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01.10.2021 | Automatisiertes Fahren | Interview | Onlineartikel

"Es ergeben sich im Gesamtfahrzeug ganz neue Formen der Raumnutzung"

1:30 Min. Lesedauer

Autoren: Alexander Heintzel, Robert Unseld

Fahrzeugarchitekturen werden sich durch die Zunahme automatisierter Fahrfunktionen grundlegend ändern. Professor Stefan Rinderknecht von der TU Darmstadt wagt einen Blick in die Zukunft.

Springer Professional/ATZelektronik: Wie sehen Sie den Einfluss von Steer- und X-by-wire auf das Fahrwerk und das Gesamtfahrzeug?

Stefan Rinderknecht: Mit Blick auf das autonome Fahren ist ein Führen des Fahrzeugs durch den Menschen bei Stufe 4 noch möglich, aber nicht mehr zwingend notwendig und bei der höchsten Stufe 5 sind weder Lenkrad noch Pedalerie als Schnittstelle zum Menschen erforderlich. Insofern ist der Weg klar gezeichnet: In der Antriebstechnik sind E-Gas und Shift-by-wire bereits seit langer Zeit etabliert und bei Hybridantrieben und rein elektrischen Antrieben wird die Rekuperation mittels Brake-by-wire realisiert. Ansätze für die Reibbremse und die Lenkung werden folgen und Schnittstellen zum Menschen für bestimmte Fahrzeuge ganz entfallen. Dadurch ergeben sich im Gesamtfahrzeug ganz neue Möglichkeiten der Raumnutzung und insbesondere der Gestaltung des Innenraums.

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Wo liegen Vorteile und vielleicht auch Nachteile von X-by-wire im Detail?

Grundsätzlich bieten diese Technologien durch die Programmierbarkeit viel umfassendere funktionale Möglichkeiten inklusive Vernetzung und darüber hinaus große Flexibilität in der Bauraumnutzung. Demgegenüber stehen die Herstellkosten sowie der hohe Entwicklungsaufwand und insbesondere die Absicherung. Bei entsprechenden Stückzahlen lassen sich aber Synergien nutzen, sodass sich das auch betriebswirtschaftlich rechnen kann.

Wie sehen Sie das Thema mechanische Redundanz? Das wird ja sonst sehr gern nur auf Elektronik/Elektrik bezogen?

Gerade hier sind wir in unserer Forschung auch aktiv. Elektrische Doppel-Motorenantriebe bieten etwa Flexibilität in der Nutzung und eröffnen in Verbindung mit einer intelligenten Betriebsstrategie unter anderem sowohl Potential mit Bezug auf hohe Effizienz im Teillastbetrieb als auch längere Lebensdauer bei unerwarteten Nutzungsprofilen.

Lesen Sie mehr zum Thema Steuerungs- und Regeltechnik im kompletten Interview mit Stefan Rinderknecht in der ATZelektronik 10/2021 – auch in der digitalen Fachbibliothek von Springer Professional. 

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