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Über dieses Buch

Es gibt einen entscheidenden Schlüsselfaktor in der Kommunikation, der wichtiger ist als alle anderen: die Authentizität. Wird eine Person als authentisch wahrgenommen, wird alles andere sekundär, und sie wird überzeugen.

Dieses Buch legt auf einleuchtende und unterhaltsame Art dar, warum das so ist, und was es braucht, um authentisch zu kommunizieren. Es unterstützt Menschen authentischer zu werden und besser zu kommunizieren.

Das Buch vermittelt dem Leser diese Einsichten und Denkansätze mit Hilfe von Geschichten, Beispielen und Analogien und verbindet Abstecher in die europäische Geistesgeschichte mit solchen in die globale Populärkultur, in die Psychologie, die Unternehmenswelt und in die Berufspraxis des Autors.

​Sei du selbst - der Schlüssel einer guten Kommunikation.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Who else?

Zusammenfassung
Schauspieler schlüpfen in alle möglichen Rollen und bringen uns dazu, erfundene Geschichten zu glauben. Aber bei den ganz grossen Stars, wie etwa bei den Legenden des goldenen Hollywoods, hat man immer den Eindruck, sie spielten letztlich sich selber: auch bei diesen Meistern der Täuschung nehmen wir als Zuschauer so etwas wie einen inneren Kern wahr. Die erfolgreichsten Schauspieler sind diejenigen, die es schaffen, ihre Rolle mit diesem Kern zu verbinden.
Stefan Bannwart

Kapitel 2. Der Kern und der Weg

Zusammenfassung
Die Vorstellung von einem inneren Kern, über den der Mensch verfügt und zu dem hin er sich entwickelt, gibt schon lange: in der Philosophie wurde sie von den Vorsokratikern postuliert («Erkenne Dich selbst») und heute sehen wir sie zum Beispiel in modernen Science-Fiction-Serien durch die Art reflektiert, wie Androiden dargestellt werden, also vom Menschen nach seinem eigenen Abbild geschaffenen Robotern. C.G. Jung, Pionier der Psychoanalyse und einer der grössten Denker des 20. Jahrhunderts, hat die Idee von der Entwicklung des Menschen hin zu seinem Kern in seinem wichtigsten Konzept, der Individuation beschrieben. Basierend auf Jungs Ideen kam der Mythenforscher Joseph Campbell zur Einsicht, dass die grossen Mythen der Menschheit aus allen Zeiten und Kulturen eine solche Entwicklung erzählen. Campbell hat sie in seiner archetypischen Heldenreise festgehalten. Auch das Labyrinth, uraltes Symbol für den Weg des Menschen in seinem Leben, hält diesen Prozess hin zu einem Kern bildhaft fest.
Stefan Bannwart

Kapitel 3. Der Mensch und die Maske

Zusammenfassung
Wenn Menschen in Gesellschaft auftreten, z. B. in einer beruflichen Funktion, zeigen sie eine bestimmte Unterpersönlichkeit, die als Persona bezeichnet wird. Persona ist das griechische Wort für Maske. Das Thema wird heute in den heute populären Superheldengeschichten anschaulich dargestellt. Diese Superhelden verfügen über verschiedene Unterpersönlichkeiten und benutzen oft Masken für ihr öffentliches Auftreten. Es ist wichtig, dass sich der Mensch nicht zu sehr mit seiner Persona (also z. B. seiner beruflichen Rolle) identifiziert, sonst ist ein authentisches Leben nicht möglich.
Stefan Bannwart

Kapitel 4. Nichts als die Wahrheit

Zusammenfassung
Im Zusammenhang mit authentischen Auftreten stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Wahrheit. Molière hat im 17. Jahrhundert eines seiner besten Theaterstücke über dieses Thema geschrieben, den «Misanthrop». Die lebenslustige, flirtfreudige Célimène, die sich der Gesellschaft und ihren Konventionen, zu denen auch das Sich-verstellen und sogar das Lügen gehört, anpasst, trifft auf den absoluter Wahrhaftigkeit verpflichteten und miesepetrigen Alcéste. Das ist nicht nur Stoff für eine brillante Komödie, sondern ebenso höchst interessantes Anschauungsmaterial für die Thematik, dies vor dem historischen Hintergrund des Sonnenkönigs in Versailles. In der Neuzeit haben die moderne Psychologie und die Erfahrungen der totalitären Regime, die ohne weitverbreitetes Lügen nicht möglich gewesen wären, ein neues Licht auf die Problematik der Wahrhaftigkeit geworfen: Lügen kann Seele und Staat korrumpieren.
Stefan Bannwart

