zu diesem Zweck wurden 2018 fünf perennierende und fünf intermittierende Bachabschnitte im Burgenland, in der Steiermark und in Kärnten vor und während der Austrocknung bezüglich der Wasserqualität und der Aktivität sedimentgebundener Mikroorganismen analysiert. Trotz der ausgedehnten Trockenphase zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in der mikrobiellen Atmung, der Bakterienanzahl und den Enzymaktivitäten zwischen perennierenden und intermittierenden Abschnitten derselben Region. Wir nehmen an, dass eine starke Beschattung durch Ufergehölze sowie ein hoher Feinsedimentanteil dabei helfen, eine hohe Restfeuchte in den Sedimenten zu erhalten und somit die Wirkung von Austrocknung auf mikrobielle Prozesse zu reduzieren. Allerdings führten die abnehmenden Durchflüsse sowohl in intermittierenden als auch in perennierenden Bereichen zu starken Schwankungen in den Nährstoffkonzentrationen. Erweiterte Freilanduntersuchungen im Jahr 2019, in Kombination mit Laborexperimenten und hydrodynamisch-numerischen Modellierungen, sollen klären, wie sich periodische Austrocknung kurz- und langfristig auf die mikrobielle Stoffaufnahme im Gewässer und die Wasserqualität in Abhängigkeit vom Gewässertyp und der stofflichen Belastung auswirkt.
Literatur
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