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11.10.2017 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

Nvidia Drive PX Pegasus für Level-5-Autonomie präsentiert

Autor:
Christiane Köllner

Nvidia hat einen neuen KI-Computer für autonomes Fahren vorgestellt. Die Plattform Pegasus setzt sich aus zwei GPUs auf Basis des bisher nicht angekündigten Volta-Nachfolgers und zwei Xavier-SoCs zusammen.

Nvidia hebt seine Plattform für autonomes Fahren auf die nächste Stufe: Das Computing-Unternehmen hat im Rahmen der Nvidia-Entwicklerkonferenz GPU Technology Conference (GTC) in München einen KI-Computer für komplett autonom fahrende Roboter-Taxis präsentiert. Die neue Plattform mit dem Codenamen Pegasus stellt eine Erweiterung der bekannten Nvidia-Drive-PX-Computerplattform dar. Das KI-System sei in der Lage, autonom fahrende Fahrzeuge auf Level 5 zu steuern. Die Nvidia Drive PX Pegasus verarbeitet über 320 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde – das ist 10-mal mehr als der Vorgänger, die Nvidia Drive PX 2. 

Nvidia Drive PX Pegasus 

Nvidia Drive PX Pegasus wird von vier Hochleistungsprozessoren aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz angetrieben. Konkret bedeutet dies: Zwei Xavier-SoC (System-on-a-Chip)-Prozessoren und zwei GPUs auf Basis des bisher nicht angekündigten Volta-Nachfolgers. Das Gesamtsystem soll etwa die Größe eines US-Kennzeichens für Automobile, also etwa 30 × 15 Zentimeter, aufweisen und weniger Energie verbrauchen als die Vorgänger. 

Xavier ist ein SoC auf Volta-Basis, das Nvidia zur GTC Europe 2016 im September des letzten Jahres in Amsterdam vorgestellt hatte. Xavier besteht aus acht selbst entwickelten CPU-Kernen mit ARMv8-Architektur, 512 Cuda-Cores der Volta-GPU-Architektur sowie dedizierten Prozessoren für die Verarbeitung der von Sensoren im Fahrzeug bereitgestellten Daten und die Fähigkeit, HDR-Videos in 8K zu encodieren. Über den Volta-Nachfolger liegen bisher keine Informationen vor. Nvidia gab auch zur GTC Europe 2017 keine weiteren Details bekannt. 

ASIL-D-Zertifizierung

Die Pegasus-Plattform ist nach ISO 26262, dem höchsten Automotive Safety Integrity Level D (ASIL D), zertifiziert. Die Plattform bietet Schnittstellen für den CAN-Bus (Controller Area Network), FlexRay, 16 High-Speed-Sensoreingängen für Kameras, Radar, Lidar und Ultraschall sowie mehrere Anschlüsse für 10-Gbit/s-Ethernet. Seine kombinierte Speicherbandbreite soll 1 Terabyte pro Sekunde überschreiten. Drive PX Pegasus ist für einen Verbrauch von 500 Watt ausgelegt.

Pegasus soll für die Automotive-Partner von Nvidia ab der zweiten Hälfte 2018 zur Verfügung stehen. 

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