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Über dieses Buch

Für den eigenen Beruf brennen statt auszubrennen – das liegt in Ihrer Hand, denn Motivation ist machbar: Sie stellt sich ein, wenn eine hohe Übereinstimmung zwischen dem persönlichen Motivtyp und dem beruflichen Anforderungsprofil besteht. Mit diesem Buch finden auch Sie heraus, welches der fünf Motive Leistung, Freundschaft, Autonomie, Wettbewerb und Vision bzw. welche Motivkombination Sie antreibt und wie Sie dieses Wissen ganz konkret für mehr Elan, Freude und Erfolg im Beruf nutzen können. Die überarbeitete und aktualisierte 2. Auflage wurde unter anderem um die Themen „Herausforderungen im Change“ und „Persönlichkeitsentwicklung“ ergänzt. Ein unverzichtbarer, psychologisch fundierter Motivations- und Karriereratgeber mit zahlreichen Tipps aus der beruflichen Praxis!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Motive als Erfolgsfaktoren

Zusammenfassung
Den Motivbegriff kennt die Verhaltenspsychologie seit Jahrzehnten. Das vorliegende Buch macht ihn sich jedoch erstmals für eine aktive Karriereplanung zunutze. Es zeigt, wie ein neu entwickelter und bislang einzigartiger Test zur zuverlässigen Ermittlung von Motiven – also von jenen inneren Antreibern, denen wir uns oft nicht bewusst sind, die aber unser Verhalten, unsere Handlungen und unsere Gefühle bedingen – eingesetzt werden kann. Durch einen anschließenden Abgleich von Motiven und Anforderungen eines Berufes oder einer Laufbahn können Karriereentscheidungen bewusster und gezielter getroffen werden. Die Einführung in diesen neuartigen Ansatz zeigt auf, wie Motive unser Verhalten und Handeln bestimmen, warum es so entscheidend ist, sie zu kennen und warum eine Karriereplanung allein auf Basis von Stärken und Kompetenzen, Ratschlägen Außenstehender oder marktbedingter Gegebenheiten selten zum gewünschten Erfolg führt.
Barbara Haag

Kapitel 2. Verhaltens- und Motivationslehre als Grundlage für aHead

Zusammenfassung
Das folgende Kapitel bietet einen Überblick über die wichtigsten Meilensteine und Entwicklungsstadien der Verhaltens- und Motivationslehre. Ausgehend von der Tiefenpsychologie Sigmund Freuds über den als Kritik an ihr zu verstehenden Behaviorismus, den Kognitivismus und die humanistische Psychologie bis hin zur Motivationslehre Henry Murrays (1893–1988) und David McClellands (1917–1998) erhalten Sie so eine Einführung in die komplexen Themen Verhalten und Motivation. Der Ansatz McClellands kommt heute in Karriereberatungen, Coachings und Managementtrainings zum Einsatz. Auf dieser Basis entstand auch das Potenzialanalysetool aHead, das am Ende des Kapitels vorgestellt und erläutert wird.
Barbara Haag

Kapitel 3. Karriereplanung mit Motiven

Zusammenfassung
Steve Jobs (1955–2011), der Apple zum Weltmarktführer für Produkte des digitalen Lifestyle machte, und Jeff Bezos, dem dasselbe im Bereich e-commerce mit Amazon gelang, sind unterschiedliche Motivtypen – doch beide konnten unglaubliche Erfolge erzielen. Es gibt keine Rangordnung der Motive, keine „besseren“ oder „schlechteren“ Antreiber. Entscheidend für Erfolg und Zufriedenheit ist, dass wir eine hohe Identifikation mit dem erleben, was wir tun. Das ist regelmäßig nur dann gegeben, wenn Motivations- und Anforderungsprofil so gut wie möglich zueinander passen. In diesem Kapitel stellen wir Ihnen Jobs und Bezos als visions- bzw. leistungsmotivierte Menschen vor und zeigen auf, wie wichtig die Kenntnis von Motiven ist, um auch langfristig erfolgreich und mit Leidenschaft bei der Sache zu sein. Sie erfahren, wie Sie Ihr Jobprofil erstellen und mit Ihrem Motivationsprofil abgleichen können. Zusätzlich zeigen wir auf, was zu tun ist, wenn Motivations- und Anforderungsprofil voneinander abweichen.
Barbara Haag

