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Über dieses Buch

Sinja Rist untersucht die Auswirkungen von Mikroplastik, das in marinen Sedimenten weltweit verbreitet ist, auf die Grünlippmuschel Perna viridis. Sie zeigt, dass nach einer 6-wöchigen Exposition im Labor mit steigender Partikelzahl starke Einschränkungen physiologischer Funktionen wie Filtration, Atmung, Bewegung und Byssusproduktion sowie eine erhöhte Mortalität auftreten. Signifikante Effekte waren dabei schon bei geringen Partikelmengen messbar. Insgesamt lassen die Ergebnisse dieser Studie auf eine deutliche Dezimierung der Energiereserven der Muscheln schließen. Die Kontamination der Partikel mit dem organischen Schadstoff Fluoranthen hatte dagegen keinen eindeutig messbaren Effekt auf die Tiere. Diese Studie verdeutlicht, dass im Angesicht einer steigenden Mikroplastikbelastung benthischer Habitate mit diversen Auswirkungen auf die Organismen gerechnet werden muss.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Im vergangenen Jahrhundert hat die Menschheit ein weltweites Müllproblem entwickelt. Müll nimmt schneller zu als jede andere Form der Umweltverschmutzung und nach Voraussagen von Hoornweg et al. (2013) wird der Höhenpunkt der globalen Müllproduktion in diesem Jahrhundert noch nicht erreicht. Im Jahr 2000 wurden pro Tag circa 3 Millionen Tonnen Abfall produziert. Diese Menge wird sich bis 2025 nach Vorhersagen verdoppeln (Hoornweg und Bhada-Tata, 2012).
Sinja Rist

2. Material und Methoden

Zusammenfassung
Die Experimente für diese Arbeit wurden in Indonesien, in der Umgebung von Jakarta, durchgeführt. Das indonesische Partnerinstitut war das ‚Department of Marine Science and Technology’ (FPIK) der Universität von Bogor (IPB). Alle Laborarbeiten fanden dort, im javanesischen Inland, statt
Sinja Rist

3. Ergebnisse

Zusammenfassung
Die Filtrationsmessungen, welche in der Mitte des Hauptexperiments nach 40 Tagen durchgeführt wurden, ergaben deutliche Unterschiede in der Filtrationsleistung zwischen den verschiedenen Behandlungsgruppen (Abbildung 12). Mit zunehmender Mikroplastikmenge sank die Filtrationsrate um bis zu 83% (in der Behandlungsgruppe 3%*) im Vergleich zur Kontrollgruppe. Ein Vergleich der Kontrolle mit dem Mittelwert aller mit Mikroplastik behandelten Gruppen (Daten wurden gepoolt) ergab eine Abnahme der Filtrationsrate um 58%. Die Kontrollgruppe wies hingegen eine Filtrationsrate auf, welche nahezu identisch zur Referenzmessung zu Beginn des Versuchs war (Differenz der Mittelwerte: 0,03 l/h/Muschel).
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4. Diskussion

Zusammenfassung
In dieser Arbeit wurden diverse physiologische Antwortvariablen untersucht. Bei allen konnten signifikante Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen gefunden werden.
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Backmatter

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