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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die zunehmende Tendenz zur Dezentralisierung, Mobilisierung und Technisierung der Arbeit wirkt sich sowohl auf Einzelarbeit als auch auf Arbeitsgruppen und ganze Unternehmen aus (Konradt & Hertel, 2002). Der Einführung von virtuellen Arbeitsund Organisationsformen wird durch Praktiker und Wissenschaftler zunehmend mehr Bedeutung zugesprochen (Haywood, 1998; Townsend, DeMarie & Hendrickson, 1998). Dies liegt einerseits an den aktuellen Herausforderungen hinsichtlich Globalisierung, Flexibilisierung und Kostenersparnis und andererseits an der raschen Entwicklung und Verbreitung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (Bell & Kozlowski, 2002; Duarte & Snyder, 2001; Picot, Reichwald & Wigand, 1998; Pinsonneault & Boisvert, 2001; Scherm & Süß, 2000). Virtualität als Strukturelement von Organisationen ist im Rahmen der genannten Veränderungen nicht neu entstanden (Karolak, 1998), sondern es wurde durch den Fortschritt der Informationstechnologien nur eine neue Dimension der Verbreitung erreicht (Fischer, 1997; Weibler & Deeg, 1998).
Katrin Lehmann

2. Theoretischer und empirischer Hintergrund

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird zunächst der Begriff „virtuelles Team“ definiert und von anderen virtuellen Organisations- und Arbeitsformen abgegrenzt. Es werden unterschiedliche Realisierungsmuster virtueller Teams diskutiert. Abschließend werden Auswirkungen dieser neuen Organisations- und Arbeitsform auf Vertrauen, Kommunikation, Führung und die Zusammensetzung von Teams beschrieben.
Katrin Lehmann

3. Theoriegeleitete Testentwicklung

Zusammenfassung
Die Entwicklung eines neuen Testverfahrens verläuft in mehreren Schritten: Der Beginn einer jeden Testentwicklung ist gekennzeichnet durch die Fragestellung bzw. den Grund, warum ein neues Testverfahren entwickelt wird. Aus der Fragestellung ergeben sich Regeln hinsichtlich der Konstruktion des neuen Testverfahrens und Informationen bezüglich der Zielgruppe, für die das Verfahren entwickelt wird (Fisseni, 1997). In der Planungsphase gilt es zunächst einige grundlegende Entscheidungen bezüglich der zu erhebenden Variable und der Art des Testverfahrens zu treffen. Es sollten folgende Fragen beantwortet werden: (1) Welcher Art ist die Personenvariable? (2) Welche Art von Testverhalten misst diese Variable? (3) Welches Testmodell entspricht den präexperimentellen Hypothesen? (4) Wodurch zeichnet sich das Itemuniversum aus und welche Items werden in die Itemstichprobe aufgenommen? Im Anschluss werden die Items entsprechend den Vorgaben aus der Planungsphase formuliert und zu einem Test zusammengestellt. Abschließend findet eine Datenerhebung und Datenauswertung mittels des Testverfahrens statt (Rost, 1996).
Katrin Lehmann

4. Operationalisierung

Zusammenfassung
Um sich einer weitgehend vollständigen Aufstellung von Items anzunähern, wird zu­nächst jedes Merkmal definiert. Im Rahmen der Definition wird das Konstrukt spezifiziert und es werden Subkategorien gebildet. Durch die Definition der Kompetenzen wird festgelegt, welche unterschiedlichen Aspekte das Merkmal enthält. Zu jedem dieser Aspekte müssen Items in dem zu erstellenden Itempool enthalten sein. Die Auswahl der Items findet dann durch ein Expertenteam statt. Es wird darauf geachtet, dass die ausgewählten Items weiterhin die unterschiedlichen Aspekte des Merkmals repräsentieren. Es werden verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich des Itemstamms und des Antwortformats beschrieben und dahingehend diskutiert, welche Form in diesem Testverfahren sinnvoll erscheint.
Katrin Lehmann

5. Beschreibung der statistischen Datenauswertung

Zusammenfassung
Basierend auf der Entscheidung hinsichtlich der anzuwendenden Testtheorie wird nun die Datenauswertung und die Anwendung der statistischen Verfahren beschrieben. Es wird angestrebt, pro Konstrukt fünf bis sechs Items auszuwählen. Für elf Konstrukte wären das 55 bis 66 Items im Anschluss an die Vorstudie. Die wesentlichen Schritte der Datenauswertung werden in Abbildung 6 grafisch verdeutlicht.
Katrin Lehmann

6. Voruntersuchung

Zusammenfassung
Die Stichprobe der Voruntersuchung setzte sich aus Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen und Studiensemester zusammen. Zu diesem Zweck wurden Studenten des Instituts für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Veranstaltungen angesprochen und es wurden Studenten in der Mensa um ihre Teilnahme gebeten. Diese Vorgehensweise wurde gewählt, um eine heterogene Stichprobe zu gewährleisten. Als Anreiz zur Teilnahme wurden unter allen Teilnehmern zehn Gutscheine im Gesamtwert von 375,- Euro verlost.
Katrin Lehmann

