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26.07.2016 | Automatisiertes Fahren | Im Fokus | Onlineartikel

Autonomes Fahren: Zurück auf Los

Autor:
Stefan Schlott

Beim Thema autonomes Fahren überschlagen sich die Berater derzeit mit Studien und Prognosen. Dabei steht aktuell allenfalls fest, dass der Wettbewerb härter werden wird.

Neue Techniken, neue Funktionalitäten, neue Anforderungen, neue Anbieter: Wenn es um das Autonome Fahren geht, muss sich die Branche mit vielen Fragezeichen und Unwägbarkeiten auseinandersetzen. Vor allem der erwartete Markteintritt neuer Wettbewerber – neben Digitalunternehmen wie Google, Apple, Facebook, Cisco oder Microsoft auch Anbieter wie Samsung, Siemens oder die Deutsche Telekom – wird mit Argusaugen beobachtet.

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A.T. Kearny stilisiert das Thema bereits zu einem Überlebenskampf hoch: How Automakers Can Survive the Self-Driving Era lautet die jüngste Studie der Berater. Darin sind die Autoren der Frage nachgegangen, mit welchen Produkten, Services und Partner-Strategien Hersteller und Zulieferer das Rennen ums Autonome Fahren für sich entscheiden. "Autonomes Fahren wird den ersten großen Wachstumsschub des 21. Jahrhunderts auslösen. Gleichzeitig markiert es das Ende der bislang bekannten Wertschöpfungskette, denn der klassische Autobauer wird nur noch einer von vielen Wettbewerbern um ein Stück vom 560-Milliarden-Dollar-Kuchen sein", so Ralf Kalmbach, weltweiter Leiter des Automobilgeschäfts bei A.T. Kearney.

Die Mobilitätsbranche wird sich grundlegend verändern

Frost & Sullivan widmete dem Thema eine Veranstaltung mit dem Namen Intelligent Mobility. Dort waren sich die Branchenexperten einig, dass die Mobilitätsbranche durch die Konvergenz von autonomem Fahren, Konnektivität und Elektrifizierung des Autos grundlegend verändert wird. Auch die Grenze zwischen privatem und öffentlichem Transport verschwimme mehr und mehr, da sich die Kunden multi-modalen und technikbasierten Lösungen zuwenden.

"Diese Konvergenz wird angetrieben durch die Generierung von Daten in Bezug auf Fahrzeug und Verbraucher. Zukunftsorientierte Lösungen umfassen die Entwicklung intelligenter Informationen auf allen Ebenen, anstatt sich nur auf einen Schwerpunkt zu konzentrieren", stellte Frost-&-Sullivan-Senior-Partner Sarwant Singh fest. 

Auf der Suche nach zukunftsweisenden Geschäftsmodellen

Wie die klassische Automobilindustrie ein möglichst großes Stück vom Kuchen abschneiden kann, ist derzeit Gegenstand vieler Diskussionen. Im Kapitel Transformation von Geschäftsmodellen in der Automobilindustrie am Beispiel von Automatischem Fahren aus dem Fachbuch Entscheidungen beim Übergang in die Elektromobilität empfehlen J. Wehinger und S. Cords zwei mögliche Handlungsoptionen: Entweder eine frühzeitige Kooperation mit den großen Internetdienstleistern, oder den eigenständigen Aufbau eines nutzungsbasierten Abrechnungsmodells für vollautomatisiertes Fahren bei gleichzeitiger Abkehr von der bisherigen Strategie, Fahrerassistenzsysteme aufpreispflichtig einmalig beim Fahrzeugerwerb abzurechnen.

Dabei wird vor allem die Nutzerzahl den späteren Erfolg ausmachen. "Dies stellt eine immens große Gefahr für alle Automobilhersteller dar", warnen Bernd Abraham, Daniel Brugger, Sven Strehlke und Wolfgang Runge in ihrem Artikel Autonomes Fahren – Nur ein trojanisches Pferd der digitalen Unternehmen? aus der ATZelektronik 1-2016: Denn es sei das ureigene Kerngeschäft der Technologieunternehmen, aus Kundendaten Kundenbedürfnisse zu identifizieren und diese mit attraktiven Services zu bedienen. Der Vergleich der Nutzerzahlen falle erschreckend deutlich aus. Eine Milliarde und mehr Nutzer bei den Digitals, dagegen nur zweistellige Millionenzahlen bei den Fahrzeugherstellern.

Gleichzeitig geht die technische Entwicklung der Systeme weiter. Einen Überblick über die aktuell noch zu lösenden Fragestellungen haben Volker Johanning und Roman Mildner im Kapitel Autonomes Fahren aus dem Fachbuchs Car IT kompakt zusammengetragen. Dabei geben sich die Autoren zuversichtlich: "Sobald die Vorzüge autonomer Fahrzeuge den Mainstream erreichen, ist eine starke Steigerung der Akzeptanz zu erwarten."

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