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16.09.2021 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

Neue Innenraumsensorik mit Aktivitätserkennung vorgestellt

Autor:
Patrick Schäfer
1 Min. Lesedauer

Das Fraunhofer-Institut IOSB hat für das automatisierte Fahren ein neues System zur Fahrerüberwachung vorgestellt. Es analysiert, wie schnell dieser die Steuerung übernehmen könnte.

Am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB wurde ein neues Fahrerbeobachtungssystem entwickelt, das nicht nur Müdigkeit des Fahrers erkennen kann. Das KI-gestützte System arbeitet mit Videokameras, Infrarotkameras sowie 3-D-Kameras, die die Entfernung der Objekte zur Kamera messen. Dabei geht es über die reine Bilderkennung hinaus und interpretiert Aktivitäten im Kontext. 

Möglich wird das über Algorithmen des maschinellen Lernens, welche die Kameradaten in Echtzeit analysieren. "Mit unserer Technologie erkennen wir nicht nur das Gesicht, sondern vielmehr die aktuellen Posen des Fahrers und der Mitfahrer", sagt Dr. Michael Voit, Gruppenleiter am Fraunhofer IOSB. Daraus lässt sich ableiten, womit sich Fahrer und Insassen gerade beschäftigen. 

Fahrerüberwachung soll verpflichtend werden

Wichtig ist die Aktivitätserkennung im Kontext der Übergabe der Fahraufgabe. "Die Algorithmen wissen also, ob jemand schläft oder auf die Straße blickt, wie abgelenkt die Person ist und wie lange es dauert, bis die volle Aufmerksamkeit wieder auf den Verkehr gerichtet werden kann", erläutert Voit. Im Fahrsimulator des IOSB können mit einer umfangreichen Sensorausstattung und simulierbaren Verkehrssituationen relevante Fahrt- und Verhaltensdaten gesammelt werden. Die Technik ist bereit für die Vorserie und ist bereits Teil verschiedener Projekte mit Autoherstellern und Zulieferern. Laut EU-Verordnung soll das "Driver Monitoring" bei der Automatisierung von Fahrzeugen verpflichtend werden.

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