7. Hauptuntersuchung

Zusammenfassung
Die Stichprobe der Hauptuntersuchung setzte sich im Unterschied zur Voruntersu­chung aus Mitgliedern virtueller Teams zusammen, die online im Zeitraum von Ende Juni bis Ende Juli befragt wurden. Die Teilnehmer dieser Studie arbeiteten auf freiwilliger Basis unentgeltlich für einen Internetanbieter. Es handelte sich hinsichtlich Alter, Geschlecht, Schulabschluss und Beruf um eine heterogene Stichprobe. Alle Personen waren Teams zugeordnet und jedes Team beschäftigte sich mit Aufgaben der Steuerung und Überwachung eines abgegrenzten Bereichs. Diese Aufgaben galten inhaltlich als wenig komplex. Die Mitglieder der Teams mussten sich im Rahmen ihrer Aufgaben untereinander abstimmen und kommunizierten zu diesem Zweck vorwiegend per e-Mail miteinander. Die Gruppe der angeschriebenen Mitar­beiter umfasste insgesamt 593 Personen, die in 50 Teams unterschiedlicher Größe organisiert waren. Von den 593 Mitarbeitern leiteten 45 Personen eine Gruppe und wurden als „Teamleiter“ bezeichnet. Fünf der 50 Gruppen wurden durch keinen Teamleiter geführt. Als Anreiz zur Teilnahme wurden in der Gruppe der Teilnehmen­den Buchgutscheine im Wert von 375,- Euro verlost.
Katrin Lehmann

8. Fragestellung und Ergebnisse zur Teamzusammensetzung

Zusammenfassung
Der Online-Fragebogen für virtuelle Teams kann nur dann optimal genutzt werden, wenn Hinweise dazu vorliegen, durch welche Zusammensetzung sich ein erfolgreiches virtuelles Team auszeichnet. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit liegt dementsprechend darin, Handlungshinweise bezüglich der Zusammensetzung von virtuellen Teams zu erarbeiten. Die Anforderungen an Mitglieder virtueller Teams beziehen sich auf die individuelle Ebene, wohingegen Aussagen zur Zusammenstellung von Teams auf die Teamebene abzielen. Zu diesem Zweck wird die Fragestellung,
welche Ausprägungen der unterschiedlichen Teammitglieder in den fünf Skalen zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Team führen,
ergänzend untersucht. Die im Kapitel „Zusammensetzung von Teams“ (vgl. Kapitel 2.3.4) dargestellten Befunde erweisen sich als sehr heterogen. Schwerpunktmäßig werden zum Generieren von Hypothesen die referierten Studien zum Zusammenhang des Teamerfolgs und der Persönlichkeitsmerkmale verwendet. Auf der Basis der geschilderten Studien und der Operationalisierung der Teamkomposition durch Barrick, Steward, Neubert und Mount (1998) ist es möglich, Hypothesen zu generieren, die im Anschluss an die Entwicklung und Validierung des Testverfahrens für virtuelle Teams, geprüft werden können.
Katrin Lehmann

9. Diskussion

Zusammenfassung
Virtuellen Teams wird sowohl in der Forschung als auch in der betrieblichen Praxis zunehmend mehr Bedeutung zugesprochen. Im theoretischen und empirischen Hintergrund wurde deutlich, dass es sich bei virtuellen Teams um eine Sonderform traditioneller Teams handelt. Darüber hinaus konnte belegt werden, dass diese beiden Arbeitsformen doch so verschieden sind, dass neben den Anforderungen an ein Teammitglied weitere Anforderungen auf Grund der virtuellen Arbeitsumgebung hinzukommen. Bei der Auswahl von virtuellen Teammitgliedern wird zur Zeit auf alt bewährte Verfahren basierend auf Kernkompetenzen zurückgegriffen. Obwohl kaum empirische Studien zur virtuellen Zusammenarbeit vorliegen, äußern sich diverse Autoren dahingehend, dass bei der Auswahl der Teammitglieder neben den Kernkompetenzen extrafunktionale Qualifikationen von besonderer Bedeutung sind (Duarte & Snyder, 2001, Haywood, 1998; Lipnack & Stamps, 1997). Bisher existierte kein eignungsdiagnostisches Verfahren, dass zur Erhebung unterschiedlicher extrafunktionaler Qualifikationen in virtuellen Teams geeignet erschien. Das Ziel dieser Arbeit lag daraus resultierend in der Entwicklung und Validierung eines Online-Testverfahrens für die Auswahl, Platzierung und Weiterbildung von Mitgliedern virtueller Teams. Darüber hinaus sollten erste Ergebnisse zur Zusammensetzung von virtuellenTeams ermittelt werden.
Katrin Lehmann

10. Literatur

Ohne Zusammenfassung
Katrin Lehmann

Zusammenfassung

Zusammenfassung
Die Auswahl und Platzierung von Mitgliedern virtueller Teams erfolgt überwiegend anhand von Kernkompetenzen. Neben den Kernkompetenzen stellen jedoch extrafunktionale Qualifikationen wichtige Prädiktoren für die Leistung, Zufriedenheit und Teamidentität und damit für den Erfolg virtueller Teams dar. Bisher existierte noch kein eignungsdiagnostisches Verfahren, das auf die Anforderungen virtueller Teams zugeschnitten ist und empirisch validiert wurde.
Katrin Lehmann

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