Kapitel 5. Dunkle Kräfte

Zusammenfassung
Beim Erzählen von Geschichten spielen Bösewichte eine wesentliche Rolle. Alfred Hitchcock, der grosse Regisseur, ging so weit, zu sagen: «Je gelungener der Bösewicht, umso gelungener der Film». Dieses Prinzip wird auch in der Kommunikation, etwa in Politik oder im Marketing, gerne verwendet, wobei aus dem (moralisch schlechten) Bösewicht oft ein (moralisch neutraler) Antagonist wird oder schlicht ein Problem, das es zu lösen gilt. Besonders anschaulich hat das Steve Jobs in diversen berühmten Kampagnen für Apple getan. Die Faszination des Menschen mit Bösewichten und Antagonisten lässt sich mit Jungs Konzept des Schattens erklären. Damit sind die nicht wahrgenommenen, verdrängten dunklen Seiten des Menschen gemeint. Der Schatten ist eine Art Gegenstück zur Persona: das, was man an sich nicht wahrnehmen und nicht erkennen will. Doch das Erlangen von Ganzheit, und damit Authentizität, bedingt Bewusstmachen und Integrieren von Schattenanteilen.
Stefan Bannwart

Kapitel 6. Exkurs: Der wahre Norden

Zusammenfassung
Ein Exkurs führt uns in den «Wahren Norden». Unter diesem Titel hat vor einiger Zeit ein erfolgreicher Topmanager, Harvardprofessor und Buchautor ein Konzept für «authentische Leadership» präsentiert. Der beste Führungsstil sei der authentische, so sagen er und sein Team, und dass jeder Manager aufgrund seines eigenen Weges seinen Stil finden und wählen müsse. Dieser Ansatz weist Parallelen zu dem in diesem Buch postulierten, das sich auf die Kommunikation fokussiert, auf. Doch es fehlen Einsichten aus der Psychologie Jungs, und insbesondere die Vernachlässigung des Schattenphänomens birgt die Gefahr der Einseitigkeit
Stefan Bannwart

Kapitel 7. Das Ziel und der Weg

Zusammenfassung
Will man seine Kommunikation verbessern, muss man sich ihrer bewusst werden und systematisch vorgehen. Dazu verwendet man am besten ein vom Autor in seiner Berufspraxis entwickeltes und seit Jahrzehnten erfolgreich benutztes Modell. Es teilt die Kommunikation in fünf Stufen ein, die hier anhand eines Elvis-Hits einfach erklärt und dann Schritt für Schritt vertieft werden: 1) Ziele, 2) Zielgruppen, 3) Botschaften, 4) Inhalte und 5) Instrumente, Kanäle, Massnahmen.
Stefan Bannwart

Kapitel 8. Form und Funktion

Zusammenfassung
Nach dieser Systematik stellt sich die Frage des richtigen Auftritts bzw. der Kongruenz von Form und Funktion. Damit wird man als authentisch wahrgenommen. Das kann man hervorragend erläutern anhand verschiedener Beispiele wie die des Dress Codes. Zur Anschauung reisen wir mit dem Jesuitenpater Matteo Ricci im 16. Jahrhundert nach China. Erst nachdem er dort herausgefunden hatte, wie man in jener Gesellschaft auftreten muss, ist es ihm nach langer Zeit und viel Aufwand gelungen, sein Ziel, den Kaiserhof, zu erreichen. Die Jesuiten hatten damals, in Abwendung von früherem überheblichen Missionarsgehabe, die sogenannte Akkomodation oder Inkulturation entwickelt, wonach man sich in gewissem Masse den Gepflogenheiten eines Gastlandes anpasst. Die Kongruenzidee findet sich auch im modernen Möbeldesign: Architekten haben vor über hundert Jahren schon «form follows function» als Kernsatz definiert.
Stefan Bannwart

Kapitel 9. Mit Gefühl

Zusammenfassung
Für das Wahrnehmen eines authentischen Auftritts ist auch Emotion sehr wichtig. Man kann das gut beim oft öffentlich weinenden Tennissuperstar Roger Federer sehen. Die psychologische Bindungstheorie liefert dazu mögliche Erklärungen. Die Verwendung von Emotion in erfolgreicher Kommunikation wurde schon sehr früh gefordert und beschrieben: in der Rhetoriklehre von Aristoteles ist sie Teil des Dreiklangs: Logos, Ethos, Pathos.
Stefan Bannwart

Kapitel 10. Üben und Proben

Zusammenfassung
Das letzte Kapitel des Buches führt auf die Bühne. Zuerst auf die des Büros, wo erfolgreiches Üben und Proben für (geschäftliche, aber auch andere) Auftritte beschrieben wird, dann in die Bar, wo man lernt, Dinge konzis und zielgruppengerecht zu formulieren, und schliesslich in die Oper. Dort begegnen wir den Cousinen und Cousins der Schauspieler vom Beginn des Buches: den Sängern und Ballerinen. Auch bei ihnen, die in engstem Korsett vorgegebener Choreographien und Librettos operieren, stechen die heraus, die den inneren Kern mit ihrer Rolle verbinden – einmal mehr sehen wir unsere Idee bestätigt: Die beste Rolle für den Menschen ist es, sich selber zu sein.
Stefan Bannwart
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