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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Seit geraumer Zeit ist ein technologieinduzierter Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft festzustellen. Der Electronic Commerce bewirkt neben möglichen Rationalisierungs- und Kostensenkungseffekten vor allem auch wesentliche strategische Implikationen und stellt die Unternehmen damit vor die Herausforderung, sich neu positionieren zu müssen. Er beeinflußt die Marktstruktur, die Wertschöpfungskette und die Kosten des Geschäftsverkehrs. Er erlaubt marktseitig durch neue Freiheitsgrade die Entwicklung neuartiger Leistungsangebotsformen oder die stärkere Differenzierung bestehender und die Erzielung weiterer Erlöse z. B. durch Werbung und kann so die Wettbewerbskräfte beeinflussen. Ressourcenseitig könnten Rationalisierungseffekte realisiert und die Wertschöpfungsprozesse verändert werden. Hieraus würden auch Veränderungen im Integrationsgrad und der Koordinationsform der Wertschöpfungsprozesse resultieren.1 Einen Überblick über die Einflüsse gibt Abb. 1.
Martin Schüngel

2. Grundlagen

Zusammenfassung
Die Verlagsfunktion kann bis in die vorindustrielle Zeit zurückverfolgt werden. Verlage übernahmen die Ausgleichsfunktion zwischen kleinen dezentralisierten handwerklichen Produktionsbetrieben und den ebenfalls dezentralisierten und schlecht erschlossenen Absatzmärkten. Dabei regten sie die Produktion durch Auftragsvergabe und „Vorlage“ der benötigten finanziellen Mittel an und übernahmen den Verkauf auf eigene Rechnung. Diese Trennung in Real- und Nominalgüterprozesse führte in der vorindustriellen Zeit zu möglichst geringen Transaktionskosten. Der Verleger koordinierte somit die Marktkenntnisse der Produktions- und Abnehmerseite und die finanziellen Ressourcen zur Vorfinanzierung der Produktion. Seine Fertigungstiefe war auf „Null“ reduziert; er war lediglich Know-How-Träger und trug sowohl bezüglich des Produktionserfolgs als auch bezüglich des Verkaufserfolgs das unternehmerische Risiko. Später verengte sich diese Sichtweise stark auf das Objekt „Informationen“. Das Verlagssystem ist ein Beispiel früher Netzwerkorganisation.63
Martin Schüngel

3. Konzeptionelle Erwartungen für Implikationen auf das Geschäftsmodell juristischer Verlage

Zusammenfassung
Das Marktmodell kann in ein Nachfrager- und ein Wettbewerbsmodell untergliedert werden. Im Nachfragermodell wird beschrieben, welchen Akteuren das Unternehmen am Markt gegenübersteht, im Wettbewerbsmodell das Wettbewerbsumfeld des Unternehmens in Form der Marktstruktur und des Marktverhaltens.260
Martin Schüngel

4. Durchführung einer Delphi-Studie zur zukünftigen Entwicklung juristischer Fachverlage

Zusammenfassung
Die Diskussion in Kap. 3 zeigte Bereiche auf, in denen die theoretisch als sinnvoll erachteten Optionen von den in der Literatur dargelegten Praktikereinschätzungen abweichen oder einen deutlichen Strukturwandel zum derzeitigen Zustand darstellen. Ihr zukünftiges Eintreffen ist daher mit Unsicherheit behaftet. Zur verläßlicheren Fundierung der Ergebnisse sollen diese daher im Rahmen einer empirischen Untersuchung durch Branchenexperten validiert oder als aus deren Sicht für die praktische Umsetzung eher ungeeignet identifiziert werden.
Martin Schüngel

5. Ergebnisse der Delphi-Studie

Zusammenfassung
Im folgenden werden die Ergebnisse der Studie dokumentiert und in den Zusammenhang des oben erstellten theoretischen Bezugsrahmens gestellt. Bei der Darstellung der Ergebnisse wird versucht, aus der Vielzahl der Daten die wesentlichen Resultate hervorzuheben. Bei der Interpretation wird besonderes Augenmerk auf eine Übereinstimmung oder auch Diskrepanz mit den aus den theoretischen Erwägungen erwarteten Ergebnissen gelegt.
Martin Schüngel

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Als Ergebnis der konzeptionellen Überlegungen wurden wesentliche Trends erarbeitet, die gegenüber der aktuellen Branchensituation und den etablierten Geschäftsmodellen eine Strukturänderung bedeuten würden. Im Rahmen einer „vorsichtig“ konfirmatorischen Delphi-Studie wurden dann die Einschätzungen von Experten zur Entwicklung der Branche und der Geschäftsmodelle der juristischen Fachverlage erhoben, indem die theoretischen Erwartungen — gegliedert nach den Teilbereichen eines Geschäftsmodells — als Diskussionsgrundlage vorgegeben wurden.
Martin Schüngel

Backmatter

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