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22.10.2018 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

KI-gestütztes Fahrerassistenzsystem Proreta 4 vorgestellt

Autor:
Patrick Schäfer

Continental und die TU Darmstadt haben ein maschinell lernendes Fahrerassistenzsystem entwickelt. Proreta 4 soll den Fahrer vor allem in innerstädtischen Verkehrssituationen unterstützen.

Das in einem Prototypen eingebaute Fahrerassistenzsystem Proreta 4 soll den Fahrer beim Linksabbiegen, beim Einfahren in den Kreisverkehr sowie beim Passieren von Rechts-vor-Links-Kreuzungen unterstützen. Auf Basis unterschiedlicher Fahrzeugdaten wird mithilfe des maschinellen Lernverfahrens ein Fahrtypprofil erstellt. Der Algorithmus "lernt" unter anderem durch die Daten von Beschleunigung, Gierraten, Bremsvorgängen und Querbeschleunigung den Fahrer kennen. Nach drei bis fünf Fahrmanövern können die im "City Assistant System" eingesetzten Algorithmen Rückschlüsse auf den aktuellen Fahrstil des Fahrers ziehen. So kann der Stadtassistent seine Empfehlungen an den Fahrer anpassen.

Ob beim Abbiegen oder beim Einfahren in den Kreisverkehr: Das System gibt anhand des Fahrprofils Empfehlungen. Es ermittelt anhand der eigenen Positionsdaten sowie Tempo und Abstand des entgegenkommenden Verkehrs, wie groß die Lücken etwa im Gegenverkehr für einen Linksabbiegevorgang sind. Innerhalb von fünf bis sieben Sekunden informiert das System den Fahrer, wenn die Lücke groß genug ist. Die Aufgabe der Objektdetektion übernehmen ein serienreifer Fernbereichsradar sowie Nahbereichsradare in den Fahrzeugseiten. "Optische, akustische oder auch haptische Signale zeigen dabei die Empfehlungen für den Fahrer möglichst intuitiv an", sagt Dr. Karsten Michels, Leiter Systems & Technology in der Division Interior bei Continental.

Innenraumkamera überwacht den Fahrer

Bei Rechts-vor-Links-Kreuzungen erkennt das System zunächst die Annäherung an die Kreuzung anhand von Karten-, GPS- und anderen Standortdaten. Eine Innenraumkamera registriert, ob der Fahrer den vorfahrtsberechtigten Verkehr erkannt hat und prüft, ob der Fahrer auch den Kopf nach rechts gedreht und einen anderen Verkehrsteilnehmer fixiert hat. Das System kann den Fahrer warnen oder auch mit einer Notbremsfunktion gekoppelt werden.

Continental und die TU Darmstadt arbeiten seit 2002 im Proreta-Projekt zusammen. Proreta 1 befasste sich mit Notbrems- und Notausweich-Assistenz auf vorausfahrenden oder stehenden Verkehr, Proreta 2 mit einem Überholassistenten für die Landstraße, während sich Proreta 3 auf die Entwicklung eines Integralkonzeptes zur Automation und Unfallvermeidung konzentrierte.

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