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07.08.2017 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

Continental hat sein Bremssystem MK C1 weiterentwickelt

Autor:
Christiane Köllner

Continental hat das By-Wire-System MK C1 für das hochautomatisierte Fahren weiterentwickelt. Das MK C1 verfügt nun über eine redundante Rückfallebene.

Continental hat sein elektronisches Bremssystem MK C1, das seit 2016 in Serie ist, im Hinblick auf die zusätzlichen Anforderungen des hochautomatisierten Fahrens weiterentwickelt. Continental zeigt das überarbeitete System MK C1 im September auf der IAA 2017 in Frankfurt am Main.

Die MK C1 ist ein By-Wire-System, das einen besonders schnellen, präzisen und autonomen Druckaufbau ermöglichen soll, erklärt Continental. Um die Anforderungen an ein redundantes Bremssystem zu erfüllen, habe der Zulieferer die MK C1 mit einem Derivat der MK 100 ESC kombiniert. Im normalen Betrieb biete die MK C1 alle Brems-, Stabilitäts- und Komfortfunktionen. Der hydraulische Druck werde durch die MK 100 Hydraulic Brake Extension (HBE) hindurchgeleitet. Um eine ständige, hundertprozentige Verfügbarkeit sicherzustellen, führe die MK 100 HBE häufige Selbsttests durch.

Kooperativer Bremsmodus

Sollte der sehr unwahrscheinliche Fall eintreten, dass das primäre EBS ausfällt, springt das sekundäre EBS ein und liefert die benötigte Bremsfunktion. Je nach Art des potenziellen Ausfalls im primären EBS können zwei Funktionen ausgelöst werden: Sollte das primäre EBS komplett ausfallen, bremst die MK 100 HBE-Einheit das Fahrzeug an den Vorderrädern ab und stellt eine ABS-Funktion sicher.

Die MK C1 HAD biete noch einen weiteren Vorteil. Derzeit arbeite Continental an der Entwicklung eines kooperativen Bremsmodus. Dieser komme zum Einsatz, wenn die elektromechanische Bremsbetätigungs- und Pumpfunktion des primären Bremssystems ausfallen sollte, die Regelventile der Einheit jedoch weiterhin funktionstüchtig sind. In diesem Fall soll die MK 100 HBE-Einheit in den kooperativen Bremsmodus schalten. Ein Teil ihres hydraulischen Drucks werde in die noch funktionsfähigen MK C1-Ventile eingespeist, um auch die Hinterradbremsen zu aktivieren. Diese flexible Aufteilung der Funktionen soll eine vollautomatisierte Bremsfunktion mit schlupfgeregelter Abbremsung an beiden Achsen gewährleisten, auch im Falle eines Teilausfalls in einem System.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Elektronische Systeme im Fahrwerk

Quelle:
Fahrwerkhandbuch

2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Fahrwerk

Quelle:
Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik

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