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15.03.2017 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

Boschs neuer Autocomputer soll zum Gehirn autonomer Fahrzeuge werden

Autor:
Benjamin Auerbach
1:30 Min. Lesedauer

In Berlin hat Bosch einen intelligenten Fahrzeugcomputer für autonome Fahrzeuge präsentiert. Beim Bau des sogenannten KI-Autocomputers arbeitet der Zulieferer mit Chiphersteller Nvidia zusammen.

Während der Bosch Connected World in Berlin hat Bosch einen neuen Fahrzeugcomputer für automatisiert fahrende Autos vorgestellt. Der sogenannte KI Autocomputer soll automatisiert fahrende Autos auch durch komplexe und für das Auto neue Verkehrssituationen lenken. "Wir bringen dem Auto bei, sich selbstständig durch den Straßenverkehr zu bewegen", sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Beim Bau des zentralen Fahrzeugcomputers will Bosch auch mit Nvidia zusammenarbeiten. Nvidia soll Bosch einen Chip liefern, auf dem die mit maschinellen Lernverfahren erzeugten Algorithmen für die Fahrzeugbewegung gespeichert sind. Der KI Autocomputer soll spätestens Anfang der kommenden Dekade in Serie gehen.

Erlerntes wird gespeichert und auf andere Computer übertragen

Künstliche Intelligenz soll die Situationserfassung von automatisiert fahrenden Fahrzeugen erleichtern. So kann ein selbstfahrendes Auto mit KI komplexe Verkehrssituationen wie das Abbiegen eines vorausfahrenden Fahrzeugs erkennen, beurteilen und für den eigenen Fahrweg berücksichtigen. Das beim Fahren erlernte Wissen speichert der Computer auf künstlichen neuronalen Netzen. Experten überprüfen das Wissen im Labor auf ihre Richtigkeit. Nach weiteren Tests auf der Straße sollen sich die künstlich erzeugten Wissensstrukturen per Update auf beliebig viele andere KI Autocomputer übertragen lassen. 

Schon im nächsten Jahrzehnt gehören auch fahrerlose Autos zu unserem Alltag. Bosch treibe das automatisierte Fahren daher auf allen technologischen Pfaden voran. Bei Bosch spiele Künstliche Intelligenz über die Mobilität hinaus in allen Geschäftsfeldern zunehmend eine entscheidende Rolle: "Schon in zehn Jahren sind Bosch-Produkte ohne Künstliche Intelligenz kaum mehr denkbar. Sie besitzen sie oder werden mit Hilfe davon hergestellt", so Denner. Erst Anfang 2017 hatte das Unternehmen die Gründung eines Zentrums für Künstliche Intelligenz bekannt gegeben. Rund 300 Millionen Euro investiert Bosch in den Ausbau der Kompetenzen auf diesem Feld.

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