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14.08.2019 | Automatisiertes Fahren | Nachricht | Onlineartikel

Dual-Kamerasystem kontrolliert Übergabe der Fahrverantwortung

Autor:
Patrick Schäfer

Für den Übergabemodus beim automatisierten Fahren hat Continental eine neue Lösung vorgestellt. Das kombinierte "Road and Driver“-Kamerasystem ermittelt, ob eine sichere Übergabe der Fahrverantwortung möglich ist.

Continental hat ein kombiniertes Kamerasystem entwickelt, um ein ganzheitliches Umfeldmodell beim automatisierten Fahren darzustellen. Eine Umfeld- sowie eine Innenraumkamera beobachten im "Road and Driver"-System einerseits den Verkehr und andererseits den Fahrer. Dieser bildet beim automatisierten Fahren die finale Rückfallebene. Mithilfe der fusionierten und ausgewerteten Daten soll eine sichere Übergabe der Fahrverantwortung ermittelt werden.

Die "Road and Driver"-Kamera ist wie üblich an der Windschutzscheibe des Fahrzeugs oberhalb des Rückspiegels angebracht. Während die Frontkamera mit einem Öffnungswinkel von bis zu 125 Grad den Verkehr vor dem Fahrzeug beobachtet, erkennt die Innenraumkamera, in welcher Position sich der Fahrer befindet, ob er abgelenkt ist und wo sich seine Hände befinden.

System "Road and Driver" startet 2021

"Durch das neue Kamerasystem sind Fahrzeug und Fahrer jederzeit übereinander informiert. Letztlich geht es dabei um Vertrauen. Der Mensch kann sich darauf verlassen, dass die Technik ihm nicht plötzlich und unvorbereitet die Verantwortung zurückgibt, sondern dies nach klaren und nachvollziehbaren Kriterien erfolgt", erklärt Georg Binder, Leiter Strategy & Planning, Geschäftsbereich Fahrerassistenzsysteme bei Continental.

Neben dem sicheren Wechsel zwischen den Fahrmodi "automatisiert" und "manuell" übernimmt das Kamerasystem auch die Anpassung der Sicherheitssysteme. Die Software-Funktion "Occupant Safety Monitor" ermöglicht etwa eine auf die Innenraumsituation optimierte Auslösung der Airbags. Die Daten des Kamerasystems werden nur ausgewertet und nicht aufgezeichnet. Der Serienbeginn der "Road and Driver"-Kamera ist für 2021 geplant, um den neuen Euro NCAP-Prüfregularien gerecht zu werden.

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