Kapitel 4. Das Leistungsmotiv

Zusammenfassung
Das Leistungsmotiv ist das Bedürfnis, optimale Ergebnisse vorzulegen. Träger des Motivs fallen häufig als Perfektionisten auf. Typisch ist deshalb, dass Leistungsmotivierte erzielte Erfolge nicht oder zumindest nicht lange genießen können, da sie gedanklich bereits auf dem Weg zum nächsten Gipfel sind. Ebenfalls charakteristisch ist das Bedürfnis, immer besser zu werden, eigene Kompetenzen zu erweitern und mit der Aufgabe zu wachsen, weswegen Leistungsmotivierte herausfordernde, aber auch realistische Zielvorgaben benötigen.
Barbara Haag

Kapitel 5. Das Freundschaftsmotiv

Zusammenfassung
Das Freundschaftsmotiv ist das Bedürfnis nach guten, ausgewogenen zwischenmenschlichen Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, Nähe und regelmäßiger Austausch mit anderen – nicht nur auf der fachlichen, sondern auch auf der persönlichen Ebene. Freundschaftsmotivierte möchten erleben, dass sie von anderen als Mensch und Freund geschätzt werden. Die Einführung des Freundschaftsmotivs (mitunter auch in direkter Übersetzung des englischen „affiliate motive“ als Gesellungsmotiv bezeichnet) in die Motivationslehre erfolgte nicht zufällig Ende der 1960er Jahre, als eine ganze Generation autoritäre und hierarchische Gesellschaftsstrukturen zu hinterfragen und offen abzulehnen begann. Freundschaftsmotivierte sind im Gegensatz zu Leistungsmotivierten in der Lage, Erfolge zu genießen und andere – auch schwächere – Teammitglieder geduldig in die Arbeit einzubeziehen. Sie haben ein herausragendes Gespür für zwischenmenschliche Konflikte und wirken ausgleichend und beruhigend.
Barbara Haag

Kapitel 6. Das Autonomiemotiv

Zusammenfassung
Das Autonomiemotiv bedingt das Streben nach Unabhängigkeit. Im Kern der Persönlichkeit des Autonomiemotivierten steht der Wunsch, Herr des eigenen Handelns zu sein. Abhängigkeit von anderen wird nach Möglichkeit vermieden, Freiheit und Selbstbestimmung sind für Autonomiemotivierte entscheidend. Historisch kann man vermuten, dass die Vordenker des im 17. Jahrhundert aufkommenden politischen und wirtschaftlichen Liberalismus autonomiemotivierte Persönlichkeiten waren. Für sie ist es typisch, die Freiheit, aber auch die Eigenverantwortlichkeit des Individuums zur zentralen Leitlinie allen Denkens und Handelns zu erheben. Dabei respektieren sie das Recht anderer Menschen auf Unabhängigkeit ebenso wie ihr eigenes.
Barbara Haag

Kapitel 7. Das Wettbewerbsmotiv

Zusammenfassung
Auch der Wettbewerbsmotivierte strukturiert seine Umwelt – wie der Autonomiemotivierte und der Visionsmotivierte – nach einflussthematischen Gesichtspunkten. Sein Fokus gilt dabei allerdings den Menschen, nicht der Unabhängigkeit oder einem objektiv wichtigen Ziel. Ohne Geführte keine Führer – Einfluss macht er daran fest, wie viele Mitarbeiter er führt und wie sehr andere ihm Tribut zollen. Um das Wettbewerbsmotiv ranken sich Vorurteile und Halbwahrheiten. Sich über errungene Siege offen zu freuen oder Macht ungehemmt zur Schau zu stellen, gilt in der europäischen Unternehmenskultur als verwerflich. Erfolg mit Statussymbolen zu demonstrieren, ist gesellschaftlich zumindest umstritten. Es gibt nur einen Ort, an dem sich das Wettbewerbsmotiv in quasi ritualisierter Form austoben darf: den Sportplatz. Das Fußballstadion ist in Deutschland die populärste Stätte institutionalisierten und akzeptierten Wettbewerbsdenkens und -verhaltens. Im folgenden Kapitel geht es nicht zuletzt darum, mit den Vorurteilen rund um das Wettbewerbsmotiv aufzuräumen. Noch einmal sei hier daran erinnert, dass es keine guten oder schlechten Motive gibt.
Barbara Haag

Kapitel 8. Das Visionsmotiv

Zusammenfassung
Auch das Visionsmotiv zählt zu den Machtmotiven. Allerdings bezieht es sich auf ein Machtstreben, das „gemeinschaftsdienlicher“ Natur ist. Zu den positiven Seiten Visionsmotivierter zählen ihre unermüdliche Bereitschaft, sich mit ganzem Einsatz für ein Ziel einzusetzen und dabei anderen Kraft und Selbstbewusstsein zu vermitteln. Die Schattenseiten des Motivs sind die Neigung seiner Träger zum Missionieren, zum Bagatellisieren von Sachthemen und zum Verlust der Bodenhaftung. Visionsmotivierte sind überall zu finden, wo etwas bewegt werden kann. Nicht selten bekleiden sie einflussreiche Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Barbara Haag

Kapitel 9. Motivkombinationen

Zusammenfassung
Wie McClelland selbstkritisch bemerkte, verführt die Motivtheorie natürlich in gewissem Maß zum Schubladendenken. Menschen lassen sich weder durch diese noch durch andere Motivationstheorien tatsächlich in diese oder jene Kiste einsortieren, die dann mit einem einfachen Etikett versehen wird. Motivprofile verfolgen das Ziel, individuelle Ausprägungen zu skizzieren und so ein besseres Verständnis für das, was uns antreibt, zu ermöglichen. In der Realität wird man selten ein einzelnes Motiv als den prägenden Bestandteil einer Persönlichkeit identifizieren können. Wesentlich häufiger wirken Kombinationen mehrerer Motive zusammen, greifen Verhaltensäußerungen, die auf diese verschiedenen Motive zurückgehen, ineinander. Das Zusammenspiel zweier oder sogar dreier Motive hat einige der schillerndsten Persönlichkeiten in Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Geschichte und Sport geprägt. In diesem Kapitel finden Sie Beispiele von Biografien, aus denen Rückschlüsse auf mögliche Motivkombinationen gezogen werden können.
Barbara Haag

Kapitel 10. Die Motivtypen in verschiedenen Laufbahnen

Zusammenfassung
Sobald Sie Ihr Motivprofil kennen, geht es darum herauszufinden, in welchem Umfeld ihm am besten entsprochen werden kann, damit Ihr Motivationsniveau und Ihre Zufriedenheit dauerhaft hoch sind. Für alle, die ihren Karriereweg (noch) frei wählen können, ist es sinnvoll, sich für eine Aufgabe zu entscheiden, die zum eigenen Profil passt. Das erspart Arbeitsplatz- und Arbeitgeberwechsel, Motivationseinbrüche und Leistungsblockaden. Sitzen Sie beruflich schon fest im Sattel, erhalten Sie in Kap. 14 Tipps, wie Sie Aufgaben und Motive besser aufeinander abstimmen können.
Barbara Haag

Kapitel 11. Eine Auswahl an Jobprofilen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel finden Sie ausgewählte Anforderungsprofile, die Sie mit Ihrem eigenen Motivprofil abgleichen können. Die Profile umfassen sowohl ein Porträt als auch eine grafische Darstellung. So erkennen Sie auf einen Blick, ob die vorgestellte berufliche Rolle für Sie infrage kommt oder ob die Abweichung der Motivausprägungen zu groß ist. Dabei werden Muss-Kriterien und Kann-Kriterien unterschieden. Wie die Benennung bereits vermuten lässt, ist eine Abweichung der Kann-Kriterien meist unkritisch, die Muss-Kriterien hingegen sollten weitgehend übereinstimmen.
Anmerkung: Wettbewerbs- und Visionsmotiv sind in diesen Profilen zusammengefasst, weil es um die Frage geht, wie hoch die Motivation ist, andere zu beeinflussen und an exponierter Stelle zu stehen. Ob dies aus eigen- oder gemeinnützigen Gründen heraus passiert, interessiert im ersten Schritt nicht.
Barbara Haag

Kapitel 12. Die Motivgruppen und ihr Umgang mit charakteristischen Situationen im Beruf

Zusammenfassung
Wie verhalten sich die einzelnen Motivtypen in konfliktträchtigen Situationen? Wie ist es um ihr Kommunikationsverhalten bestellt? Und wie gehen sie mit den Herausforderungen um, die ein Change mit sich bringt? Einige Rückschlüsse kann man aus den charakteristischen Verhaltensweisen der einzelnen Motivgruppen ziehen, doch damit ist noch nicht geklärt, welche Motive besonders leicht aneinandergeraten und was sich dagegen – im Vorfeld oder im konkreten Konfliktfall – tun lässt. Auch in Sachen Kommunikationskompetenz ist noch nicht alles gesagt: Wettbewerbsmotivierte mögen per se kommunikativ sein, doch wie sehr nutzt ihnen das? Nicht immer geht es darum, andere zu überzeugen. In Teams etwa ist es wichtiger, gut zuzuhören und sich auf andere einzulassen. Von immenser Bedeutung ist heutzutage auch unsere Veränderungsbereitschaft in Change-Prozessen: Manche springen bereitwillig auf, andere sträuben sich mit aller Kraft. In diesem Kapitel werden die Situationen „Konflikt“, „Kooperation/Kommunikation“ und „Change“ für sämtliche Motivtypen beleuchtet. Außerdem erhalten Sie Entwicklungstipps für diese spezifischen Anforderungen.
Barbara Haag

Kapitel 13. Exkurs: Beispiel für eine Motivanalyse, auf deren Basis mehr Erfolg und Zufriedenheit erreicht wurden

Zusammenfassung
In den vergangenen zwölf Kapiteln wurden die theoretischen Grundlagen der Motivtheorie, die einzelnen Motivtypen und die Anwendung dieses Wissens im Abgleich von Motivations- und Jobprofil vorgestellt. Nachfolgend lernen Sie nun im Exkurs zwei Personen kennen, die mit der Motivanalyse gearbeitet haben und damit positive Effekte im Berufsleben erzielen konnten. Bei den vorgestellten Beispielen handelt es sich um anonymisierte Fälle aus meiner eigenen Coachingpraxis, in denen aHead erfolgreich eingesetzt wurde, um die vorab formulierten Ziele gezielt und schnell zu erreichen.
Barbara Haag

Kapitel 14. Die Macht der Motive

Zusammenfassung
Inzwischen wissen Sie, wo Ihre Entwicklungsfelder liegen. Vielleicht haben Sie als Leistungsmotivierter erkannt, dass Sie an Ihrer Sozialkompetenz arbeiten müssen oder als Freundschaftsmotivierte an Ihrer Durchsetzungskraft und Entscheidungsstärke. Das Wissen darum allein nützt aber noch nichts – vielleicht frustriert es Sie sogar, nun quasi schwarz auf weiß zu sehen, wo Ihre Achillesfersen sind. Deshalb geht es im letzten Kapitel dieses Buches um die nächsten Schritte; um das, was Sie mit Motiv- und Jobprofil in der Hand unternehmen können und sollten, um Ihre momentane Karrieresituation zu verbessern – also um alles, was nach Buchlektüre und Test kommt. Dabei stellen wir Ihnen unterschiedliche Verfahren der Persönlichkeitsentwicklung vor, aus denen Sie wählen können, um dann Schritt für Schritt Ihrem Ziel näher zu kommen: Erfüllung und Zufriedenheit im Job.
Barbara Haag

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